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Politik

Zukunft der SPD

Steinbrück traut Kühnert Amt des Parteivorsitzenden nicht zu

"Ich glaube, dass diese Große Koalition Weihnachten nicht erreichen wird", sagt der frühere SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück. Auch zu Kevin Kühnerts Chancen auf den Parteivorsitz hat er eine klare Meinung.

AFP

Peer Steinbrück (Archivbild): Es könne sein, dass Kühnert "mit 40 Parteivorsitzender wird"

Donnerstag, 13.06.2019   02:47 Uhr

Der frühere SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück traut dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert das Amt des Parteivorsitzenden der SPD nicht zu. Kühnert werde zwar von den Medien "hochgeschrieben", sagte Steinbrück in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Der 29-Jährige biete aber keine Lösungen. "Es kann sein, dass er mit 40 Parteivorsitzender wird."

Mit Blick auf die Führungskrise in der SPD seit dem Rücktritt der Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles sagte Steinbrück, die SPD könne sich leider keinen neuen Parteivorsitzenden "aus der Retorte backen". "Und bisher haben alle Stellvertreter abgelehnt zu kandidieren."

Pessimistisch äußerte sich Steinbrück zudem erneut über den Fortbestand der Großen Koalition: Er glaube nicht, dass die Regierung Weihnachten erreichen werde. Mit Blick auf die im Herbst anstehenden Wahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen sagte Steinbrück: "Ich glaube, dass im Lichte möglicher weiterer Niederlagen auch bei diesen Landtagswahlen die Dynamik innerhalb der SPD nicht mehr zu steuern ist und dann in der Tat es eine breite Meinungsbildung gibt, dass die SPD die Große Koalition verlassen soll."

Steinbrück war von 2005 bis 2009 Finanzminister. Bei der Bundestagswahl 2013 unterlag er Angela Merkel. 2016 schied er aus dem Bundestag aus und heuerte als Vorstandsberater bei der Bank ING-Diba an.

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aar/dpa/AFP

insgesamt 79 Beiträge
Eronica 13.06.2019
1. Kevin
Kann die Partei wechseln. Und ja ich halte wie das GG eine Enteignung manchmal für notwendig wie das GG. Das dies von Influenzern der anderen Art als Enteignung aller verbreitet wurde ist eine Verunglimpfung und daher ist Kevin [...]
Kann die Partei wechseln. Und ja ich halte wie das GG eine Enteignung manchmal für notwendig wie das GG. Das dies von Influenzern der anderen Art als Enteignung aller verbreitet wurde ist eine Verunglimpfung und daher ist Kevin mit allen Mitteln zu unterstützen, statt zu sagen er wäre noch nicht so weit Verantwortung zu übernehmen. Der Mietpreistreiberei ist ein Riegel vorzuschreiben und das nicht auf Kosten der Gesellschaft sondern auf die der Preistreiber, die schon lange gute Renditen daraus bezogen haben. Also bin ich anderer Meinung als Steinbrück und ich habe meine Zweifel ob er tatsächlich einsichtig ist angesichts der Fehler die er begangen hat.
der_k 13.06.2019
2. Überraschend!
Einer der alten Status Quo Politikertraut einem jüngeren etwas nicht zu...(?) Ich, für meinen Teil, traue so einer SPD nichts mehr zu!! Wenn die Dinosaurier ausgestorben sind, warum gibt es dann in den Volksparteien noch so [...]
Einer der alten Status Quo Politikertraut einem jüngeren etwas nicht zu...(?) Ich, für meinen Teil, traue so einer SPD nichts mehr zu!! Wenn die Dinosaurier ausgestorben sind, warum gibt es dann in den Volksparteien noch so viele von denen??
thequickeningishappening 13.06.2019
3. Steinbrück hat recht
Kühnert ist noch nicht reif für Den Posten. Im Uebrigen ist Keiner Der Stellvertreter zu Diesem Zeitpunkt scharf auf Das Amt weil es hoch toxisch ist. Keiner will sich Die Finger verbrennen. Wenn Die SPD nicht Ihre letzten [...]
Kühnert ist noch nicht reif für Den Posten. Im Uebrigen ist Keiner Der Stellvertreter zu Diesem Zeitpunkt scharf auf Das Amt weil es hoch toxisch ist. Keiner will sich Die Finger verbrennen. Wenn Die SPD nicht Ihre letzten Waehler verlieren will dann raus aus Der GroKo und Ein verbindliches Neues Programm mit Der Verabschiedung aus Der Agenda als Kernpunkt. Erst danach werden faehige Leute sich für Das Amt Des Parteivorsitzes bewerben. Aus Dem Schulz Desaster lernen (Der hatte zwar 100% aber wohl nicht Die Rueckendeckung Der Fraktion um Die innerparteiliche Wende vor Zwei Jahren einzuleiten) !
pit.duerr 13.06.2019
4. Tja Herr Steinbrück
Neue Besen kehren halt gut. Davor hat schon manch anderer Angst gehabt. Hoffe nur das er es wird, der Herr Kühnert. Und dann soll er nicht nur , den Mist seit 2005 aus dem Hause SPD kehren, sondern auch gut lüften im [...]
Neue Besen kehren halt gut. Davor hat schon manch anderer Angst gehabt. Hoffe nur das er es wird, der Herr Kühnert. Und dann soll er nicht nur , den Mist seit 2005 aus dem Hause SPD kehren, sondern auch gut lüften im Genossenhaus. Vlt würde ich dann sogar die SPD wieder wählen. Die Zeiten haben sich halt geändert, nicht nur in Richtung SPD ,auch die CDUCSU bekommt immer mehr Probleme damit.
mairae 13.06.2019
5. Immer nur Personaldebatte
Kevin Kühnert sagte in einer Politik-Talkshow, dass die SPD aufhören mus über Personalien zu debattieren. Das schlechte Wahlergebnis muss endlich Debatten zu inhaltlichen Themen hervorrufen. Und jetzt wird über seine [...]
Kevin Kühnert sagte in einer Politik-Talkshow, dass die SPD aufhören mus über Personalien zu debattieren. Das schlechte Wahlergebnis muss endlich Debatten zu inhaltlichen Themen hervorrufen. Und jetzt wird über seine Personalie gesprochen. Ich kann nur den Kopf schütteln.

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