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Reise

Pöbelnde Passagierin

Flugzeug muss erneut wegen Rückenlehnen-Streits landen

Erneut musste ein US-Flugzeug ungeplant zwischenlanden, weil eine Passagierin schrie und fluchte. Die Frau soll unter emotionalem Stress gestanden haben: Ihre beiden Hunde sind vor Kurzem gestorben.

imago

Streit um Rückenlehnen: "Bringen Sie diesen Flieger runter"

Mittwoch, 03.09.2014   07:30 Uhr

New York - Es war das dritte Mal innerhalb weniger Tage, dass in den USA ein Streit unter Passagieren zu einer ungeplanten Zwischenlandung führte: Der Delta-Flug 2370 war am Montagabend gegen 19 Uhr vom New Yorker Flughafen La Guardia in Richtung West Palm Beach in Florida gestartet, als es zu der Auseinandersetzung zwischen zwei Frauen kam.

Eine 32-jährige Reisende stieß sich Delta zufolge den Kopf, als die Frau vor ihr die Lehne zurückklappte, während sie auf dem ausgeklappten Tisch schlummerte. Die junge Frau, die laut eigenen Angaben durch den Tod ihrer beiden Hunde ohnehin stark mitgenommen war, regte sich so sehr auf, dass sie von den Begleitern nicht beruhigt werden konnte.

"Da war diese Frau, die strickend neben mir saß, und einfach versuchte, ihren Sitz nach hinten zu klappen", berichtete Fluggast Aaron Klipin laut CNN. "Da fing die Frau hinter ihr an zu schreien und zu fluchen." Ein Flugbegleiter sei zu ihr gegangen, um sie zu beruhigen, das habe sie aber offenbar noch mehr auf die Palme gebracht.

Die Frau habe dann verlangt, dass das Flugzeug landen müsse. "Mir sind die Konsequenzen egal, aber bringen Sie diesen Flieger runter", soll die 32-Jährige laut einem Bericht des TV-Senders WABC gesagt haben.

Tatsächlich landete die Maschine in Jacksonville im Norden des US-Bundesstaats Florida. Die Fluggesellschaft Delta bestätigte den Vorfall. Der Kapitän habe "aus großer Vorsicht" den nächstgelegenen Flughafen angesteuert. Die Passagierin verließ die Maschine und wurde vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen, bevor sie ihre Reise per Mietwagen fortsetzen konnte. Die restlichen Passagiere konnten nach West Palm Beach weiterfliegen.

In den vergangenen Tagen waren zwei ähnliche Vorfälle bekannt geworden: Auf dem Flug von Miami nach Paris erregte sich am vergangenen Donnerstag ein 61-jähriger Franzose über die zurückgeklappte Rückenlehne seines Vordermanns. Als ein Flugbegleiter den Mann beruhigen wollte, regte dieser sich nur noch mehr auf - und packte schließlich den Flugbegleiter am Arm. Ein Sicherheitsbeamter an Bord der American-Airlines-Maschine überwältigte den Franzosen und legte ihm Handschellen an. Der Pilot drehte ab und landete in Boston.

Am Sonntag zuvor hatte eine Maschine der US-Fluggesellschaft United Airlines außerplanmäßig in Chicago landen müssen, nachdem ein Streit um eine Rückenlehne eskaliert war. Auf dem Flug von Newark nach Denver hatte ein Passagier die Rückenlehne vor ihm mit einem sogenannten Knee Defender ("Knieverteidiger") blockiert. Er weigerte sich, die Vorrichtung abzunehmen, als die Stewardess ihn dazu aufforderte. Schließlich schüttete ihm die vor ihm sitzende Reisende ein Glas Wasser ins Gesicht.

Der Knee Defender verhindert, dass der Vordermann seine Rückenlehne nach hinten verstellen kann. Er besteht aus zwei Manschetten, die am eigenen Tisch befestigt werden, und kostet umgerechnet 17 Euro. Die meisten US-Fluggesellschaften - auch United Airlines - untersagen seine Verwendung an Bord ihrer Maschinen.

ala/AFP

insgesamt 77 Beiträge
jockel37 03.09.2014
1. Wie geht das?
Stricken im Flugzeug? Wie hat die Dame ihre Stricknadeln an Bord gebracht, gerade in den USA?
Stricken im Flugzeug? Wie hat die Dame ihre Stricknadeln an Bord gebracht, gerade in den USA?
conniu 03.09.2014
2. als vielreisender
Verstehe ich die von einer schräg gestellten Rücklehne Geplagten. Die, die ihr Rückenlehnenrecht ausüben, sind in Regel die Kleinsten der Gesellschaft, und dies nicht nur körperlich.. insofern habe ich keine Probleme als [...]
Verstehe ich die von einer schräg gestellten Rücklehne Geplagten. Die, die ihr Rückenlehnenrecht ausüben, sind in Regel die Kleinsten der Gesellschaft, und dies nicht nur körperlich.. insofern habe ich keine Probleme als 1,95 m Hüne meine Knie in die Rückenlehnen hineinzubohren. Das Problem löst sich dann meistens in kurzer Zeit selbständig. Die Schlauberger, die mir nun sagen wollen, ich solle für mehr Beinfreiheit die C - Klasse buchen, sei gesagt, dass das auch der Liegeplatzsuchende genausogut tun kann.
kojak2010 03.09.2014
3.
ich versteh nicht warum ein ganzes Flugzeug landen muss, mit weiss gott wieviel anderen Menschen die mit dieser Sache nichts zu tun haben. eine ordentliche Backpfeiffe, dass das Gebis rausfällt, dann auf dem klo einsperren. nur [...]
ich versteh nicht warum ein ganzes Flugzeug landen muss, mit weiss gott wieviel anderen Menschen die mit dieser Sache nichts zu tun haben. eine ordentliche Backpfeiffe, dass das Gebis rausfällt, dann auf dem klo einsperren. nur weil eine dumme Gans ihre zwei Beisshunde verloren haben, dreht die durch.... ich muss lachen. und vermutlich 150 andere Leute kommen nicht zu ihren Termin. wegen zwei blöde Hunde. hoffentlich bekommt dieses "starke Geschlecht" mit ihren 32 jahren auch eine ordentliche Rechnung von der Fluggesellschaft für das ausserplanmässige Landen und erneutes starten. 100.000 Dollar sollte das min. schon sein. der Lerneffekt setzt dann deutlich schneller ein. aber vermutlich tingelt diese Tussie wie viele andere Z Promis auch, nach so einem Vorfall durch die TV Landschaft und mimht das unschuldige und traurige Opfer...
kwik-e-mart 03.09.2014
4. Das Zurückklappen der Rückenlehne
sollte grundsätzlich unterbunden werden. Es bringt nicht wirklich etwas und nervt den Hintermann unnötigerweise. Was letztlich dabei rauskommt, sieht man ja. Im Zug geht es ja auch nicht und die Reisenden überleben es trotzdem.
sollte grundsätzlich unterbunden werden. Es bringt nicht wirklich etwas und nervt den Hintermann unnötigerweise. Was letztlich dabei rauskommt, sieht man ja. Im Zug geht es ja auch nicht und die Reisenden überleben es trotzdem.
Märchenonkel 03.09.2014
5. Kein Wunder
Man fühlt sich mittlerweile wie in einer Legebatterie. So unverschämt eng sind die Sitze und der Abstand zum Vordermann.
Man fühlt sich mittlerweile wie in einer Legebatterie. So unverschämt eng sind die Sitze und der Abstand zum Vordermann.
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