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Politik

GroKo-Kabinett

Martin Schulz will Minister werden

Welche Rolle spielt SPD-Chef Martin Schulz in einer möglichen GroKo? Nach SPIEGEL-Informationen zeigt er sich intern entschlossen, Minister zu werden. Auch Horst Seehofer ist prinzipiell bereit fürs Kabinett.

REUTERS

Martin Schulz

Freitag, 26.01.2018   15:26 Uhr

Sowohl SPD-Chef Martin Schulz als auch der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer streben einen Posten im Bundeskabinett an. Vor dem Hintergrund parteiinterner Appelle, er solle auf ein Ministeramt verzichten, hat Schulz nach SPIEGEL-Informationen gegenüber mehreren Mitgliedern der Parteispitze zu verstehen gegeben, dass ein Verzicht für ihn nicht infrage komme. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 5/2018
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Vor dem Parteitag am vergangenen Sonntag hatten mehrere führende Sozialdemokraten seine Bereitschaft getestet, Parteivorsitz und Regierungsamt zu trennen. Schulz lehnte ab. "Er ist da entschieden", sagt einer aus der Riege der stellvertretenden Parteivorsitzenden. Offen sei nur, welches Ressort er anstrebe.

In der SPD wird damit gerechnet, dass er entweder das Außenamt oder das Finanzministerium besetzen will. Öffentlich mag Schulz sich nicht äußern. Zuletzt verwies er mehrfach darauf, dass die Frage der Postenverteilung erst ganz zum Schluss anstehe.

Auch Seehofer ist nach SPIEGEL-Informationen grundsätzlich bereit, ein Ministeramt in Berlin zu übernehmen. Voraussetzung sei, dass von einem schwarz-roten Koalitionsvertrag ein Aufbruchsignal ausgehen sollte, insbesondere im Bereich der Digitalisierung. Dies machte er in internen Gesprächen deutlich.

In der CSU wurde dies als Hinweis gewertet, dass Seehofer in einer möglichen Koalition entweder ein um Digitalthemen erweitertes Wirtschaftsministerium übernehmen könnte oder das Finanzministerium. Ein Wechsel Seehofers nach Berlin würde der CSU den Machtkampf um den Parteivorsitz zumindest vorerst ersparen.

Die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD haben am Freitag in der Berliner CDU-Zentrale begonnen. Sie sollen in der ersten Februarhälfte abgeschlossen werden.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

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rp/vme

insgesamt 424 Beiträge
lieutenant 26.01.2018
1. Moment mal...
War seine Aussage nicht "In ein Kabinett unter Merkel werde ich niemals eintreten!"? Getreu dem Motto Adenauer "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"
War seine Aussage nicht "In ein Kabinett unter Merkel werde ich niemals eintreten!"? Getreu dem Motto Adenauer "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"
doodler 26.01.2018
2.
Erst keine GroKo und kein Amt unter Merkel. Das wird eine derbe Schlappe für dir SPD bei der nächsten Wahl. Wortbruch über Wortbruch von Schulz..
Erst keine GroKo und kein Amt unter Merkel. Das wird eine derbe Schlappe für dir SPD bei der nächsten Wahl. Wortbruch über Wortbruch von Schulz..
the_tetrarch 26.01.2018
3. Nanu?
Jetzt auf einmal doch? Hat er das nicht einmal weit von sich gewiesen?
Jetzt auf einmal doch? Hat er das nicht einmal weit von sich gewiesen?
kuschl 26.01.2018
4. Klar will er das
Sonst verschwindet er nämlich schnell in der Versenkung! Nur im Ministeramt kann er noch vier Jahre in der SPD Spitze überleben!
Sonst verschwindet er nämlich schnell in der Versenkung! Nur im Ministeramt kann er noch vier Jahre in der SPD Spitze überleben!
Tom Tom B 26.01.2018
5. Natürlich!
Natürlich will Martin Schulz Minister werden. Wozu denn sonst der ganze Aufwand?
Natürlich will Martin Schulz Minister werden. Wozu denn sonst der ganze Aufwand?

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