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Politik

SPON-Umfrage

Union in Europa besser als im Bund

In vier Wochen ist Europawahl. In der SPON-Umfrage stehen CDU und CSU besser da als im Bund - aber immer noch schwächer als vor fünf Jahren. Die SPD liegt auch hier hinter den Grünen.

Alexander Koerner / Getty Images

CSU-Chef Söder (l.), EVP-Spitzenkandidat Weber, CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer (beim Wahlkampfauftakt in Münster): Werte sind ausbaufähig

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Montag, 29.04.2019   18:17 Uhr

Die Union hat an diesem Wochenende ihren Europawahlkampf eingeläutet. Nun muss die neue CDU-Chefin Annegret Kramp Karrenbauer Ergebnisse liefern. Zurzeit sehen die Werte aber noch ausbaufähig aus. Das zeigen repräsentative Umfragen des Online-Meinungsforschungsinstituts Civey für SPIEGEL ONLINE.

Wäre an diesem Sonntag Europawahl, kämen CDU und CSU auf knapp unter 32 Prozent. Vier Wochen vor dem Wahltag ist die Union damit noch um einiges von ihrem Ergebnis von vor fünf Jahren entfernt. Damals landete die Union bei 35,3 Prozent.

Immerhin steht die Union in der Europaumfrage in der Tendenz besser da als in der klassischen Sonntagsfrage zur Bundestagswahl. Anders die SPD: Sie schneidet in der Europaumfrage genau so schlecht ab und liegt bei 16 Prozent - knapp hinter den Grünen.

Die anderen Parteien schwächeln im Vergleich zur Sonntagsfrage ebenfalls: Die AfD kommt der Umfrage zufolge auf knapp über 11 Prozent, die Linke liegt bei knapp 7 Prozent, die FDP bei rund 8 Prozent.

In der Sonntagsfrage zur Bundestagswahl bleiben CDU und CSU unter 30 Prozent. Grüne und SPD ringen auch hier um Platz zwei, wobei der Vorsprung der Ökopartei auf die Sozialdemokraten tendenziell größer ist als in der Europaumfrage. Die Grünen kommen auf etwas mehr als 18 Prozent.

Die AfD käme im Bund aktuell auf rund 13 Prozent. Linke und FDP liegen dicht beieinander bei etwa 9 Prozent, wobei die FDP in der Tendenz seit dem Wochenende zugelegt hat. Womöglich hat der FDP-Parteitag ein paar liberale Wähler mobilisiert.



Sie wollen die Sonntagsfrage für den Bund beantworten? Stimmen Sie hier ab:


