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Politik

Podcast "Stimmenfang"

Die neuen Protestwähler

Sie liken Rezo und protestieren gegen Klimasünder. Bei der Europawahl hat die Generation YouTube den Volksparteien einen Denkzettel verpasst. Warum, erzählen drei wütende Jungwähler im Podcast.

Von und
Donnerstag, 13.06.2019   16:36 Uhr

Stimmenfang #102 - Die neuen Protestwähler: Warum die Jugend den alten Parteien wegläuft

"Ich bin Protestwähler", das sagt Stimmenfang-Hörer Max über sich selbst. Er hat sich unter anderem von Rezos YouTube-Video bei seiner Europawahl-Entscheidung beeinflussen lassen. Wer sind diese neuen, überwiegend jungen Protestwähler? Wie sehr haben Klimaschutz-Bewegung, der Streit um Uploadfilter und schließlich Rezos Video ihr Bild von Parteien erschüttert? Darum geht es in dieser Folge von Stimmenfang.

Im Podcast kommen Streikende bei Fridays for Future zu Wort, die sich über jene Politiker ärgern, die den Schülern empfohlen haben, mal lieber wieder brav zur Schule zu gehen. Außerdem erklärt Datenredakteur Holger Dambeck, welche Auswirkungen die Wut der Jungen bei der Europawahl wirklich hatte.

Der Podcast als Text zum Lesen

Sie wollen lesen, was im Podcast gesagt wird? Dann sind Sie hier richtig.
Das vollständige Transkript

[00:00:02] Sandra Sperber Willkommen zu "Stimmenfang", dem Politik-Podcast von SPIEGEL ONLINE. Ich bin Sandra Sperber.

[00:00:10] Max Ich bin Protestwähler und meine Stimme ging leider an Martin Sonneborn und Nico Semsrott von der Partei "Die Partei".

[00:00:18] Sandra Sperber Das sagt "Stimmenfang"-Hörer Max. Er ist einer der Wähler, die sich von Rezos YouTube-Video bei ihrer Europawahl-Entscheidung haben beeinflussen lassen.

[00:00:29] Rezo Wählt bitte nicht die SPD, wählt bitte nicht die CDU, wählt bitte nicht die CSU.

[00:00:35] Sandra Sperber Wer sind diese neuen, überwiegend jungen Protestwähler? Wie sehr haben Klimaschutz-Bewegungen, der Streit um Upload-Filter und schließlich Rezos Video ihr Bild von Parteien erschüttert? Darum geht es in dieser Folge von "Stimmenfang". Ich habe dafür mit den Streikenden bei "Fridays for Future" gesprochen, die sich über jene Politiker ärgern, die den Schülern empfohlen haben, mal lieber wieder brav zur Schule zu gehen.

[00:01:00] Demonstrantin Ich fand das ein bisschen respektlos uns gegenüber. Man sollte auch Kindern Respekt erweisen. Ich bin durch "Fridays for Future" auf die Politik gekommen.

[00:01:09] Sandra Sperber Welche Auswirkungen diese Wut der Jungen bei der Europawahl wirklich hatte, das hat mein Kollege Holger Dambeck ausgerechnet.

[00:01:16] Holger Dambeck Bei den Grünen ein Plus von ungefähr 4 Prozent und bei den anderen hat sich nicht so viel getan.

[00:01:21] Sandra Sperber Wir wollen in dieser Episode genauer auf die Zahlen und den sogenannten Rezo-Effekt schauen. Aber zunächst möchte ich Ihnen den jungen Mann vorstellen, der sich selbst als Protestwähler beschreibt und der uns eine Woche vor der Europawahl einen YouTube-Link gemailt hat. So habe ich von Rezo und seinem Video zum allerersten Mal gehört. Max ist 25 Jahre alt und ich habe ihn per Skype angerufen. Max studiert zurzeit in Paderborn, hört unseren Podcast und er gehört wohl zu den Menschen, die meine Kollegen auf dem Titelbild des SPIEGEL kürzlich als "Generation YouTube" bezeichnet haben. Hallo, hier ist Sandra.

[00:02:01] Max Hi.

[00:02:01] Sandra Sperber Hi. Ja, ich habe noch mal nachrecherchiert. Rezo hat das Video am Samstag gegen 19 Uhr veröffentlicht und Sie haben uns noch in derselben Nacht eine Mail geschrieben, also noch ganz weit, bevor die ganzen Medien das aufgegriffen haben und das auf einmal ein ganz großes Thema war. Ich habe dann am nächsten Morgen mal darauf geklickt. Ich glaube, da hatte es so 300.000 Views. Was hat Sie da so an dem Video gepackt, dass sie gedacht haben: Das ist etwas, was ich teilen muss, das ist so interessant, dass Sie aktiv geworden sind?

