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Politik

Atomkonflikt

Bestätigung von Südkorea - Nordkoreas Rakete kann Washington erreichen

Die Angaben Pjöngjangs zur neuen Interkontinentalrakete scheinen nicht nur Propaganda zu sein. Auch laut der südkoreanischen Regierung könnte das nordkoreanische Regime nun Washington erreichen.

AP

TV-Bericht über Nordkoreas Raketentest in Seoul

Freitag, 01.12.2017   09:41 Uhr

Südkorea hat Angaben der nordkoreanischen Regierung bestätigt, wonach die Interkontinentalrakete Hwasong-15 Ziele in bis zu 13.000 Kilometern Entfernung treffen könnte. Pjöngjang hatte am Mittwoch verbreitet, dass damit nun "die gesamten Kontinental-USA" in Reichweite seien.

Das südkoreanische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien weitere Überprüfungen notwendig. Experten sind sich aber einig, dass die Hwasong-15 eine enorme Weiterentwicklung des nordkoreanischen Raketenarsenals ist.

Nordkorea hatte die Interkontinentalrakete am Mittwoch getestet. Machthaber Kim Jong Un erklärte, der Test habe seinem Land geholfen, den Status einer Atommacht zu erreichen.

International wurde die neue Provokation verurteilt. Die US-Regierung forderte alle Länder auf, sämtliche diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen mit Nordkorea zu beenden. Die Bundesregierung zog einen Diplomaten aus Pjöngjang ab und forderte Nordkorea auf, Personal aus der Botschaft in Berlin nach Hause zu holen.

