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Reise

Von Party- bis Familienziel

Skifahrer haben Lieblingsgebiete gekürt

Gibt es genügend Pisten? Stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis? Und was geht ab beim Après-Ski? 49.000 Wintersportler wurden direkt auf der Piste zur Zufriedenheit mit ihrem Urlaubsgebiet befragt.

Zermatt Bergbahnen
Donnerstag, 10.11.2016   12:57 Uhr

Top eins: Zermatt. Top zwei und drei: Livigno und Serfaus-Fiss-Ladis. Die ersten drei Ränge beim Ranking der Skigebiete verteilen sich auf die drei Länder Schweiz, Italien und Österreich. Für die Liste wurden in der vergangenen Skisaison 48.788 Wintersportler zu ihrer Zufriedenheit mit dem besuchten Gebiet befragt. Die Studie "Best Ski Resort" hat die Unternehmensberatung Mountain Management in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck erstellt.

Wie zufrieden sind Sie? Wie gut ist das Pistenangebot? Wie toll ist die Naturkulisse? Auf solche Fragen in mehr als 20 Kategorien haben die Freizeitsportler in 54 Alpen-Skiresorts direkt auf der Piste geantwortet. Viermal bauten sich die Befrager in den jeweiligen Orten auf - zweimal in der Haupt- und zweimal in der Nebensaison. (Die Top-Ten der Skiresort-Befragung sehen Sie in dieser Fotostrecke.)

Am wichtigsten bei der Wahl des Urlaubsziels bleibt nach wie vor die Größe des Gebiets und die Pistenauswahl, berichten die Autoren von der Beratungsfirma in Liechtenstein. Dabei gilt: Je besser der Skifahrer, desto größer sollte das Resort sein. Allerdings wird der Faktor Schneesicherheit für die Urlauber wichtiger - was den Gletschergebieten Zermatt im Wallis und Saas Fee im Gesamt-Ranking nach vorne half. Gesamt gesehen am zufriedensten mit der Schneeverlässlichkeit waren die Gäste in italienischen Gebieten, gefolgt von Schweizern und französischen.

Gröden/Val Gardena machte in der Einzelkategorie Pistenangebot/Skigebietsgröße das Rennen - hier kam wohl der Verbund Dolomiti-Superski und die beliebte Sella-Ronda zum Tragen. Bei Spaß/Unterhaltung sowie Après-Ski lag dagegen Ischgl in Tirol vorne (und sieben weitere österreichische Skiorte unter den Top Ten), Laax in Sachen Freestyle.

Als herausragend kinderfreundlich wird Serfaus-Fiss-Ladis wahrgenommen, und Sulden in Italien gefiel mit einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Am Kronplatz wurde kräftig in die Bergbahnen investiert - das hat sich mit einem Rang eins in der Kategorie Beförderungskomfort gelohnt. Die Hotels gefielen den Gästen besonders gut in Lech-Zürs am Arlberg.

Laut dem Studienleiter Michael Partel macht den Gebieten die abnehmende Loyalität der Gäste zu schaffen, etwa ein Drittel wählten sich jedes Mal ein anderes Skigebiet. Skifahrer wollten einfach mehr sehen und erleben, so Partel. Die Orte müssten daher mit "Wow-Effekten" ihre Kunden nachhaltig begeistern.

Auffällig sei, "dass die Spitzenreiter unter den Skiresorts stärker in den Zufriedenheitswerten steigen als der Rest". Diese Regionen hätten wohl "ein besonders gutes Händchen für ihre Bemühungen und Investitionen", konstatiert die Studie, die alle zwei Jahre durchgeführt wird.

abl

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