[00:02:30] Max Meine persönliche Meinung war, dass jemand diesem - nennen wir es mal Kommentar, das zusammengefasst hat, was, glaube ich, viele Menschen, ich nenne es jetzt einfach mal junge Menschen, über Politik denken, wenn es um die Klimakrise geht oder Klimawandel, je nachdem, wie man es jetzt benennen möchte. Es wurde so von Rezo nichts Neues gesagt. Die Informationen hatten Menschen schon, bloß sie haben sie anders wahrgenommen oder nicht intensiv wahrgenommen. Durch das Video mit den ganzen anderen Punkten und auch mit dem Sündenbock der CDU/CSU in Verbindung, das hat es für mich dann einfach auf ein neues Level gehoben.

[00:03:05] Sandra Sperber Bei Max hat Rezo also sofort einen Nerv getroffen. Er war bislang eigentlich kein Abonnent, also Fan, des YouTubers, der vor allem für Musik- und Comedy-Videos bekannt ist. Durch eine Empfehlung auf einem anderen YouTube-Kanal ist Max auf das Video gestoßen, das dann anschließend innerhalb weniger Tage zum viralen Erfolg geworden ist.

[00:03:25] Rezo Ich werde in diesem Video zeigen, wie CDU-Leute lügen, wie ihnen grundsätzliche Kompetenzen für ihren Job fehlen, wie sie gegen deutliche Expertenmeinung Politik machen.

[00:03:34] Sandra Sperber Diejenigen, die den knapp einstündigen Clip gesehen haben, können an dieser Stelle jetzt anderthalb Minuten vorspulen. Für alle anderen fasse ich Rezos Aussagen hier einmal kurz zusammen.

[00:03:45] Rezo Ihr wisst, wenn ich so ein Video mache, mache ich es ordentlich. Nächstes Wochenende sind ja die EU-Wahlen.

[00:03:50] Sandra Sperber Unter dem Titel "Die Zerstörung der CDU" erhebt der 26-Jährige schwere Vorwürfe gegen die Unionsparteien. Es geht zum Beispiel um Wirtschafts- und Sozialpolitik.

[00:03:59] Rezo Das heißt, in Deutschland wird immer noch großgeschrieben, dass wenn dein Vater reich ist, dann wirst du halt auch reich. Aber ey, CDU: eine Partei für alle Schichten.

[00:04:07] Sandra Sperber Auch das Thema Klimapolitik geht er mit einer Mischung aus Erklärungen, Experten-Zitaten und Polemik an.

[00:04:14] Rezo Die Wissenschaft hat ganz viele Lösungsmöglichkeiten in petto und die CDU und SPD, die müssten eigentlich nur das umsetzen, was die Wissenschaftler sagen. Ist doch nice. Ja, das Ding ist: machen sie nicht.

[00:04:27] Sandra Sperber Rezo spricht außerdem über US-Militäreinsätze und das transatlantische Verhältnis. In dem Punkt ist unser Hörer Max teils anderer Meinung. Aber spätestens beim letzten Teil des Videos, der Kritik an der EU-Urheberrechtsreform - Stichwort Upload-Filter - ist Max wieder voll bei Rezo.

[00:04:46] Rezo Es ist schon auffällig, wie Proteste und Argumente einfach nicht ernst genommen wurden, sondern stattdessen mit Respektlosigkeiten kleingeredet wurden. Ihr sagt doch immer, dass die jungen Leute mehr Politik machen sollen. Ja, dann kommt doch damit klar, wenn die jungen Leute eure Politik scheiße finden.

[00:04:59] Sandra Sperber Nach seiner Kritik im Video gibt der YouTuber schließlich eine Wahlempfehlung gegen die GroKo-Parteien.

[00:05:05] Rezo Eins kann ich beantworten: Wählt man CDU, CSU oder SPD, gibt es keinen Grund für irgendwen, etwas zu verändern. Wählt man die AfD, trägt man sogar noch mehr zur Zerstörung unseres Planeten bei.

[00:05:17] Sandra Sperber Max hat sich überzeugen lassen, obwohl er eigentlich SPD-Anhänger ist.

[00:05:22] Max Ich denke, eine sozialdemokratische Politik im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft, wie wir sie in Deutschland haben, ist wichtig und richtig. Ich habe mehrfach überlegt, mal in die SPD einzutreten, aber während des Entscheidungsprozesses [sind] leider immer mal wieder einige Böcke seitens der SPD dazwischengekommen, die mich dann zum Umdenken gebracht haben.