Wie funktioniert die Civey-Methodik?
Das Meinungsforschungsinstitut Civey arbeitet mit einem mehrstufigen vollautomatisierten Verfahren. Alle repräsentativen Echtzeitumfragen werden in einem deutschlandweiten Netzwerk aus mehr als 20.000 Websites ausgespielt ("Riversampling"), es werden also nicht nur Nutzer von SPIEGEL ONLINE befragt. Jeder kann online an den Befragungen teilnehmen und wird mit seinen Antworten im repräsentativen Ergebnis berücksichtigt, sofern er sich registriert hat. Aus diesen Nutzern zieht Civey eine quotierte Stichprobe, die sicherstellt, dass sie beispielsweise in den Merkmalen Alter, Geschlecht und Bevölkerungsdichte der Grundgesamtheit entspricht. In einem dritten Schritt werden die Ergebnisse schließlich nach weiteren soziodemografischen Faktoren und Wertehaltungen der Abstimmenden gewichtet, um Verzerrungen zu korrigieren und Manipulationen zu verhindern. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in den Civey FAQ.
Warum ist eine Registrierung nötig?
Die Registrierung hilft dabei, die Antworten zu gewichten, und ermöglicht so ein Ergebnis für die Umfragen, das für die Wahlbevölkerung in Deutschland repräsentativ ist. Jeder Teilnehmer wird dabei nach seinem Geschlecht, Geburtsjahr und Wohnort gefragt. Danach kann jeder seine Meinung auch in weiteren Umfragen zu unterschiedlichen Themen abgeben.
Wie werden die Ergebnisse repräsentativ?
Die Antwort jedes Teilnehmers wird so gewichtet, dass das Resultat einer Umfrage für die Grundgesamtheit repräsentativ ist. Bei der Sonntagsfrage und beim Regierungsmonitor umfasst diese Grundgesamtheit die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Die Gewichtung geschieht vollautomatisiert auf Basis der persönlichen Angaben bei der Registrierung sowie der Historie früherer Antworten eines Nutzers. Weitere Details zur Methodik stehen im Civey-Whitepaper.
Erreicht man online überhaupt genügend Teilnehmer?
Meinungsumfragen werden in der Regel telefonisch oder online durchgeführt. Für die Aussagekraft der Ergebnisse ist entscheidend, wie viele Menschen erreicht werden können und wie viele sich tatsächlich an einer Umfrage beteiligen, wenn sie angesprochen werden. Internetanschlüsse und Festnetzanschlüsse sind in Deutschland derzeit etwa gleich weit verbreitet - bei jeweils rund 90 Prozent der Haushalte, Mobiltelefone bei sogar 95 Prozent. Die Teilnahmebereitschaft liegt bei allen Methoden im einstelligen Prozentbereich, besonders niedrig schätzen Experten sie für Telefonumfragen ein.
Es gibt also bei beiden Methoden eine Gruppe von Personen, die nicht erreicht werden kann, weil sie entweder keinen Anschluss an das jeweilige Netz hat oder sich nicht an der Umfrage beteiligen möchte. Deshalb müssen für ein aussagekräftiges Ergebnis immer sehr viele Menschen angesprochen werden. Civey-Umfragen sind derzeit neben SPIEGEL ONLINE in mehr als 20.000 andere Webseiten eingebunden, darunter auch unterschiedliche Medien. So wird gewährleistet, dass möglichst alle Bevölkerungsgruppen gut erreicht werden können.
Woran erkenne ich die Güte eines Ergebnisses?
Bis das Ergebnis einer Umfrage repräsentativ wird, müssen ausreichend viele unterschiedliche Menschen daran teilnehmen. Ob das bereits gelungen ist, macht Civey transparent, indem zu jedem Umfrageergebnis eine statistische Fehlerwahrscheinlichkeit angegeben wird. Auch die Zahl der Teilnehmer und die Befragungszeit werden für jede Umfrage veröffentlicht.
Was bedeutet es, wenn sich die farbigen Bereiche in den Grafiken überschneiden?
In unseren Grafiken ist der statistische Fehler als farbiges Intervall dargestellt. Dieses Intervall zeigt jeweils, mit welcher Unsicherheit ein Umfragewert verbunden ist. Zum Beispiel kann man bei der Sonntagsfrage nicht exakt sagen, wie viel Prozent eine Partei bei einer Wahl bekommen würde, jedoch aber ein Intervall angeben, in dem das Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit liegen wird. Überschneiden sich die Intervalle von zwei Umfragewerten, dann können streng genommen keine Aussagen über die Differenz getroffen werden. Bei der Sonntagsfrage heißt das: Liegen die Umfragewerte zweier Parteien so nah beieinander, dass sich ihre Fehlerintervalle überlappen, lässt sich daraus nicht ableiten, welche von beiden aktuell bei der Wahl besser abschneiden würde.
Was passiert mit meinen Daten?
Die persönlichen Daten der Nutzer werden verschlüsselt auf deutschen Servern gespeichert und bleiben geheim. Mitarbeiter von Civey arbeiten für die Auswertungen lediglich mit User-IDs und können die Nutzer nicht mit ihrer Abstimmung in Verbindung bringen. Die persönlichen Angaben der Nutzer dienen vor allem dazu, die Antworten zu gewichten und sicherzustellen, dass die Umfragen nicht manipuliert werden. Um dies zu verhindern, nutzt Civey statistische wie auch technische Methoden. Darüber hinaus arbeitet Civey mit externen Partnern zusammen, die Zielgruppen für Werbetreibende erstellen. Nur wenn Nutzer die Datenschutzerklärung sowohl von Civey als auch von einem externen Partner akzeptiert haben, dürfen Ihre Antworten vom Partner zur Modellierung dieser Zielgruppen genutzt werden. Ein Partner erhält aber keine Informationen zu Ihren politischen und religiösen Einstellungen sowie solche, mit denen Sie identifiziert werden können. Civey-Nutzer werden auch nicht auf Basis ihrer Antworten mit Werbung bespielt. Der Weitergabe an Partner können Sie als eingeloggter Nutzer jederzeit hier widersprechen. Mehr Informationen zum Datenschutz bei Civey finden Sie hier.
Wer steckt hinter Civey-Umfragen?
An dieser Stelle haben Leser in der App und auf der mobilen/stationären Website die Möglichkeit, an einer repräsentativen Civey-Umfrage teilzunehmen. Civey ist ein Online-Meinungsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Zur Erhebung seiner repräsentativen Umfragen schaltet die Software des 2015 gegründeten Unternehmens Websites zu einem deutschlandweiten Umfragenetzwerk zusammen. Neben SPIEGEL ONLINE gehören unter anderem auch der "Tagesspiegel", "Welt", "Wirtschaftswoche" und "Rheinische Post" dazu. Civey wurde durch das Förderprogramm ProFit der Investitionsbank Berlin und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

Wer steckt hinter Civey-Umfragen?

