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Politik

Nach Wiederwahl in Kanada

Trudeau stellt Rekordkabinett vor - mit 37 Ministerinnen und Ministern

Das neue kanadische Kabinett ist mit fast 40 Ministerinnen und Ministern so groß wie nie. Premierminister Trudeau hat neue Posten geschaffen - unter anderem für die innerkanadische Verständigung.

Chris Wattie/ AFP

Premierminister Justin Trudeau hat sein Kabinett erweitert: 37 Mitglieder umfasst es

Donnerstag, 21.11.2019   19:17 Uhr

Einen Monat ist die Wahl in Kanada her, bei der Premierminister Justin Trudeau zwar wiedergewählt wurde, jedoch die absolute Mehrheit verlor. Nun hat Trudeau in Ottawa sein neues Kabinett vorgestellt. Das Kabinett hat eine Rekordzahl von 37 Mitgliedern - mit etwa gleich vielen Männern und Frauen.

Zahlreiche Ministerinnen und Minister haben neue Posten, andere sind neu dazugekommen, wie Trudeau mitteilte. "Ich freue mich, dass wir die Arbeit so machen können, wie uns die Kanadier bei der Wahl aufgefordert haben", sagte er. Ziel sei es etwa, das Land zusammenzubringen, sich auf wirtschaftliches Wachstum für die Mittelschicht zu konzentrieren und den Klimawandel zu bekämpfen. "Das ist unser Fokus - und das hier ist unser Team dafür", so Trudeau.

Die frühere Außenministerin Chrystia Freeland beispielsweise ist im neuen Kabinett Vizepremierministerin und zuständig für die Verständigung zwischen der Regierung und den einzelnen Regionalregierungen der kanadischen Provinzen. Damit erklärte Trudeau die innerkanadische Verständigung zur Chefsache.

Trudeaus Liberale Partei hatte bei der Wahl ihre absolute Mehrheit verloren und tritt nun eine Minderheitsregierung an. Besonders im Westen Kanadas hatte die Liberale Partei deutlich an Zuspruch verloren - die ölreichen west- und zentralkanadischen Provinzen hatten sich frustriert über Trudeaus Energie- und Klimapolitik gezeigt.

Der Ministerpräsident der westkanadischen Provinz Alberta, Jason Kenney, zeigte sich nach der Kabinettsverkündung zuversichtlich. Seine Regierung hoffe, "Übereinstimmungen" mit der Regierung Trudeaus zu finden - "um Jobs und Wachstum zu schaffen, auch durch verantwortungsvolle Entwicklung von Ressourcen, und Fairness in der kanadischen Föderation sicherzustellen".

Der Chef der Konservativen Partei, Andrew Scheer, der bei der Wahl gegen Trudeau verloren hatte, kritisierte das Kabinett dagegen als "aufgebläht".

mst/dpa

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