[00:05:43] Sandra Sperber Zum Beispiel?

[00:05:44] Max Jetzt das aktuellste ist gewesen mit der Urheberrechtsdebatte auf EU-Ebene. Da war ich inspiriert von dem EU-Abgeordneten Tiemo Wölken.

[00:05:54] Sandra Sperber Muss ich kurz einhaken. Für alle, die ihn nicht kennen: Das ist ein, ich würde sagen, noch vergleichweise junger Europaabgeordneter der SPD, der relativ aktiv ist in den sozialen Medien.

[00:06:04] Max Ja, der einfach sehr viel gegen die Urheberrechtsreform in ihrer aktuellen Form damals gearbeitet hat und gescheitert ist es dann bei mir [da]mit, dass die SPD unter Katarina Barley im Ministerrat sich doch dafür entschieden hat, der Urheberrechtsreform zuzustimmen, anstatt wie es im Koalitionsvertrag gesagt worden ist: Wir lehnen Upload-Filter zum Filtern von Content ab oder so ähnlich.

[00:06:30] Sandra Sperber Die Große Koalition hat damit die Wut der YouTube-Szene und vor allem zehntausender junger Wähler in Kauf genommen. Europaweit hatten zuvor Ende März geschätzt knapp 200.000 Menschen gegen die Reform demonstriert.

[00:06:51] Demonstrant Ja zum Urheberrecht, aber nein zu Artikel 13.

[00:06:52] Sandra Sperber Während die SPD um eine passende Antwort gerungen hat, waren es vor allem Politiker von CDU und CSU, die äußerst gereizt auf die Proteste reagiert haben. Junge Wähler wie Max fühlten sich also erst nicht gehört und dann auch noch nicht ernst genommen.

[00:07:05] Max Leider haben die Parteien sehr viel dazu beigetragen, Öl ins Feuer zu gießen. Vor allem seitens konservativer Parteien.

[00:07:14] Sandra Sperber Da war beispielsweise ein Tweet der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, in dem es heißt: "Wenn amerikanische Konzerne mit massivem Einsatz von Desinformationen und gekauften Demonstranten versuchen, Gesetze zu verhindern, ist unsere Demokratie bedroht.

[00:07:31] Auch wenn ich Politiker und ihre Arbeit in der Regel respektiere, aber es war einfach, auf gut Deutsch gesagt, ein Schlag in die Fresse. Hier wurde einfach im Endeffekt eine ganze Generation oder eine ganze interessierte Gruppe an Menschen abgeschmettert mit einer, im Endeffekt mit einer Beleidigung, die weder Hand noch Fuß hat.

[00:07:48] Sandra Sperber Auch wenn Wähler unter 30 so wie Max nur eine vergleichsweise kleine Gruppe in Deutschland ausmachen, scheint dieser Ärger für die Union bei der Europawahl zu Verlusten geführt zu haben. Das hat mein Kollege Holger Dambeck aus dem Datenteam von SPIEGEL ONLINE herausgefunden. Hallo Holger.

[00:08:03] Holger Dambeck Ja, hallo.

[00:08:04] Sandra Sperber Er hat die Umfragewerte der letzten Monate genauer untersucht. Erklär' noch mal, wie bist du genau vorgegangen? Welche Zahlen hast du dir angeschaut?

[00:08:13] Holger Dambeck Ich habe mir Zahlen angeschaut, die ganz normale Sonntagsfrage von Civey im Zeitverlauf.

[00:08:18] Sandra Sperber Muss man ganz kurz erklären: Civey ist ein Meinungsforschungsinstitut, das Online-Umfragen durchführt, mit dem wir bei SPIEGEL ONLINE zusammenarbeiten.

[00:08:25] Holger Dambeck Genau. Und ich habe mir auch andere Umfragen angeschaut, zum Beispiel von Forsa, die ja auch relativ regelmäßig die Sonntagsfrage stellen. Und ich wollte erst mal sehen, wie haben sich die Stimmen so im Lauf der letzten Wochen, Monate entwickelt? Also der Gesamtbundestrend und da kann man schon mal sehen, dass die CDU nach der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Vorsitzenden im Dezember 2018, dass sie da deutlich zugelegt hat, so um drei, vier, fünf Prozentpunkte. Bis Mitte März hat sie immer mehr zugelegt und bei den Grünen ging es eher andersherum. Die haben in diesem Zeitraum verloren und dann ab Mitte März ging's für die CDU nach unten und für die Grünen nach oben. Ganz langsam, aber eben stetig. Das ist erst mal eine Sache, die mich schon ein bisschen erstaunt hat, aber andererseits ist es auch für mich ein Indiz dafür, dass diese Proteste, "Fridays for Future", über die ja dann immer mehr diskutiert wurde und auch Urheberrechtsreform, Artikel 13, Upload-Filter, dass all das da zu Verschiebungen geführt hat.

