Rede vor der Uno
Obama fordert harte Entschlossenheit gegen IS
Mittwoch, 24.09.2014
16:15 Uhr
New York - US-Präsident Barack Obama hat vor der Uno-Generalversammlung für eine internationale Allianz gegen islamistischen Terrorismus geworben. Das brutale Vorgehen des "Islamischen Staates" (IS) in Syrien und im Irak unterscheide sich von bislang bekannten Formen des Extremismus: "In diesem Jahrhundert haben wir es mit einem tödlicheren und größeren Terrorismus zu tun, der eine der größten Religionen pervertiert."
Für den Kampf gegen den IS formulierte Obama in New York vier Ziele:
- Der "Islamische Staat" müsse zerstört werden, Verhandlungen mit den Dschihadisten schloss Obama kategorisch aus: "Die einzige Sprache, die sie verstehen, ist die Sprache der Stärke." Der IS sei ein "Netzwerk des Todes", hinter dem kein Gott stehe. Unter anderem sollen Geldströme an die Extremisten stillgelegt werden.
- Die Ideologie hinter dem IS müsse bekämpft werden. Vor allem solle "die Verführung junger Menschen zu dieser brutalen Ideologie" unterbunden werden, sagte Obama. Alle zivilisierten Völker sollten sich daher zusammenschließen.
- Außerdem müsse der Konflikt auf diplomatischem Wege angegangen werden. "Wichtig ist, dass wir eine breit angelegte Verhandlung in der ganzen Region anregen", sagte Obama. Nicht nur Syrien und der Irak, sondern viele Staaten des Nahen Ostens sollen dabei eingebunden werden. Obama kündigte auch an: "Amerika wird in der Region engagiert bleiben."
- Schließlich forderte Obama einen Einsatz für junge Menschen: "Die Länder der arabischen und muslimischen Welt müssen sich auf das großartigen Potenzial ihrer Völker konzentrieren - vor allem auf die Jugend", sagte er.
Obama gab sich in seiner Rede zudem selbstkritisch, auch die Vereinigten Staaten hätten keine vollends ideale Gesellschaftsform. Zudem sei in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig Geld in Entwicklungsländer investiert worden.
mxw
