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Politik

Sicherheitsbedenken

USA stellen Flugverkehr mit Venezuela ein

Zwischen den USA und Venezuela sollen künftig weder Passagier- noch Frachtmaschinen verkehren. Laut dem amerikanischen Verkehrsministerium gebe es Sorgen um die Sicherheit von Reisenden und Personal.

Brendan Smialowski/ AFP

American-Airlines-Maschine im Landeanflug in Arlington

Donnerstag, 16.05.2019   03:04 Uhr

Das amerikanische Verkehrsministerium hat den Luftverkehr mit Venezuela eingestellt. Es gebe in dem südamerikanischen Land Unruhen auch in der Nähe von Flughäfen - die Sicherheit der Crews sei womöglich nicht mehr gewährleistet, hieß es in einer Erklärung.

Verkehrsministerin Elaine Chao sagte, sie sei mit dem Schritt einer Empfehlung des US-Heimatschutzministeriums gefolgt. Es habe festgestellt, dass die derzeitige Lage in Venezuela die Sicherheit von Passagieren und Luftfahrtpersonal bedrohe, die "in dieses oder aus diesem Land reisen".

Eingestellt werden nun sowohl Passagier- als auch Frachtflüge. Kommerzielle Passagier-Direktflüge von den USA nach Venezuela werden derzeit aber ohnehin nicht angeboten; Verbindungen existieren nur über Drittländer wie beispielsweise Panama.

Die US-Regierung hat im erbitterten Machtkampf in Venezuela Stellung gegen den umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro bezogen. Wie rund 50 weitere Länder haben die Vereinigten Staaten den Oppositionsführer und selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó anerkannt. Maduro kann bislang auf die Unterstützung großer Teile der Armee sowie Kubas und Russlands zählen.

Von Opposition dominiertes Parlament kann wieder tagen

Am Dienstag hatten Sicherheitskräfte das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Caracas abgeriegelt. Abgeordnete der Opposition wurden nach eigenen Angaben von der Nationalgarde und vom Inlandsgeheimdienst Sebin am Betreten des Gebäudes gehindert.

Am Mittwoch nun kam das von der Opposition dominierte Parlament wieder zu einer Sitzung zusammen: "Wir tagen wieder", sagte Parlamentspräsident Guaidó. Um aus der Krise herauszukommen, müssten die Menschen in Venezuela "kämpfen und weitermachen", sagte er. "Und hier ist Ihr Parlament, um Sie zu begleiten und Sie aus dieser Krise herauszuholen."

aar/dpa/AFP

insgesamt 4 Beiträge
nurEinGast 16.05.2019
1.
ich vermute mal, man will damit einfach nur Reisende vor venezolanischen Massenvernichtungswaffen schützen. Dass es diese gibt, werden amerikanische Geheimdienste sicher bald glaubhaft beweisen können. Trumjp isses also nur um [...]
ich vermute mal, man will damit einfach nur Reisende vor venezolanischen Massenvernichtungswaffen schützen. Dass es diese gibt, werden amerikanische Geheimdienste sicher bald glaubhaft beweisen können. Trumjp isses also nur um das Wohlergehen der Passagiere gelegen, bravo!
undercover_2.0 16.05.2019
2. Unfassbar
Ich finde es unverschämt, was die USA und die "rund 50 weitere[n] Länder" sich erlauben. Wie paradox ist das denn bitteschön einerseits zu behaupten, die Demokratie in den mittleren Osten gebracht zu haben, aber auf [...]
Ich finde es unverschämt, was die USA und die "rund 50 weitere[n] Länder" sich erlauben. Wie paradox ist das denn bitteschön einerseits zu behaupten, die Demokratie in den mittleren Osten gebracht zu haben, aber auf der anderen Seite in Venezuela sich gegen den vom Volk demokratisch gewählten Präsidenten zu stellen und einen Putsch (!!!) - das ist wohlgemerkt das schlimmste, was der Demokratie nur passieren kann - zu unterstützen. Unfassbar!
ForistGump2 16.05.2019
3. Die exakte Blaupause zu Chile...
Die Bevölkerung eines Landes durch wirtschaftliche Sanktionen so lange strangulieren, bis eine Marionette der USA installiert ist.
Die Bevölkerung eines Landes durch wirtschaftliche Sanktionen so lange strangulieren, bis eine Marionette der USA installiert ist.
Idinger 17.05.2019
4. Fairerweise
sollten Sie Ihren Hinweis, bei Maduro handele es sich um "den vom Volk demokratisch gewählten Präsidenten", als Ironie kennzeichnen. Sonst würden die wenigen Foristen in den Venezuela-Foren, die noch an das Gute [...]
Zitat von undercover_2.0Ich finde es unverschämt, was die USA und die "rund 50 weitere[n] Länder" sich erlauben. Wie paradox ist das denn bitteschön einerseits zu behaupten, die Demokratie in den mittleren Osten gebracht zu haben, aber auf der anderen Seite in Venezuela sich gegen den vom Volk demokratisch gewählten Präsidenten zu stellen und einen Putsch (!!!) - das ist wohlgemerkt das schlimmste, was der Demokratie nur passieren kann - zu unterstützen. Unfassbar!
sollten Sie Ihren Hinweis, bei Maduro handele es sich um "den vom Volk demokratisch gewählten Präsidenten", als Ironie kennzeichnen. Sonst würden die wenigen Foristen in den Venezuela-Foren, die noch an das Gute im Menschen glauben, völlig verwirrt.

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