[00:09:30] Sandra Sperber Ab Mitte März rutscht die Union bei der Frage "Wen würden Sie bei der nächsten Bundestagswahl wählen?" von fast 32 Prozent langsam ab. Zeitgleich zu dieser Trendwende wächst der Widerstand gegen die Urheberrechtsreform und am 15. März ruft die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" zum weltweiten Protest auf. In Deutschland gehen Hunderttausende auf die Straße.

[00:09:58] Demonstranten Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.

[00:09:58] Sandra Sperber Heute kämen CDU und CSU laut Umfragen nur noch auf rund 28 Prozent bei einer Bundestagswahl.

[00:10:04] Holger Dambeck Das sind natürlich von Tag zu Tag kleine Änderungen, die immer auch auf einem Fehler beruhen können, aber wenn man es dann eben über mehrere Wochen anschaut und der Rückgang dann bei drei, vier Prozent ist, dann ist das eben im Bereich, wo man außerhalb des Fehlers ist. Da kann man sagen, da hat es auf jeden Fall ein Rückgang gegeben oder eine Zunahme bei den Grünen. Das ist der ganz generelle Trend...

[00:10:25] Sandra Sperber Bei allen Wähleraltern?

[00:10:27] Holger Dambeck Bei allen Wählern.

[00:10:27] Sandra Sperber Ob Urheberrecht oder Klimaschutz, die Demonstrationen haben offenbar bei allen Wählergruppen etwas in Bewegung gebracht. Die Frage ist, welche Schlüsse die Parteien langfristig daraus ziehen. Die jungen Klimaaktivisten jedenfalls wollen so schnell nicht aufgeben. Das zeigen sie jeden Freitag vor dem Bundeswirtschaftsministerium, wo sich die "Fridays for Future"-Bewegung in der Hauptstadt trifft.

[00:10:49] Demonstranten People got the power. Tell me can you feel it? Getting stronger by the hour.

[00:10:58] Sandra Sperber Gegen 12 Uhr treffen sich hier einige hundert Schüler, Studenten und ältere Unterstützer, um für eine andere Klimapolitik zu kämpfen. Dort habe ich auch den 18-jährigen Quang kennengelernt. Er gehört zum Berliner Organisationsteam der Demos und erlebt nun aus nächster Nähe, wie die Politik auf den Protest der jungen Wähler reagiert.

[00:11:21] Quang Vor "Fridays for Future", da hätte man sich das nicht erträumen können, überhaupt von Politikerinnen und Politikern ernst genommen zu werden. Jetzt durch "Fridays for Future" ermöglicht es mir natürlich, viele Politikerinnen und Politiker zu treffen und in Debatten eingeladen zu werden. Ob man da ernst genommen wird, ist halt die andere Frage und da habe ich noch Zweifel.

[00:11:36] Sandra Sperber Quang ist Berliner mit vietnamesischen Wurzeln. Letztes Jahr hat er Abitur gemacht und jetzt ist er so etwas wie einer der Pressesprecher der "Fridays for Future"-Demonstranten in Berlin. Die Europawahl war für den 18-Jährigen die erste Wahl seines Lebens. Er hat die Linkspartei gewählt. In den letzten Monaten ist er selbst zum gefragten Gesprächspartner in der Politik geworden. Verschiedenste Parteien hatten Quang und seine Mitstreiter zu Treffen in den Bundestag eingeladen. Wie haben Sie diese Begegnungen erlebt?

[00:12:06] Quang Sehr unterschiedlich. Es ist ganz klar, dass sehr oft dieses Lob kommt: "Ihr seid so toll. Es ist so schön, dass die Jugend politisch ist." Aber wofür brauchen wir das Lob? Wir streiken nicht zum Spaß Wir schwänzen teilweise dafür die Schule und müssen das in der Freizeit am Wochenende alles nachholen und letztendlich macht es uns nicht Spaß, sondern wir haben damit mehr Probleme und die Politikerinnen und Politiker tun so, als würden wir gerade voll die tolle Sache machen und wir können das einfach so weitermachen die nächsten Jahre, aber das wollen ja nicht. Wir wollen eigentlich, dass jetzt gehandelt wird und wir streiken deswegen, bis gehandelt wird.

[00:12:40] Sandra Sperber Das ist so ein bisschen: Man tätschelt Ihnen den Kopf, "Schön, dass ihr da seid", aber es passiert nicht genug Ihrer Meinung nach.

