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Politik

Nachfolge von Katarina Barley

SPD-Politikerin Lambrecht soll Justizministerin werden

Die SPD hat eine Nachfolgerin für Katarina Barley gefunden: Die bisherige parlamentarische Staatssekretärin Christine Lambrecht soll neue Justizministerin werden.

Christoph Soeder/ DPA

Vom Finanz- ins Justizministerium: Christine Lambrecht (SPD)

Mittwoch, 19.06.2019   17:05 Uhr

Christine Lambrecht soll Bundesjustizministerin werden. Die parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium wird das Amt zum 1. Juli übernehmen.

Lambrecht wurde von der SPD für die Nachfolge von Katarina Barley vorgeschlagen, die ins Europaparlament wechselt und nach der Europawahl um ihre Entlassung gebeten hatte. Barley wird Anfang Juli nach Brüssel wechseln. (Lesen Sie hier ein Porträt.)

Kay Nietfeld/ DPA

Katarina Barley wechselt nach Brüssel

Die Sozialdemokraten haben laut Koalitionsvertrag das Vorschlagsrecht für das Justizressort.

"Ausgewogenheit zwischen Freiheit und Sicherheit"

Der kommissarische SPD-Chef Torsten Schäfer-Gümbel strich Lambrechts Sachverstand in der Innen- und Rechtspolitik heraus. "Es gibt praktisch kein rechtspolitisches Feld, in dem sie sich nicht auskennt", sagte er.

Lambrecht ist Rechtsanwältin und sitzt seit 1998 im Bundestag. Sie war hier unter anderem Mitglied im Rechtsausschuss, Fraktionsvize und parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion. Seit März 2018 ist sie parlamentarische Staatssekretärin bei Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Lambrecht wurde im baden-württembergischen Mannheim geboren. Sie gehört dem hessischen SPD-Landesverband an.

Das Justizressort sei ganz besonders, sagte Lambrecht. Es sei aktueller denn je, den Rechtsstaat zu verteidigen. Sie habe erst am Morgen von ihrer geplanten Nominierung erfahren. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit werde sein, "Ausgewogenheit zwischen Freiheit und Sicherheit zu gewährleisten".

Der Fahrplan der SPD für die Barley-Nachfolge war nach dem überraschenden Rücktritt von Parteichefin Andrea Nahles ins Wanken geraten. Wochenlang blieb die Personalie deshalb offen. Lambrecht, die am Mittwoch 54 Jahre alt wurde, gehörte bisher nicht zum Favoritenkreis.

als/dpa

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