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Politik

Ex-Anwalt Michael Cohen

Abrechnung mit Trump im US-Kongress

Rassist, Hochstapler, Betrüger: Gegen einen amtierenden US-Präsidenten werden im Kongress Vorwürfe erhoben, wie es schlimmer kaum geht. Donald Trumps früherer Anwalt Michael Cohen sagt "die Wahrheit über Mr Trump" aus.

Foto: AP
Mittwoch, 27.02.2019   17:14 Uhr

Das Manuskript war schon vorher öffentlich geworden. Nun warf Michael Cohen, Donald Trumps langjähriger Anwalt, dem US-Präsidenten in einer Anhörung vor dem Repräsentantenhaus Rechtsverstöße und Lügen vor.

"Er ist ein Rassist. Er ist ein Hochstapler. Er ist ein Betrüger", sagte Cohen über den Präsidenten. "Ich schäme mich, dass ich dazu beigetragen habe, Herrn Trumps unerlaubte Handlungen zu verschleiern, statt auf mein Gewissen zu hören."

Das Manuskript der Aussage, die Cohen vom Blatt ablas, hatte das Magazin "Politico" bereits vorab veröffentlicht.

"Ich bin hier, um mich bei den amerikanischen Bürgern zu entschuldigen", sagt Cohen, und: "Ich bin heute hier, um die Wahrheit über Mister Trump zu erzählen."

Das sind Cohens Vorwürfe gegen Trump:

Cohen hatte mehr als zehn Jahre für Trump gearbeitet und ist eine zentrale Figur in mehreren Affären um den Präsidenten. Er begann 2006 bei der Trump-Organisation, zuletzt war er dort Vizepräsident. Der 52-Jährige wurde oft als Trumps "Ausputzer" beschrieben.

Inzwischen hat Cohen sich mit Trump überworfen, er kooperiert mit Sonderermittler Robert Mueller. Dieser untersucht, ob es bei den mutmaßlichen Versuchen russischer Einflussnahme auf den Präsidentschaftswahlkampf 2016 geheime Absprachen zwischen dem Trump-Lager und Vertretern Russlands gab.

Trump und das Weiße Haus bemühen sich seit Monaten, Cohen als Lügner darzustellen. Republikanische Mitglieder in dem Kongress-Ausschuss versuchten bei der Anhörung, Cohen als unglaubwürdigen und windigen Zeugen zu diskreditieren, ihm eigene Verfehlungen vorzuhalten und seine Aussage als gänzlich unbrauchbar darzustellen. Auch Trump selbst griff Cohen am Mittwoch erneut an: "Er lügt, um seine Gefängniszeit zu verringern", schrieb Trump auf Twitter.

mst/tin/AFP/dpa

insgesamt 76 Beiträge
Garum 27.02.2019
1. Leider nicht viel Neues
Hätte mir mehr erwartet, die meisten Sachen waren eh bekannt.
Hätte mir mehr erwartet, die meisten Sachen waren eh bekannt.
mateufel 27.02.2019
2. Text durcheinander
Können Sie bitte den Absatz "Von den Veröffentlichung gehackter E-Mails der Demokraten" korrigieren? Da geht's reichlich durcheinander. Gibt es keinen Lektor?
Können Sie bitte den Absatz "Von den Veröffentlichung gehackter E-Mails der Demokraten" korrigieren? Da geht's reichlich durcheinander. Gibt es keinen Lektor?
RalfHenrichs 27.02.2019
3. Kurz
Wer einmal lügt,... Und Cohen hat selbst eingestanden den Kongress und 100 oder 1000 mal die Öffentlichkeit belogen zu haben. Natürlich ist es möglich, dass er dieses Mal die Wahrheit sagt. Aber wer will das wissen? Daher eine [...]
Wer einmal lügt,... Und Cohen hat selbst eingestanden den Kongress und 100 oder 1000 mal die Öffentlichkeit belogen zu haben. Natürlich ist es möglich, dass er dieses Mal die Wahrheit sagt. Aber wer will das wissen? Daher eine völlig belanglose Einlassung. Sollte man schlicht ignorieren.
jueho47 27.02.2019
4.
"Trump selber hat übrigens 2013 damit geprahlt, sein IQ sei "einer der höchsten"" Diese Aussage ist einfach grandios. Wie muss man ticken, um sowas wirklich zu denken und dann auch noch zu behaupten? Aber [...]
"Trump selber hat übrigens 2013 damit geprahlt, sein IQ sei "einer der höchsten"" Diese Aussage ist einfach grandios. Wie muss man ticken, um sowas wirklich zu denken und dann auch noch zu behaupten? Aber vielleicht hat er Recht. Immerhin kann er die komplizierte Politik einer 320 Mio. Einwohner Demokratie auf Twitter erklären. GREAT. FANTASTIC!
dubsetter 27.02.2019
5. ehrlich...
.. gesagt erzählt der mann doch nicht neues über donald trump. leider werden auch diese aussagen nichts am status des präsidenten ändern. wie tief muss ein land gesunken sein, wenn man sich solche schlamschlachten [...]
.. gesagt erzählt der mann doch nicht neues über donald trump. leider werden auch diese aussagen nichts am status des präsidenten ändern. wie tief muss ein land gesunken sein, wenn man sich solche schlamschlachten öffentlich nun schon über monate liefert.

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