[00:12:46] Quang Genau, es passiert eigentlich gar nichts. Klar, es wird geredet und geredet. Man wird halt offen empfangen und dann kommt viel in der Defensive. Also Politikerinnen und Politiker verteidigen sich, wieso das alles nicht möglich ist und von uns kommt dann immer von der Seite: Wir haben 28.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum alleine und die haben einen Plan. Und dass dann Politikerinnen und Politiker mit so vielen Beratern uns in die Augen sagen: "Wir können das nicht früher machen" oder "Wir können es nicht so machen, wie ihr wollt" finde ich unverhältnismäßig.

[00:13:15] Sandra Sperber Es gab Nachwahlbefragungen, da haben jetzt bei der Europawahl 48 Prozent der Wahlberechtigten angegeben, dass das Thema Umwelt und Klimaschutz ihre Wahlentscheidung beeinflusst hat. Das war sogar das wichtigste Thema von allen. Hat Sie das überrascht?

[00:13:28] Quang Ich war schon erstaunt. Persönlich glaube ich, ohne Greta Thunberg und ohne "Fridays for Future Germany" und unsere Bewegung wäre dieses Thema Nachhaltigkeit und Ökologie immer noch ein Nischenthema des bürgerlichen, privilegierten Spektrums gewesen und jetzt ist es so, dass es letztendlich alle betrifft und jeder darüber redet und durch uns ist es wirklich in den Vordergrund gerückt worden.

[00:13:49] Sandra Sperber Als die Klimaschutzbewegung im Frühling dieses Jahres an Fahrt aufnimmt, stellt sich sogar die Kanzlerin öffentlich hinter die Proteste.

[00:13:57] Angela Merkel (CDU) Wir können unsere Klimaschutzziele nur dann erreichen, wenn wir auch Rückhalt in der Gesellschaft haben. Und deshalb begrüße ich es sehr, dass junge Menschen, Schülerinnen und Schüler, demonstrieren und uns sozusagen mahnen, schnell etwas für den Klimaschutz zu tun. Ich glaube, dass das eine sehr gute Initiative ist.

[00:14:15] Sandra Sperber Ein Politikwechsel folgt daraus nicht. Aber spätestens mit dem Ergebnis der Europawahl rücken die jungen Wähler plötzlich in den Fokus. 21 Prozent haben die Grünen in Deutschland geholt und werden damit erstmals zweitstärkste Kraft. Bei den Unter-30-Jährigen werden sie sogar deutlich stärkste Kraft. Der Grünen-Spitzenkandidat Sven Giegold hat noch am Wahlabend eine Art Dankesbotschaft an "Fridays for Future" geschickt.

[00:14:41] Sven Giegold (B' 90/Die Grünen) Für mich ist das ein Sunday for Future heute und über den freue ich mich unglaublich.

[00:14:46] Sandra Sperber Die Aktivisten um Quang ärgert diese Aussage. Sie fühlen sich zu Unrecht vereinnahmt.

[00:14:53] Quang Die Aussage von Sven Giegold, dass es ein Sunday for Future ist, lehnen wir strikt ab, weil wir sind eine Bewegung, die die Politik ermahnt und das von jeder Partei. Die Grüne Partei und deren Programm entspricht auch keinesfalls unserer Forderung. Wenn ich im Bundestag bin, rede ich genauso mit Anton Hofreiter genauso offen, ehrlich wie mit dem Typen von der CDU oder von der Linksfraktion. Da geht die politische Meinung weg und da ist einfach die aktivistische Sicht und die Sicht, dass wir für die Zukunft kämpfen wollen.

[00:15:21] Sandra Sperber Und dass alle Parteien Ihnen noch zu wenig tun.

[00:15:24] Quang Genau. Viel zu wenig.

[00:15:26] Sandra Sperber Die Demonstranten erreichen längst nicht mehr nur Schüler und Studenten. Das zeigt neben dem Europawahlergebnis auch ein Blick auf den Platz vor dem Wirtschaftsministerium, an dem sich die streikenden Schüler jeden Freitag versammeln. Da steht zum Beispiel Steve Beckmann, 51, mit seiner Tochter Felicitas. Sie ist 14 Jahre alt, geht in die achte Klasse und hat es geschafft, den Klimawandel in ihrer Familie plötzlich zum Thema zu machen.

[00:15:52] Sandra Sperber Wie haben Sie reagiert, als Ihre Tochter hier zum ersten Mal hingegangen ist?

[00:15:55] Steve Beckmann So, dass wir gesagt haben: Ja, ist richtig. Wir kommen sofort mit.

[00:15:59] Sandra Sperber War Klimawandel vorher für Sie ein großes Thema oder eins von vielen?

