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Politik

Nachfolger von Paul Ziemiak

Tilman Kuban neuer Vorsitzender der Jungen Union

Die Junge Union hat einen neuen Chef: Tilman Kuban. Bisher führte der 31-jährige Jurist den Nachwuchslandesverband in Niedersachsen. Er gilt als Kritiker der Migrationspolitik von Angela Merkel.

ALEXANDER BECHER/ EPA-EFE/ REX

Tilman Kuban

Samstag, 16.03.2019   18:12 Uhr

Die Junge Union (JU) hat den niedersächsischen Juristen Tilman Kuban zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er erhielt auf dem Deutschlandtag der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU am Samstag 62,7 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen Stefan Gruhner aus Thüringen durch. Auf Kuban entfielen 200 Stimmen, der 34-jährige Gruhner bekam 119 Stimmen.

Die Neuwahl wurde nötig, da der bisherige Vorsitzende Paul Ziemiak im Dezember neuer CDU-Generalsekretär geworden war.

Im Vorfeld hatte Gruhner als Favorit gegolten. Kuban hielt jedoch eine kämpferische Rede, mit der er die Delegierten offenbar überzeugte. Während seiner Ansprache wurde er mehrfach von lautem Applaus und "Tilman, Tilman"-Rufen unterbrochen.

Michael Kappeler/dpa

Tilman Kuban (l.) und Stefan Gruhner

Nach seiner Wahl rief Kuban die JU zur Geschlossenheit auf. Es gebe nur eine Junge Union, die jetzt gemeinsam in eine Richtung laufen müsse, "weil der politische Gegner da draußen steht und nicht hier drinnen sitzt", sagte Kuban.

Kuban will einen starken Staat und konsequente Abschiebungen

In den vergangenen Jahren hat sich Kuban mit Kritik an der Migrationspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht zurückgehalten. Die CDU habe bei den Themen innere Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit politische Flanken geöffnet, die endlich wieder geschlossen werden sollten. Er stehe für einen starken Staat und konsequente Abschiebungen ausländischer Straftäter oder abgelehnter Asylbewerber, hatte Kuban im Wahlkampf versprochen.

Seit drei Jahren ist der Jurist Kuban Leiter der Rechtsabteilung bei den Unternehmerverbänden Niedersachsen. Er kandidiert auf einem aussichtsreichen Listenplatz bei der Europawahl Ende Mai. Seit mehr als fünf Jahren steht er an der Spitze der JU in Niedersachsen, bei einem Wahlerfolg wäre er der erste JU-Bundeschef im Europaparlament in Straßburg.



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cop/dpa/AFP

insgesamt 14 Beiträge
jjgiphone 16.03.2019
1. Mit der CDU zurück ins Bio Wunderland
Zitat: Seit drei Jahren ist der Jurist Kuban Leiter der Rechtsabteilung bei den Unternehmerverbänden Niedersachsen. Da ist doch die Karriere pro domo der Großindustrie gesichert. Da kann die Globalisierung weiter Fortschreiten. [...]
Zitat: Seit drei Jahren ist der Jurist Kuban Leiter der Rechtsabteilung bei den Unternehmerverbänden Niedersachsen. Da ist doch die Karriere pro domo der Großindustrie gesichert. Da kann die Globalisierung weiter Fortschreiten. In einer Regierungskoalition mit den Grünen Scheineliten und deren Zielen einer Deindustrialisierung Deutschlands wünsche ich allen CDU Wählern eine gute Zukunft als Biobauer oder als Rikschafahrer in Hamburg.
mirage122 16.03.2019
2. Eine typische CDU-Karriere
Werde rechtzeitig Mitglied und du hast für immer ausgesorgt. Und Herr Ziemiak hat das besonders erfolgreich vorgemacht. Aber was will dieses hoffnungsvolle Talent im Europa-Parlament? Die Opa-Fraktion aufmischen? Vermutlich sind [...]
Werde rechtzeitig Mitglied und du hast für immer ausgesorgt. Und Herr Ziemiak hat das besonders erfolgreich vorgemacht. Aber was will dieses hoffnungsvolle Talent im Europa-Parlament? Die Opa-Fraktion aufmischen? Vermutlich sind seine Chancen größer auf globale Ebene. Hoffe nur, dass er auch "ausländisch" spricht - sonst kann er ja bei Herrn Oettinger Nachhilfestunden nehmen! Werde
pric 16.03.2019
3. Gipfel der Kompetenzlosigkeit
"Die CDU habe bei den Themen innere Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit politische Flanken geöffnet, die endlich wieder geschlossen werden sollten." Was Rechtsstaatlichkeit angeht, hat die CDU noch nie geliefert. Das [...]
"Die CDU habe bei den Themen innere Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit politische Flanken geöffnet, die endlich wieder geschlossen werden sollten." Was Rechtsstaatlichkeit angeht, hat die CDU noch nie geliefert. Das ist sozusagen ihr Markenkern, sich immer weiter von ihr zu entfernen und das eben NICHT in Bezug auf eine Flüchtlingspolitik, man hat das Gefühl, dass gerade deswegen versucht wird, diese als lautestes Thema zu verkaufen. Innere Sicherheit versteht diese Partei auch nur als Paranoia und Angst, die zu schüren es gilt um eben Rechtsstaatlichkeit gezielter aushöhlen zu können. Bitter für Deutschland, bitter auch für die Welt, aber nichts Neues...
antiopportunist 16.03.2019
4. 31?
Nichts für ungut, Herr Kuban sieht eher aus wie 41.
Nichts für ungut, Herr Kuban sieht eher aus wie 41.
Karsten Kriwat 16.03.2019
5. Politik für Reiche?
Politik für Unternehmerverbände. Da weiß man, was man hat in der JU. Der nächste kleine CDU-Kanzler wurde also geboren. Ironie aus. Apropos: Ist man mit 31 jahren eigentlich nicht schon zu alt für eine Jugendorganisation? Ich [...]
Politik für Unternehmerverbände. Da weiß man, was man hat in der JU. Der nächste kleine CDU-Kanzler wurde also geboren. Ironie aus. Apropos: Ist man mit 31 jahren eigentlich nicht schon zu alt für eine Jugendorganisation? Ich dachte immer da ginge es eher um die 14-25-Jährigen oder so...

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