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Politik

Um Festnahme zu entgehen

Ehemaliger peruanischer Präsident García schießt sich in den Kopf

Der frühere Präsident von Peru, Alan García, steht unter Korruptionsverdacht. Bevor er festgenommen werden konnte, hat er nun auf sich selbst geschossen. Er kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

Guadalupe Pardo/ REUTERS

Alan García, früherer Präsident von Peru

Mittwoch, 17.04.2019   16:44 Uhr

Kurz vor seiner Festnahme in Lima hat der peruanische Ex-Präsident Alan García versucht, sich das Leben zu nehmen. Der 69-Jährige habe sich in seinem Haus in den Kopf geschossen und werde derzeit in einer Klinik notoperiert, teilte sein Anwalt Erasmo Reyna mit.

Peru hatte wegen Korruptionsermittlungen ein Ausreiseverbot gegen den sozialdemokratischen Ex-Präsidenten verhängt. García war daraufhin im November in die Botschafterresidenz Uruguays in Lima geflüchtet, die er im Dezember aber wieder verließ.

Gegen García wird wegen des Verdachts der Annahme von Bestechungsgeldern ermittelt. Diese sollen von dem brasilianischen Baukonzern Odebrecht während seiner zweiten Amtszeit von 2006 bis 2011 gezahlt worden sein. Odebrecht hat eingeräumt, unter drei verschiedenen peruanischen Präsidenten 29 Millionen Dollar (25 Millionen Euro) Bestechungsgelder an Behördenvertreter gezahlt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft geht der Frage nach, ob Odebrecht im Zusammenhang mit dem Bau der ersten U-Bahn-Linie in Lima Schmiergelder gezahlt hat. García sieht sich als Opfer politischer Verfolgung. Er lebt eigentlich in Spanien und war für eine Zeugenaussage nach Peru gereist.

asc/AFP/Reuters

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