[00:16:02] Steve Beckmann Nein, war kein Thema, aber da ist es mir bewusst geworden, dass ich das vor vierzig Jahren schon mal in der Schule gelernt habe, dass diese Brennstoffe endlich sind und wir unsere Erde damit kaputtmachen und richtig bewusst geworden, wo man sagt: Okay, eigentlich, die haben sowas von recht, die Kindern, dass man da sie unterstützen muss. Und deswegen haben wir auch gesagt: Okay, wir engagieren uns ein bisschen bei "Parents for Future".

[00:16:24] Sandra Sperber Sie haben auch das passende T-Shirt an und - ich übersetze mal für unsere Hörer - ein Plakat dabei: "Auf Kinder wirkt das Vorbild, nicht die Kritik. 'Parents for Future'".

[00:16:32] Steve Beckmann Genau. Wenn man daran denkt, dass wir jetzt auf Pump unserer Kinder leben, müsste eigentlich fast jeder hierherkommen und ich finde, wir sind alle noch nicht wütend genug, dass endlich gehandelt wird, anstatt gequatscht.

[00:16:46] Sandra Sperber Und haben Sie auch in Ihrer Familie ganz konkret was geändert. Wo es dann auch persönlich weh tut, nicht den Billigflug nach Malle zu nehmen?

[00:16:53] Steve Beckmann Ja, haben wir eh schon seit Jahren nicht mehr gemacht. Und wir haben jetzt dann auch unser Auto umgestellt. Das ist jetzt das neueste, mit den neuesten Technologien. Fleischkonsum ist runtergegangen, mehr biologisch einkaufen. Man versucht, so wenig wie möglich Plastik zu verbrauchen, aber es wird halt schwer, weil es noch nicht ganz so verbreitet [ist] in den Supermärkten und da hat jeder die Möglichkeit, auch nochmal - haben wir gemacht - bei verschiedenen Joghurt-Herstellern anzurufen, eine Mail zu schreiben.

[00:17:23] Sandra Sperber Achso, in Sachen Verpackung haben Sie Jogurt-Herstellern gesagt: Mach doch mal weniger Plastik.

[00:17:28] Steve Beckmann Ja, meine Tochter hat auch Oma und Opa das Video von Rezo weitergeleitet und da gucken wir mal, was da dann passiert.

[00:17:35] Sandra Sperber Wie fanden Oma und Opa das?

[00:17:38] Felicitas Beckmann Sie meinten, dass sie sie eh nicht gewählt hätten.

[00:17:40] Sandra Sperber In Felicitas' Familie hat die Union durch Rezo also wohl keine Wähler verloren. Aber die Achtklässlerin, die selbst sagt, dass sie sich seit dem Klimaprotest mehr für Politik interessiert, war sofort begeistert.

[00:17:52] Felicitas Beckmann Ich bin ihm da vorher schon gefolgt, weil ich auch seine anderen Videos cool finde und dadurch bin ich ziemlich schnell auf dieses Video aufmerksam geworden und habe es gleich mit meinen Eltern geteilt und ich finde die Aktion sehr cool von denen.

[00:18:03] Sandra Sperber Felicitas sagt, wenn sie in vier Jahren dann endlich wählen darf, kann sie sich vorstellen, die Grünen zu unterstützen. Dazu könnte Rezo mit seinem Video tatsächlich ein Stück weit beigetragen haben. Ich habe meinem Kollegen Holger Dambeck aus der Datenredaktion, den wir schon zu Beginn des Podcasts gehört haben, natürlich auch dazu die alles entscheidende Frage gestellt. Gab's nun den Rezo-Effekt oder gab es ihn nicht?

[00:18:28] Holger Dambeck Die Antwort ist nicht ganz leicht. Es gibt zumindest Indizien dafür, dass sich tatsächlich was verändert hat in der Zeit, bevor das Video veröffentlicht wurde und danach. Wenn man jetzt den Gesamtblick auf alle Parteien hat und über die Gesamtbevölkerung, da gibt es keine riesigen Sprünge, aber wenn ich in die Alterskohorte der 18- bis 29-Jährigen gucke, dann sehe ich bei den Grünen ein Plus von ungefähr vier Prozent. Also es sieht so aus, dass der Rezo-Effekt da, zumindest wenn man diesen Zeitraum anschaut, ein positiver Effekt für die Grünen ist vor allem und bei allen anderen ist er wahrscheinlich leicht negativ, aber ganz genau können wir das natürlich nicht sagen, weil wir so genau nicht messen können.

