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Politik

Nordirland

"Neue IRA" bekennt sich zu Tötung von Journalistin

Bei einem Angriff auf Polizisten im nordirischen Derry wurde am Donnerstag eine 29-jährige Journalistin erschossen. Nun zitiert eine Zeitung aus einem Bekennerschreiben der militanten Gruppe "Neue IRA".

Paul Faith / AFP

Tatort in Derry: Im Bekennerschreiben bittet die Gruppe die Angehörigen "aufrichtig um Entschuldigung"

Dienstag, 23.04.2019   07:13 Uhr

Die paramilitärische Gruppe "Neue IRA" hat sich zur Tötung der Journalistin Lyra McKee im nordirischen Derry bekannt. Die Reporterin sei "tragischerweise getötet" worden, als sie an der Seite "feindlicher Kräfte" (der Polizei) gestanden habe, zitierte die Zeitung "The Irish News" aus einer Erklärung der Splittergruppe. Die "Neue IRA" bitte die Angehörigen McKees "aufrichtig um Entschuldigung". Der Brief sei durch ein anerkanntes Kennwort verifiziert worden.

McKee war am Donnerstagabend am Rande von schweren Ausschreitungen im nordirischen Derry erschossen worden. Die Journalistin wurde nach Polizeiangaben getroffen, als ein Mann auf Polizisten schoss. Die Behörden gingen früh davon aus, dass die "Neue IRA" für die Tat verantwortlich sei. Die Gruppe hatte sich im März auch zu Paketbomben bekannt, die in London und Glasgow aufgetaucht waren. Sie lehnt das friedensstiftende Karfreitagsabkommen von 1998 ab und strebt einen Zusammenschluss Nordirlands mit Irland an.

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Nordirland: Tödliche Schüsse in Derry

Der gewaltsame Tod der 29-Jährigen weckte Erinnerungen an die düstersten Zeiten des Nordirland-Konflikts, bei dem rund 3500 Menschen getötet wurden. In der britischen Provinz hatten sich jahrzehntelang irisch-katholische Nationalisten und protestantische Loyalisten bekämpft.

Die Stadt Derry, von den Protestanten Londonderry genannt, war 1972 Schauplatz des "Bloody Sunday". Damals schossen britische Soldaten auf unbewaffnete Teilnehmer einer nicht genehmigten Demonstration. 14 Menschen wurden getötet.

cte/AFP/dpa

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