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Politik
Fabrizio Bensch/ REUTERS
Montag, 15.04.2019   17:18 Uhr

Der Tag kompakt

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hier finden Sie die wichtigsten Nachrichten des Tages, die beliebtesten Geschichten von SPIEGEL+ und Tipps für Ihren Feierabend.

Das Thema des Tages: Martin Winterkorn in Deutschland angeklagt

Vor fast vier Jahren ist Martin Winterkorn im Zuge der Dieselaffäre als VW-Chef zurückgetreten. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Anklage gegen ihn und vier weitere "Führungskräfte" erhoben. Das teilte die Behörde mit, die Namen der übrigen Angeklagten nannte sie nicht.

Winterkorn werden unter anderem schwerer Betrug und Untreue vorgeworfen. Demnach habe der damalige Konzernchef die rechtswidrigen Manipulationen verschwiegen, nachdem er selbst davon erfahren hatte. Er soll in der Folge sogar geholfen haben, den Fall zu verschleiern.

DPA

Ein zerbrochenes VW-Logo

Die Anklage gegen Winterkorn wird auch für den Konzern selbst zum Problem. VW hatte jegliche Schuld stets einzig auf seine Ingenieure geschoben und bestreitet auch jetzt, als gesamtes Unternehmen versagt zu haben. Sollte Winterkorn aber frühzeitig Bescheid gewusst haben - und genau das sagt die Anklage - würde das die VW-Version widerlegen. Der Autohersteller droht seine Glaubwürdigkeit zu verlieren, schreibt mein Kollege Simon Hage.

Und all das geschieht in einer Phase, in der VW sich weiter um eine Aufarbeitung des Skandals bemüht und um die eigene Zukunft ringt. 45.000 Menschen fordern über die Firma myRight Schadensersatz von dem Unternehmen - und der Konzern will die Kläger teilweise mit fragwürdigen Gutachten loswerden. Parallel will der neue VW-Chef Herbert Diess das Unternehmen zu einem führenden Anbieter von Elektroautos machen. Aber: Dieser Weg ist riskant - und die Fehler häufen sich.

 SPIEGEL Daily

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News: Was Sie heute wissen müssen

Philippe WOJAZER/ AFP

Bibi Andersson

Uwe Anspach/ DPA

Zwei Rhesusaffen im Heidelberger Zoo

Die Zahl des Tages: 192

So viele Minuten, also gut drei Stunden, würde ein ICE von München nach Hamburg benötigen - wäre das Streckennetz hierzulande aufgebaut wie in Frankreich. Das zeigen Modellrechnungen des SPIEGEL. Inlandsflüge würden praktisch überflüssig. Realität wird das aber wohl nie werden. Warum, erklärt mein Kollege Holger Dambeck . Ein Grund: Dafür müsste das Hochgeschwindigkeitsnetz in Deutschland massiv ausgebaut werden. Das nämlich ist es unter anderem, was einen französischen TGV aktuell so viel schneller macht als einen deutschen ICE.

DPA

Ein ICE steht in einem Pariser Bahnhof

Meinung: Die meistdiskutierten Kommentare, Interviews, Essays

Darum hängt der TGV den ICE ab: Harald Schmidt hat seine eigene Theorie, warum der französische Schnellzug mit höherem Tempo fährt als der deutsche. Das liege auch an der Lebensphilosophie unserer Landesnachbarn, sagt er in seiner Videokolumne.

SPIEGEL ONLINE

Harald Schmidt

"Die USA sind blind für die Tatsache, dass eine Konfliktpartei die andere besetzt": Der Nahost-Experte Khaled Elgindy erklärt, welche Fehler die USA im Streit zwischen Israelis und Palästinensern seit Jahrzehnten machen.

Die besorgten Spanner: Spendenverdruss, Flügelkämpfe, kein Platz im Parlamentspräsidium - die Probleme der AfD häufen sich. Zeit für etwas Solidarität mit den bedauernswerten Rechtspopulisten, schreibt Stefan Kuzmany in seiner Kolumne.

Stories: Die meistgelesenen Texte bei SPIEGEL+

So leiden die Deutschen unter den hohen Wohnkosten: Für Millionen Deutsche wird die Wohnungsnot zur alltäglichen Last und zum Armutsrisiko. Es gibt Ideen, um die Misere zu mildern. Aber die Große Koalition wirkt handlungsunfähig.

Schlacht um Tripolis: Der umstrittene libysche Militärführer Haftar hat den Bürgerkrieg in dem nordafrikanischen Land neu entfacht. Die Europäer sind zerstritten und sehen dem Staatsverfall hilflos zu.

Mahmud Turkia/ AFP

Kämpfe in Libyen

Tod auf Bestellung: Inwieweit sollte Beihilfe zum Suizid verboten sein? Darüber verhandelt jetzt das Bundesverfassungsgericht. Ein Verein hat längst einen Weg gefunden, geltendes Recht zu umgehen.

Mein Abend: Die Empfehlungen für Ihren Feierabend

Was Sie sehen können: Fällt eine Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga? Der 1. FC Köln empfängt den Hamburger SV. Sollten die Gastgeber gewinnen, hätten sie zwölf Punkte Vorsprung auf Platz drei (Union Berlin). Spätestens dann wäre den Kölnern die Rückkehr in die höchste Spielklasse wohl nicht mehr zu nehmen. Der HSV (Platz zwei) wiederum kann sich selbst absetzen: Mit einem Sieg hätten die Hamburger fünf Punkte Vorsprung auf Berlin. Anstoß ist um 20.30 Uhr (Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky).

Christian Charisius/DPA

Szene aus dem Hinspiel zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.

Herzlich

Andreas Evelt vom Daily-Team

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