[00:19:07] Sandra Sperber Im Gegensatz zur CDU hatte sich die SPD kurz vor der Wahl immerhin um eine Antwort auf Rezos Video bemüht.

[00:19:14] Lars Klingbeil (SPD) Dass ihr freitags auf die Straße geht, dass ihr auf YouTube eure Stimme erhebt. Das ist etwas was bei uns ankommt und was wir hier gemeinsam sehr ernst nehmen.

[00:19:23] Sandra Sperber Das Video von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, Juso-Chef Kevin Kühnert und dem Social Media-affinen EU-Abgeordneten Tiemo Wölken ist mehr ein Angebot zum Dialog, als eine inhaltliche Erwiderung.

[00:19:36] Lars Klingbeil (SPD) Sagt Bescheid, wo wir hinkommen sollen. Wir sind da. Wir wollen mit euch diskutieren. Lasst euch auf diese Diskussion ein.

[00:19:43] Sandra Sperber "Stimmenfang"-Hörer Max, der ja selbst schon mal überlegt hatte, in die SPD einzutreten, hat auch dieses Video auf YouTube gesehen.

[00:19:51] Max Das Video von Wölken und Co war jetzt nicht besonders gut. Es wurde nicht viel Neues gesagt, aber man ist auf Kritik eingegangen und zumindest hat man versucht, auf dem gleichen Medium zu kommunizieren.

[00:20:03] Sandra Sperber Haben Sie denn am Ende die SPD gewählt?

[00:20:05] Max Nein, meine Stimme ging - ich nenne es mal leider - an Martin Sonneborn und Nico Semsrott von der Partei "Die Partei".

[00:20:12] Sandra Sperber Also der Satire-Partei, was ja gewissermaßen auch eine Protestpartei ist.

[00:20:16] Max Ja, ich bin Protestwähler geworden jetzt und bin jetzt auch mit dem ganzen, was jetzt nach der Europawahl wiederum angetrieben vom Rezo-Video von etablierten Parteien gekommen ist, doch recht froh mit meiner Entscheidung. Die beiden Herren werden Europa bestimmt nicht weiter in die Zukunft treiben, aber auch nicht daran hindern und zumindest nicht Politik gegen den gesunden Menschenverstand oder gegen Menschen selbst machen.

[00:20:41] Sandra Sperber Jetzt stellt sich ja auch die SPD neu auf. Es heißt, es muss neues Personal geben. Hat sie bei Ihnen noch eine Chance, Sie doch noch als Parteimitglied oder wenigstens als Wähler zu gewinnen?

[00:20:51] Max Ich denke schon. Mit einer vernünftigen Politik, die auch das Wort "sozialdemokratisch" verdient kann ich mir sehr gut vorstellen, die Partei entweder nur durch meine Stimme oder auch durch meine Arbeit zu unterstützen.

[00:21:04] Sandra Sperber Sie sind also keineswegs gefrusteter Protestwähler, sondern durchaus noch zu haben als Wähler.

[00:21:09] Max Ja, schon. Um Martin Sonneborn mal zu paraphrasieren: Er hat seine Partei als eine Partei dargestellt für Menschen, die ihre Stimme für eine gewisse Zeit da parken werden und so stelle ich mir das auch für mich vor. Ich hoffe es zumindest, so zu sein.

[00:21:25] Sandra Sperber Dass Sie irgendwann wieder zurückkommen und auch eine andere Partei als "Die Partei" wählen.

[00:21:30] Max Ja.

[00:21:30] Sandra Sperber Gerade unter den Jungwählern scheinen sich viele ähnlich wie Max entschieden zu haben. Acht Prozent der Unter-30-Jährigen haben Sonneborns Satire- und Protestpartei gewählt. Für alle anderen Parteien muss das eigentlich ein Warnschuss sein und gleichzeitig Motivation, ihre Strategien zu überdenken, damit junge Wähler künftig wieder mehr das Gefühl haben, mit ihren Anliegen ernst genommen zu werden. Eines dieser Anliegen ist ja für viele zurzeit die Klimapolitik und deshalb wollen wir uns in einer der nächsten Podcastfolgen noch mal ausführlicher damit beschäftigen. Und da interessiert uns Ihre Meinung, liebe "Stimmenfang"-Hörer: Haben Sie in den letzten Monaten in Sachen Klimaschutz umgedacht oder Ihren Alltag konkret verändert? Was sind Sie bereit aufzugeben, um die Erderwärmung wenigstens ein bisschen einzudämmen? Oder gibt es unter unseren Hörern vielleicht Leute, die den menschgemachten Klimawandel in Frage stellen und die das alles für Hysterie halten? Schreiben Sie uns, was der Klimawandel mit Ihnen macht, wie Sie über die Klimapolitik der Bundesregierung denken an stimmenfang@spiegel.de oder hinterlassen Sie uns eine Sprachnachricht. Entweder per WhatsApp oder per Mailbox. In beiden Fällen lautet die Nummer 040 38080400. Noch mal: 040 38080400. Das war "Stimmenfang", der Politik-Podcast von SPIEGEL ONLINE. Diese Folge wurde produziert von Yasemin Yüksel und mir, Sandra Sperber. Danke für die Unterstützung an Sebastian Fischer, Johannes Kückens, Wiebke Rasmussen, Thorsten Rejzek und Matthias Streitz. Die "Stimmenfang"-Musik kommt von Davide Russo.