An dieser Stelle haben Leser in der App und auf der mobilen/stationären Website die Möglichkeit, an einer repräsentativen Civey-Umfrage teilzunehmen. Civey ist ein Online-Meinungsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Zur Erhebung seiner repräsentativen Umfragen schaltet die Software des 2015 gegründeten Unternehmens Websites zu einem deutschlandweiten Umfragenetzwerk zusammen. Neben SPIEGEL ONLINE gehören unter anderem auch der "Tagesspiegel", "Welt", "Wirtschaftswoche" und "Rheinische Post" dazu. Civey wurde durch das Förderprogramm ProFit der Investitionsbank Berlin und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

insgesamt 16 Beiträge
mirage122 29.04.2019
1. Immer wieder verwundert!
Toll ständig die Civey-Befragungen. Ich habe da noch nie mitgemacht, weil man bis ins Unendliche abgefragt wird, wenn man das einmal durch geht. Da muss man im schlimmsten Fall sogar noch angeben, welche Unterwäsche man trägt! [...]
Toll ständig die Civey-Befragungen. Ich habe da noch nie mitgemacht, weil man bis ins Unendliche abgefragt wird, wenn man das einmal durch geht. Da muss man im schlimmsten Fall sogar noch angeben, welche Unterwäsche man trägt! Nicht besonders seriös, SPON!
m.klagge 29.04.2019
2. Und wie viele Leute wollen nicht EU wählen?
Ja, jede Stimme die nicht angegeben wird nutzt rein rechnerisch den Wahlgewinnern. Aber jade Stimme die nicht abgegeben schwächt auch die Legitimatiuon der Wahlgewinner. Auch wenn das von den Medien gern verschwiegen wird. [...]
Ja, jede Stimme die nicht angegeben wird nutzt rein rechnerisch den Wahlgewinnern. Aber jade Stimme die nicht abgegeben schwächt auch die Legitimatiuon der Wahlgewinner. Auch wenn das von den Medien gern verschwiegen wird. Frankreichs Gelbwesten könnte ein erster aSchritt zu einer außerparlamentarsciehn Opposition sein, die diese perverse Konstruktion in Brüssel eines Tages aus den Angeln hebt. Wer die Bürger nicht fragt, mit wem sie. bildlich gesprochen, in der gleichen Wohung leben wolen muss weg.
hugahuga 29.04.2019
3.
"Wer die Bürger nicht fragt, mit wem sie. bildlich gesprochen, in der gleichen Wohung leben wolen muss weg." Auf den Punkt getroffen. Und wer darüber hinaus - ohne Mitsprache der Bürger - den Migrationspakt [...]
Zitat von m.klaggeJa, jede Stimme die nicht angegeben wird nutzt rein rechnerisch den Wahlgewinnern. Aber jade Stimme die nicht abgegeben schwächt auch die Legitimatiuon der Wahlgewinner. Auch wenn das von den Medien gern verschwiegen wird. Frankreichs Gelbwesten könnte ein erster aSchritt zu einer außerparlamentarsciehn Opposition sein, die diese perverse Konstruktion in Brüssel eines Tages aus den Angeln hebt. Wer die Bürger nicht fragt, mit wem sie. bildlich gesprochen, in der gleichen Wohung leben wolen muss weg.
"Wer die Bürger nicht fragt, mit wem sie. bildlich gesprochen, in der gleichen Wohung leben wolen muss weg." Auf den Punkt getroffen. Und wer darüber hinaus - ohne Mitsprache der Bürger - den Migrationspakt unterschrieben hat, darf nicht länger die Richtlinien der deutschen Politik bestimmen.
mundi 29.04.2019
4. Keine lebendige Demokratie
Das Problem ist, dass uns die Politiker für zu dumm halten, in einem Referendum mit ja oder nein zu antworten. Man redet sich damit aus, dass nicht jedes Problem nur zwei. Seiten hat. Damit haben aber weder die Schweizer, [...]
Zitat von hugahuga"Wer die Bürger nicht fragt, mit wem sie. bildlich gesprochen, in der gleichen Wohung leben wolen muss weg." Auf den Punkt getroffen. Und wer darüber hinaus - ohne Mitsprache der Bürger - den Migrationspakt unterschrieben hat, darf nicht länger die Richtlinien der deutschen Politik bestimmen.
Das Problem ist, dass uns die Politiker für zu dumm halten, in einem Referendum mit ja oder nein zu antworten. Man redet sich damit aus, dass nicht jedes Problem nur zwei. Seiten hat. Damit haben aber weder die Schweizer, oder wie gesehen, die Briten, keine Probleme. Sollte das Umfrageergebnis nicht passen, dann sagt man: das Volk hat die Frage nicht verstanden. Pure Überheblichkeit und keine lebendige Demokratie.
Dengar 29.04.2019
5.
Viele Hessen können ja nicht mitgemacht haben bei der EU-Wahlfrage. Dort kommt die Union brandaktuell nur auf 27 Prozent. Keine Ahnung, woher eure 32 kommen sollen - vielleicht aus Bayern? [...]
Viele Hessen können ja nicht mitgemacht haben bei der EU-Wahlfrage. Dort kommt die Union brandaktuell nur auf 27 Prozent. Keine Ahnung, woher eure 32 kommen sollen - vielleicht aus Bayern? http://www.wahlrecht.de/umfragen/europawahl.htm#he

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