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Politik

SPD-Mitgliederentscheid

Lastwagen mit Abstimmungsbriefen eingetroffen

Jetzt geht es los: Die Abstimmungsbriefe aus dem SPD-Mitgliederentscheid sind in einer Halle in Berlin-Kreuzberg eingetroffen, freiwillige Helfer beginnen dort unter notarieller Aufsicht mit der Auszählung. Am frühen Abend soll feststehen, ob die Genossen in eine Große Koalition eintreten.

Samstag, 14.12.2013   09:29 Uhr

Berlin - Die Auszählung des SPD-Mitgliederentscheids über den Eintritt in eine Große Koalition hat begonnen. In der Nacht zu Samstag um 0.05 Uhr traf an der Auszählungshalle in Berlin-Kreuzberg ein aus Leipzig kommender Lastwagen mit den Abstimmungsbriefen ein. Dort waren die Briefe zentral in einem DHL-Zentrum gesammelt worden.

Seit ein Uhr morgens läuft der Auszählprozess. Helfer wurden eingewiesen, die mit dem Öffnen der Briefe befasst sind. Deren Arbeit sollte bis 4.30 Uhr beendet sein, dann kommen diejenigen, die mit dem Sortieren der Stimmen beauftragt sind. Um 9.30 Uhr folgen dann die eigentlichen Zähler - sie arbeiten unter notarieller Aufsicht. "Und alle, die kommen, die bleiben auch hier; also die gehen nicht wieder raus, die geben ihre Handys ab, die twittern nicht zwischendurch, die fotografieren nicht zwischendurch", sagte SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks, die in einem schwarz-roten Kabinett das Umweltministerium übernehmen dürfte.

Bis Samstagnachmittag soll das Ergebnis des Entscheids feststehen. "Ich selber erwarte eine Zustimmung in der Größenordnung von 70 Prozent", sagte Hendricks. Dass eine nur knappe Mehrheit die Partei belasten könnte, fürchte sie nicht, "weil auch diejenigen, die mit der Großen Koalition nicht einverstanden sind, die Ernsthaftigkeit dieses Prozesses wahrgenommen haben". Zudem sei positiv aufgenommen worden, wie die Partei auf ihre Mitglieder zugegangen sei.

Erwartet wird das Ergebnis am Samstag am frühen Nachmittag. Sobald es feststeht, wird Parteichef Sigmar Gabriel vor die Kameras treten und die Nachricht verkünden.

Mit 333.500 Mitgliedern beteiligten sich rund 70 Prozent der 474.800 stimmberechtigten SPD-Mitglieder an dem bisher einmaligen Votum. Gibt es eine mehrheitliche Zustimmung, bekommt die SPD sechs Ministerien. SPD-Chef Sigmar Gabriel soll Wirtschaft und Energie übernehmen, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier Außen, Hendricks Umwelt, Generalsekretärin Andrea Nahles Arbeit und Soziales, SPD-Vize Manuela Schwesig Familie und der saarländische Wirtschaftsminister Heiko Maas das Justizministerium.

wal/dpa/AFP

insgesamt 11 Beiträge
u.loose 14.12.2013
1. 333.500 / 400 = 833,75
Also noch der Zahlenraum bis 1000.... Das müssten die SPD Freiwilligen wohl schaffen.. (:-)
Also noch der Zahlenraum bis 1000.... Das müssten die SPD Freiwilligen wohl schaffen.. (:-)
blechschaden 14.12.2013
2. Die einfachen ja die können bis 1000
aber die zukünftigen Minister Siggi, Nahles und der Rest der Truppe dürfen nicht mitmachen, die können ja nicht mal bis drei zählen.
Zitat von u.looseAlso noch der Zahlenraum bis 1000.... Das müssten die SPD Freiwilligen wohl schaffen.. (:-)
aber die zukünftigen Minister Siggi, Nahles und der Rest der Truppe dürfen nicht mitmachen, die können ja nicht mal bis drei zählen.
TheFrog 14.12.2013
3. Also, ich frage mich...
..warum die überhaupt zählen. Wenn man den Verlautbarungen und den Presseveröffentlichen folgt, ist die Zustimmung der Parteigenossen doch sowieso schon klar. "Da fotografiert keiner und getwittert wird auch [...]
..warum die überhaupt zählen. Wenn man den Verlautbarungen und den Presseveröffentlichen folgt, ist die Zustimmung der Parteigenossen doch sowieso schon klar. "Da fotografiert keiner und getwittert wird auch nicht...", also woher kommt die Gewissheit ? Die Pöstchen sind verteilt und größtenteils schon öffentlich. Ganz großes Kino.
sunsensor 14.12.2013
4. Schachzug
Kaum zu glauben, wie es Gabriel verstanden hat, aus dem SPD-Wahldebakel als großer Gewinner hervorzughen. Die Idee mit dem Entscheid war wohl der größte Coup seines politischen Lebens. Nicht nur, dass er damit der CDU kräftig [...]
Kaum zu glauben, wie es Gabriel verstanden hat, aus dem SPD-Wahldebakel als großer Gewinner hervorzughen. Die Idee mit dem Entscheid war wohl der größte Coup seines politischen Lebens. Nicht nur, dass er damit der CDU kräftig zusetzen konnte; er hat auch sich und seinen Genossen große mediale Aufmerksamkeit verschafft. Na dann mal sehn, wie Deutschland das in den nächsten Jahre bekommt.
sunsensor 14.12.2013
5. Schachzug
Kaum zu glauben, wie es Gabriel verstanden hat, aus dem SPD-Wahldebakel als großer Gewinner hervorzughen. Die Idee mit dem Entscheid war wohl der größte Coup seines politischen Lebens. Nicht nur, dass er damit der CDU kräftig [...]
Kaum zu glauben, wie es Gabriel verstanden hat, aus dem SPD-Wahldebakel als großer Gewinner hervorzughen. Die Idee mit dem Entscheid war wohl der größte Coup seines politischen Lebens. Nicht nur, dass er damit der CDU kräftig zusetzen konnte; er hat auch sich und seinen Genossen große mediale Aufmerksamkeit verschafft. Na dann mal sehn, wie Deutschland das in den nächsten Jahre bekommt.

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