Endlich Verständlich - Alle Fakten zu Nordkorea

cte/AP/Reuters

insgesamt 43 Beiträge
Ein_denkender_Querulant 01.12.2017
1. Verteidigungsmassnahme
Nordkorea lebt mit dem Problem, dass es aus ideologischen Gründen durch die USA ausradiert werden soll. Schon im Koreakrieg wollten die USA Nordkorea dem Erdboden gleich machen, hier ist es gut zusammengefasst "...Bereits [...]
Nordkorea lebt mit dem Problem, dass es aus ideologischen Gründen durch die USA ausradiert werden soll. Schon im Koreakrieg wollten die USA Nordkorea dem Erdboden gleich machen, hier ist es gut zusammengefasst "...Bereits im April 1951 ließ der US-Präsident die nächsten Schritte einleiten. Er erlaubte es, neun Atombomben durch die Air Force nach Okinawa zu transportieren. Zudem authorisierte er die Stationierung von B-29-Bombern in der japanischen Stadt, welche in der Lage waren, die Atombomben zu transportieren und abzuwerfen. ..." https://www.contra-magazin.com/2017/10/koreakrieg-die-usa-wollten-atombomben-ueber-nordkorea-und-china-abwerfen/ Wie soll man als Staat überleben, wenn die größte Wirtschaftsmacht mit allen Mitteln gegen einen Staat kämpft? In Kuba waren die Auswirkungen ähnlich. Ob ein Staat nun unseren Werten entspricht ist nicht das Thema. Natürlich ist das Leben in Nordkorea nur mit dem Wort erbärmlich zusammen zu fassen. Politische Veränderungen müssen von innen getragen werden, nicht von außen. Nordkorea kann sich jetzt verteidigen. Die Waffen sind zwar noch rudimentär, ein gezielter Wiedereintritt in die Atmosphäre ist nicht möglich, es reicht aber völlig, in 100km Höhe die Atombomben zu zünden, um die USA ohne einen direkten Todesfall in die vorindustrielle Zeit zurückzubomben. Durch einen EMP würde jeder Rechner, jede Steuerung und jeder Chip im Land versagen. Damit bricht die gesamte Infrastruktur und Fertigung zusammen. Man sollte sich also gut überlegen, ob man Nordkorea im Erstschlag vernichten will. Aber jetzt kann auf Augenhöhe verhandelt werden. bisher wollten die USA Nordkorea mit der Macht ihres Militärapperates, dessen Stärke Trump immer wieder betont, kontrollieren. Der Sicherheitsrat der UN ist solange eine Farce, wie einzelne Länder ein Vetorecht haben. Ich hoffe weiterhin auf friedliche Lösungen.
steve_burnside 01.12.2017
2. War ja klar.
War ja klar, dass es irgendwann soweit sein wird, wenn man nichts dagegen tut. Wären die Amis mal früher gegen Nordkorea vorgegangen. Wenn Washington nun wirklich erreichbar ist für die Raketen, dann ist es jetzt wohl zu spät.
War ja klar, dass es irgendwann soweit sein wird, wenn man nichts dagegen tut. Wären die Amis mal früher gegen Nordkorea vorgegangen. Wenn Washington nun wirklich erreichbar ist für die Raketen, dann ist es jetzt wohl zu spät.
JaguarCat 01.12.2017
3. Immer schneller
Seitdem Trump an der Macht ist, geht es mit dem nordkoreanischen Atomraketenprogramm immer schneller vorwärts. Vor knapp drei Monaten wurde erstmalig erfolgreich eine Wasserstoffbombe gezündet, jetzt kommt eine [...]
Seitdem Trump an der Macht ist, geht es mit dem nordkoreanischen Atomraketenprogramm immer schneller vorwärts. Vor knapp drei Monaten wurde erstmalig erfolgreich eine Wasserstoffbombe gezündet, jetzt kommt eine Interkontinentalrakete dazu, die von Nordkorea aus fast jeden Punkt der Erde treffen kann, nur Südamerika darf sich noch sicher fühlen. Nun ja, offensichtlich verfehlt das Gepoltere Trumps seine Wirkung nicht, es schweißt die Generäle, Forscher und Ingenieure in Nordkorea zusammen und treibt sie zu neuen Spitzenleistungen an. Was könnte man tun? Nun, erstens sollten die USA endlich eine Nichtangriffsgarantie für Nordkorea abgeben, so lange es sich friedlich verhält, also niemanden angreift. Und dann sollten sie Handel mit Öl, Kohle, Düngemittel und anderen lebenswichtigen Roh- und Hilfsstoffen wieder zulassen. NUR so kehrt Frieden ein. Je mehr Sanktionen und Drohungen die USA hingegen aussprechen, desto mehr wird Nordkorea testen. Es ist so einfach.
monolithos 01.12.2017
4. Warum Washington
Was wollen die Nordkoreaner denn in Washington angreifen? Microsoft? Seattle? Gehen wir mal von Washington, D.C. (!) als lohnenswertem Ziel aus: Eine ballistische Rakete flöge dann über China, Russland und weite Teile Kanadas [...]
Was wollen die Nordkoreaner denn in Washington angreifen? Microsoft? Seattle? Gehen wir mal von Washington, D.C. (!) als lohnenswertem Ziel aus: Eine ballistische Rakete flöge dann über China, Russland und weite Teile Kanadas und etwas an Alaska vorbei. Da sollte es doch genügend Abfangmöglichkeiten geben.
almeo 01.12.2017
5.
Man liest es ja regelmäßig unter Artikeln zur Nordkorea, aber daraus wird es nicht wahrer - Nordkorea ist bei weitem hier kein armes Opfer, dass sich verzweifelt mit allen Mitteln zu wehren versucht. Auch sollte man die [...]
Zitat von Ein_denkender_QuerulantNordkorea lebt mit dem Problem, dass es aus ideologischen Gründen durch die USA ausradiert werden soll. Schon im Koreakrieg wollten die USA Nordkorea dem Erdboden gleich machen, hier ist es gut zusammengefasst "...Bereits im April 1951 ließ der US-Präsident die nächsten Schritte einleiten. Er erlaubte es, neun Atombomben durch die Air Force nach Okinawa zu transportieren. Zudem authorisierte er die Stationierung von B-29-Bombern in der japanischen Stadt, welche in der Lage waren, die Atombomben zu transportieren und abzuwerfen. ..." https://www.contra-magazin.com/2017/10/koreakrieg-die-usa-wollten-atombomben-ueber-nordkorea-und-china-abwerfen/ Wie soll man als Staat überleben, wenn die größte Wirtschaftsmacht mit allen Mitteln gegen einen Staat kämpft? In Kuba waren die Auswirkungen ähnlich. Ob ein Staat nun unseren Werten entspricht ist nicht das Thema. Natürlich ist das Leben in Nordkorea nur mit dem Wort erbärmlich zusammen zu fassen. Politische Veränderungen müssen von innen getragen werden, nicht von außen. Nordkorea kann sich jetzt verteidigen. Die Waffen sind zwar noch rudimentär, ein gezielter Wiedereintritt in die Atmosphäre ist nicht möglich, es reicht aber völlig, in 100km Höhe die Atombomben zu zünden, um die USA ohne einen direkten Todesfall in die vorindustrielle Zeit zurückzubomben. Durch einen EMP würde jeder Rechner, jede Steuerung und jeder Chip im Land versagen. Damit bricht die gesamte Infrastruktur und Fertigung zusammen. Man sollte sich also gut überlegen, ob man Nordkorea im Erstschlag vernichten will. Aber jetzt kann auf Augenhöhe verhandelt werden. bisher wollten die USA Nordkorea mit der Macht ihres Militärapperates, dessen Stärke Trump immer wieder betont, kontrollieren. Der Sicherheitsrat der UN ist solange eine Farce, wie einzelne Länder ein Vetorecht haben. Ich hoffe weiterhin auf friedliche Lösungen.
Man liest es ja regelmäßig unter Artikeln zur Nordkorea, aber daraus wird es nicht wahrer - Nordkorea ist bei weitem hier kein armes Opfer, dass sich verzweifelt mit allen Mitteln zu wehren versucht. Auch sollte man die Drohnung von Kernwaffeneinsätzen aus den 50ern mal nicht überbewerten. Niemand wusste damals um die Langzeitfolgen und nach Japan war man über einige Jahre schlicht der Meinung, dass Kernwaffen ein legitimes Mittel sind, um Konflikte schnell zu beenden. Das dürfte heute auch ganz anders aussehen. Ich bin bei Leibe kein Freund der Regierung Trump, aber der Aufbau eines Interkontinentalen Atomwaffenarsenals durch einen so instabilen Staat wie Nordkorea ist schlicht eine Bedrohung, und diese wird man nicht damit lösen, den Amerikanern den Schwarzen Peter in der Geschichte zuzuschieben.