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insgesamt 9 Beiträge
Galluss 13.06.2019
1. Wieder einmal völlig daneben.
Sie brauchen nur mal die Wanderbewegungen von einer zur nächsten Partei zur Kenntnis nehmen. Grundlage ist dabei, dass jeder von denen gewählt hatte. Sie hingegen meinen Erstwähler und konstruieren eine "Generation [...]
Sie brauchen nur mal die Wanderbewegungen von einer zur nächsten Partei zur Kenntnis nehmen. Grundlage ist dabei, dass jeder von denen gewählt hatte. Sie hingegen meinen Erstwähler und konstruieren eine "Generation YouTube", womit ihre unsachliche Einwürfe etwas Gehalt vortäuschen sollen. Die Wählergruppe gibt es gar nicht. Es sind also keineswegs die 13 % Jungwähler, die die Wahl entscheiden, sondern die 87 % anderen, die von ihrer bisher gewählten Partei die Nase voll haben. Also die Enttäuschten. Scheibenwischer.
kingcole 13.06.2019
2. Das teile ich so nicht
Man sollte dick dazuschreiben das der (ARD) Politik talk Habeck massiv eine Platform gegeben hat und dieser Kanal hat nin mal wenig mit jungen Wählern zu tun. Ohne dieses Zutun wurden wir heute nicht so uber die Grunen und deren [...]
Man sollte dick dazuschreiben das der (ARD) Politik talk Habeck massiv eine Platform gegeben hat und dieser Kanal hat nin mal wenig mit jungen Wählern zu tun. Ohne dieses Zutun wurden wir heute nicht so uber die Grunen und deren Stammthema Klimaschutz diskutieren.
Robin_of_Locksley 13.06.2019
3. kein Protestwähler
Ich bin über 70 Jahre alt, aber ich hoffe, noch nicht senil. Deshalb erkenne ich die Notwendigkeit etwas für meine Kinder zu hinterlassen, wenn ich gestorben bin. Für diese Belange geben mir Rezo und Ihr Kommentator Sascha Lobo [...]
Ich bin über 70 Jahre alt, aber ich hoffe, noch nicht senil. Deshalb erkenne ich die Notwendigkeit etwas für meine Kinder zu hinterlassen, wenn ich gestorben bin. Für diese Belange geben mir Rezo und Ihr Kommentator Sascha Lobo Hoffnung. Diese und einige andere haben endlich mal das Korsett der "vollfetten, etablierten und in sich ruhenden" Machthaber (welcher Partei auch immer) im Ansatz gesprengt. Ich hoffe, dass diese Bewegung weiterhin Aufwind erfährt, denn mein Vertrauen in die regierenden Parteien und auch vieler Journalisten ist nicht mehr gleich 0....
okrogl 13.06.2019
4. Kurzsichtig
Leider hat "Protestwähler Max" Rezo nicht verstanden. Max sieht in seiner Blase nur noch das Thema CO2, dabei ging es Rezo nicht nur darum, sondern um die gesamte Verlogenheit von CDU & Co. Und würde Max sich mal mit dem [...]
Leider hat "Protestwähler Max" Rezo nicht verstanden. Max sieht in seiner Blase nur noch das Thema CO2, dabei ging es Rezo nicht nur darum, sondern um die gesamte Verlogenheit von CDU & Co. Und würde Max sich mal mit dem Abstimmverhalten der Grünen in der Vergangenheit beschäftigen, würde er sich eine andere Protestpartei suchen.
DJ Bob 13.06.2019
5. sowas aber auch
Schon komisch noch vor ein paar Monate wurden die sozialen Medien von genau "diese" Leute in den Dreck gezogen weil sie nur "fake news"verbreiten. Und weil es gerade "dienlich" ist passt es?
Schon komisch noch vor ein paar Monate wurden die sozialen Medien von genau "diese" Leute in den Dreck gezogen weil sie nur "fake news"verbreiten. Und weil es gerade "dienlich" ist passt es?

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