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Reise

Chinesischer Airport

Boeing 737 musste wegen schlafender Fluglotsen Warteschleifen drehen

Die Fluglotsen von Wuhan haben auf ihrem Tower ein Nickerchen eingelegt. Die beiden Männer verpennten glatt, dass eine Boeing 737 auf ihrem Airport landen wollte. Selbst mehrfache Funkanfragen hörten sie nicht.

REUTERS

Warteschleifen über Wuhan: Die Fluglotsen schlafen, die Passagiere genießen die Aussicht

Dienstag, 19.08.2014   13:49 Uhr

Wuhan - Immer wieder mussten die Piloten der Fluggesellschaft China Eastern Airlines den Tower des Flughafens in Wuhan anfunken - auf Englisch und Chinesisch. Dann erst hätten sie Antwort bekommen, berichtete das Nachrichtenportal Sina.com. Die Fluglotsen seien eingeschlafen gewesen.

Die Boeing 737 kam demnach von der vor Vietnam gelegenen Insel Hainan. Fast eine Viertelstunde warteten die Piloten lang auf ihre Landeerlaubnis, nach mehreren Warteschleifen in einer Höhe von 900 Metern konnten sie die Maschine schließlich sicher landen.

Das Wirtschaftsblatt "Caijing" berichtete unter Berufung auf einen Ermittlungsbericht, dass gleich beide Fluglotsen geschlafen hätten, als die Boeing 737 zur Landung ansetzen wollte. Demnach ereignete sich der Vorfall bereits Anfang Juli.

In Chinas sozialen Netzwerken lösten die Berichte eine lebhafte Debatte über die Flugsicherheit in China aus. "Hunderte Menschenleben hängen vom Verhalten der Fluglotsen ab. Wir vertrauen euch unser Leben an", empörte sich etwa ein Nutzer des chinesischen Kurzbotschaftendienstes Sina Weibo. Ungeachtet der anstrengenden Arbeit von Fluglotsen sei es unverzeihlich, inmitten der Schicht einzuschlafen.

abl/AFP

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