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Nord- und Südkorea

Nordkorea und Kim Jong Il
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Am 9. September 1948 rief der kommunistische Politiker Kim Il Sung im Norden die Demokratische Volksrepublik Korea aus. Sie entwickelte sich, zunächst in enger Anlehnung an die Sowjetunion, zu einer kommunistischen Volksrepublik. 1998 wurde dessen Sohn Kim Jong Il Regierungschef. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush bezeichnete Nordkorea zusammen mit Iran und dem Irak als "Achse des Bösen" , die aufrüstet, um den Frieden der Welt zu bedrohen.
Die Teilung Koreas
Seit 1910 war Korea eine japanische Kolonie. Nach der Niederlage Japans 1945 rückten sowjetische Truppen im Norden und US-amerikanische Truppen im Süden des Landes vor und trafen sich am 38. Breitengrad. Die Vereinbarungen der Alliierten über die Bildung einer provisorischen Regierung und die Abhaltung freier Wahlen in ganz Korea konnten nicht verwirklicht werden, da sich die UdSSR widersetzte. Im September 1948 wurde in Nordkorea die Volksdemokratische Republik Korea ausgerufen; Südkorea (Republik Korea) gab sich im Juli 1948 eine Verfassung.
Korea-Krieg
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Am 25. Juni 1950 begann die militärische Auseinandersetzung zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) mit Unterstützung der Volksrepublik China und der Republik Korea (Südkorea), die von Uno-Truppen unter Führung der USA unterstützt wurde. Der Krieg endete mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens von Panmunjom am 27. Juli 1953, das die Teilung am 38. Breitengrad zementierte.
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Militär in Nord- und Südkorea

Nordkorea Südkorea
Truppenstärke insgesamt 1.106.000 687.000
darunter Heer 950.000 560.000
Marine 46.000 68.000
Luftwaffe 110.000 64.000
Reservisten 4.700.000 4.500.000
Kampfpanzer 3.500 2.750
Artilleriegeschütze 17.900 10.774
Boden-Boden-Raketen 64 12
einsatzbereite Kampfflugzeuge 620 490
darunter Jagdflugzeuge 388 467
Bomber 80 -
Kriegsschiffe 8 47
darunter Zerstörer - 10
Fregatten 3 9
Korvetten 5 28
taktische U-Boote 63 13
kleinere Küstenwachboote 329 76

(Quelle: International Institute for Strategic Studies (IISS, London)

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