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Zahl der Krankentage wegen psychischer Probleme seit 2007 verdoppelt

Immer öfter melden sich Arbeitnehmer wegen psychischer Probleme krank. Die wirtschaftlichen Ausfallkosten haben sich in zehn Jahren verdreifacht.

DPA

Eine Frau mit Regenschirm in Hamburg (Symbolbild)

Mit
Dienstag, 26.03.2019   10:21 Uhr
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insgesamt 6 Beiträge
sandnetzwerk 26.03.2019
1. Arbeitsschutzkontrollen?
Sowas kann nur von Politikern kommen, die ihr Geld ohne jeglichen Leistungsdruck mit der Post bekommen. Für den sozialen Frieden und das Wohl der Arbeitnehmer wären verpflichtendere Tarifverträge für alle Arbeitnehmer und [...]
Sowas kann nur von Politikern kommen, die ihr Geld ohne jeglichen Leistungsdruck mit der Post bekommen. Für den sozialen Frieden und das Wohl der Arbeitnehmer wären verpflichtendere Tarifverträge für alle Arbeitnehmer und Gleichheit in Ost und West völlig ausreichend. Noch ein nicht funktionierendes Kontrollorgan braucht niemand.
HolmWolln 26.03.2019
2. Solange genug human resources nachwachsen...
kümmert das niemanden in diesem Land. Die negativen Konsequenzen aus diesem neoliberalen Dogma in der Politik tragen ja wir Bürger. Alle. Während die Profite sich bei Investoren häufen und die willfährigen [...]
kümmert das niemanden in diesem Land. Die negativen Konsequenzen aus diesem neoliberalen Dogma in der Politik tragen ja wir Bürger. Alle. Während die Profite sich bei Investoren häufen und die willfährigen Erfüllungsgehilfen in der Politik mit ihren - im Aufwand zu vernachlässigen, aber in der Entschädigung prosperierend - Posten in den Konzernen entlohnt werden. Kinder gehen wenigstens für ihre Zukunft auf die Strasse, während ihre zu reflexionslosen Jasagern erzogenen Eltern ihren Zweckdevotismus hegen und pflegen.
KlausMeucht 26.03.2019
3. Persönliche Eindrücke
---Zitat--- Immer öfter melden sich Arbeitnehmer wegen psychischer Probleme krank. Die wirtschaftlichen Ausfallkosten haben sich in zehn Jahren verdreifacht. ---Zitatende--- Ich empfinde diese Formulierung als extrem [...]
---Zitat--- Immer öfter melden sich Arbeitnehmer wegen psychischer Probleme krank. Die wirtschaftlichen Ausfallkosten haben sich in zehn Jahren verdreifacht. ---Zitatende--- Ich empfinde diese Formulierung als extrem unglücklich. Alls ob psychische Krankheiten erst dann wichtig wird, wenn es der Wirtschaft Kosten aufbürdet. Ein Rentner der psychisch erkrankt wird, gehört auch geholfen. Allerdings kann Statistik zu falschen Eindrücken führen. Vielleicht ist eine Erhöhung der Krankheitstage nur Ausdruck dass psychische Erkrankungen endlich ernster genommen werden. In diesem Fall hätte sich ja einiges verbessert. Persönlich habe ich aber den Eindruck dass der Druck zugenommen hat. Angst hat mir die Aussage einer Studentin gemacht. Sie meinte sie kennt keinen der glücklich in seiner Arbeit ist. Persönliche Eindrücke können aber täuschen. Mein persönslicher Eindruck ist dass immer dafür gearbeitet wird, damit die 0.1% der Reichen noch reicher wird und der Sinn vieler Arbeiten geht an das Allgemeinwohl vorbei.
michlauslöneberga 26.03.2019
4. Ich bin nicht sicher,
ob die psychischen Erkrankungen häufiger werden, ich nehme an, dass heute mehr darüber gesprochen wird und es somit kein Stigma mehr darstellt. Die heutige Generation 70 +, also die Jahrgänge die den Krieg entweder gar nicht, [...]
ob die psychischen Erkrankungen häufiger werden, ich nehme an, dass heute mehr darüber gesprochen wird und es somit kein Stigma mehr darstellt. Die heutige Generation 70 +, also die Jahrgänge die den Krieg entweder gar nicht, oder als Kinder erlebt haben, konnten und wollten mit diesem Thema vllt. noch nicht so viel anfangen, das ist heute anders, aber auch der individuelle Leistungsdruck ist heutzutage möglicherweise in der Breite höher. Ich habe einige jüngere Kollegen erlebt, die nach dem Studium nach ein paar Jahreen im Beruf das Gefühl hatten, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein, und das waren meist nicht die schlechtesten Mitarbeiter. Ich musste auch lernen mit diesem Thema umzugehen, wobei mich allerdings auch gestört hat, wie z. B. ein Burnout von manchen als eine Art Ritterschlag dargestellt wurde, wobei mir das dann doch durchaus etwas konstruiert vorgekommen ist.
beckalexbeck 26.03.2019
5. Arbeitsprozesse optimiert, Pausen reduziert
der Mensch funktioniert auf "verbesserte" bzw. optimierte Arbeitsprozesse. Zeit für einen Toilettengang, für menschliche Prozesse werden dank neoliberale Gründe, bzw. dem Motto Geiz ist geil, Gier, einfach [...]
der Mensch funktioniert auf "verbesserte" bzw. optimierte Arbeitsprozesse. Zeit für einen Toilettengang, für menschliche Prozesse werden dank neoliberale Gründe, bzw. dem Motto Geiz ist geil, Gier, einfach "wegrationalisiert" oder der menschliche Rhythmus wird dem der Maschinen angepasst oder dem Minutentakt des Umsatzes angepasst, damit genug Geld für den Eigentümer von Maschine und Arbeitgeber über bleibt. Siehe Pflegeminuten, siehe den Bandanschlag an den Kassen der Lebensmittelläden, wurde immer kürzer, damit auch der Kunde schnell die gekauften Lebensmittel vom Band räumt. Krank, das Menschliche macht der Gier platz. Überall wo man schaut ist der Arbeitsplatz vertieft, wo man früher Platz und Zeit für Kunden, Klienten hatte, hat man heute Zeit dafür, seinen Chef noch mehr Geld zu verdienen, denn dieser sitzt irgendwo im Garten, wo es schön ruhig ist, starrt auf seinen Bildschirm und beobachtet die Umsätze. Wo der Mensch jeine Zeit für WC Gang maehr hat, wo der Mensch immer mit der Uhr, der Stoppuhr im Nacken läuft, arbeitet und funktioniert, dort werden irgendwann seine Nerven kapitulieren......

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