Schrift:
Ansicht Home:
Reise

Buch über deutsche Campingplätze

111 Orte zum Glücklichsein

Zelten am Chiemsee, übernachten im Van auf dem Nordseestrand oder mitten in der Mosel: Der Camping-Enthusiast Michael Moll hat die schönsten Plätze Deutschlands zusammengetragen.

Campingplatz Seehäusl
Von
Montag, 22.04.2019   07:40 Uhr

Sie planen Ihren Urlaub und geraten beim Gedanken ans Rascheln der Zeltplane ins Schwärmen? Oder ertappen sich dabei, wie Sie im Kopf die Sitzpolster des Wohnmobils zu einer Liegefläche umklappen? Sie lieben das Gefühl, nicht in einem Haus mit echten Wänden zu schlafen, sondern mitten in der Natur?

Dann kennen Sie sicher tolle Campingplätze und führen eine Liste mit Orten, an denen Sie mal Ihr Zelt aufschlagen oder Ihr Wohnmobil abstellen wollen. So geht es auch Michael Moll, einem Camping-Enthusiasten, der gerade das Buch "111 deutsche Campingplätze, die man kennen muss" veröffentlicht hat.

Der Reisejournalist ist Wohnmobilfahrer, bereist seit Jahren die Welt und hat drei Jahre lang in seinem Gefährt gelebt. 2016 erfüllte er sich den Traum eines eigenen Campingplatzes und eröffnete einen Wohnmobilstellplatz in Nordrhein-Westfalen.

Fotostrecke

Von Nordsee bis Zugspitze: Deutschlands schönste Campingplätze

Molls nun im Emons Verlag erschienenes, kleinformatiges Buch ist kein Reiseführer im klassischen Sinn. Es liest sich eher als inspirierende Liste, mit deren Hilfe Campingfans ihre nächsten Etappen und Urlaube planen können. Zu jedem der 111 Einträge liefert der Autor einen kurzen Text und die wichtigsten Informationen zu Öffnungszeiten, Anreise und besonderen Angeboten.

Gibt es einen Brötchenservice, einen Grillplatz oder Gastronomie? Vermieten die Inhaber auch Räder, SUP-Boards oder Schlauchboote? Verfügt der Platz nur über Stellplätze für Zelte und Wohnmobile oder auch über spezielle Unterkünfte wie Schäferwagen, Holzhütten oder gar ein Schlaffass?

Campingplätze der Superlative

Die Auswahl der 111 Plätze erscheint sehr subjektiv. Es sind sicher nicht nur die beliebtesten Exemplare dabei, sondern - wie im Buchtitel bereits erwähnt - diejenigen deutschen Campingplätze, "die man kennen muss".

Dazu zählt Michael Moll auch solche, die mit einem Superlativ aufwarten: Da wäre der nördlichste Campingplatz Deutschlands (in Kampen auf Sylt), der vielleicht grünste (Camping-Paradies Grüner Jäger im niedersächsischen Sottrum), der älteste (Camping Berger in Köln), der größte (Camping Grav-Insel in Nordhrein-Westfalen und der mit der wohl steilsten Zufahrt (Naturpark-Camping Suleika in Baden-Württemberg).

Besonders ist auch der Campingplatz Buntspecht, den Moll als den dunkelsten des Landes bezeichnet. Er liegt im Naturpark Westerhavelland, das 2011 als Lichtschutzgebiet ausgewiesen wurde, weil der Sternenhimmel hier dank wenig künstlichen Lichts gut zu bestaunen ist. Molls Tipp: "Licht aus im Wohnmobil und den Blick nach oben richten."

Campingplätze in spektakulären Lagen

Doch ein Superlativ allein dürfte kaum das Kriterium sein, nach dem Zelt- und Wohnmobilreisenden einen Ort aussuchen. Vielmehr ist wohl die Lage ausschlaggebend - und die ist oft schön, wenn die Welt aus dem Wohnmobilfenster grün wirkt oder wenn Möwenkreischen durch die Zeltwand dringt.

Ob am Meer, an einem See oder mitten in den Bergen - Molls Campingplatzsammlung bietet für jeden Geschmack einen Tipp. Hier ein paar Beispiele:

Leseraufruf

Abenteuer mit Zelt und Wohnwagen: Camping-Urlaube sind immer für eine verrückte Anekdote gut - von seltsamen Nachbarn bis hin zu dramatischen Materialschäden. Was haben Sie erlebt?

Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen - und mailen Sie sie an spon.reise.lesermails@spiegel.de, Betreff: Camping. Eine Auswahl der Einsendungen wird bei SPIEGEL ONLINE veröffentlicht. Mit der Einsendung erklärt der Absender, dass er die Rechte an dem Material besitzt und mit der Veröffentlichung einverstanden ist.

Afrika, Amerika - oder gleich die Südsee?

Manche der im Buch aufgeführten deutschen Campingplätze klingen gar nicht nach den Orten, an denen sie sich befinden, sondern nach der weiten Welt.

Preisabfragezeitpunkt:
06.06.2019, 13:20 Uhr
Ohne Gewähr

ANZEIGE

Michael Moll
111 deutsche Campingplätze, die man kennen muss: Reiseführer

Verlag:
Emons Verlag
Seiten:
240
Preis:
EUR 16,95

Und dann sind da noch Plätze mit ungewöhnlichen Konzepten - in Marburg können Reisende ihren Camper in Pferdeboxen abstellen - oder besonderen Schwerpunkten: Der WellMobilPark in Baden-Württemberg richtet sich an Camper mit Wellnessbedarf - es gibt eine Sauna, eine Totes-Meer-Salzgrotte und ein Thermarium.

Da sage noch mal jemand, Camping sei unkomfortabel.

Im Video: Der Platzwart - Unter deutschen Campern

Foto: SPIEGEL TV

insgesamt 5 Beiträge
kenneth2005 22.04.2019
1. camper und wohnmobilisten
sind zwei paar Stiefel.Die Einen waren früher mit Zelt unterwegs die Anderen entdecken gerade dass es ausserhalb des Hotels noch übernachtungsmöglichkeiten gibt und Stellplätze müssen billig sein weil das Womo ja schon [...]
sind zwei paar Stiefel.Die Einen waren früher mit Zelt unterwegs die Anderen entdecken gerade dass es ausserhalb des Hotels noch übernachtungsmöglichkeiten gibt und Stellplätze müssen billig sein weil das Womo ja schon teuer ist
JürgenZ 22.04.2019
2. zweischneidig
Zwar sind solche Führer eine Inspiration, leider nicht für einen alleine, was gerade beim Camping nicht ganz unwesentlich ist.
Zwar sind solche Führer eine Inspiration, leider nicht für einen alleine, was gerade beim Camping nicht ganz unwesentlich ist.
neutron76 22.04.2019
3. Nett, der dröftausendste Campingführer
Ich hab mal auf einer Freizeit- und Campingmesse an einem Stand von Autoren eines Campingführers nach Campingplätzen gefragt an denen man offenes Feuer machen darf. Ich hab das in den USA schätzen gelernt, aber hier nur [...]
Ich hab mal auf einer Freizeit- und Campingmesse an einem Stand von Autoren eines Campingführers nach Campingplätzen gefragt an denen man offenes Feuer machen darf. Ich hab das in den USA schätzen gelernt, aber hier nur ungläubige Blicke geerntet.
dynamoraul 23.04.2019
4. Es gibt noch einige wenige
Campingplätze in Deutschland die den Namen verdienen,die meisten anderen sind zu Freizeitparks und Deutscher Kleingärtner Mentalität verkommen.Dauercamping hat mit Camping nichts zu tun.Der Luxuswahn den die Campingmessen [...]
Campingplätze in Deutschland die den Namen verdienen,die meisten anderen sind zu Freizeitparks und Deutscher Kleingärtner Mentalität verkommen.Dauercamping hat mit Camping nichts zu tun.Der Luxuswahn den die Campingmessen verbreiten wird gerne angenommen.So kann man seine Statussymbole auch im Urlaub raushängen lassen.
manicmecanic 23.04.2019
5. @1. total falsch
ist Ihre Annahme daß Camper und Wohnmobilisten so verschieden ticken.Ich bin Camper gewesen als Kind,hab also angefangen auf die alte klassische Art.Der typische Grund damals,ein Arbeiter der die kinderreiche Familie fütterte [...]
ist Ihre Annahme daß Camper und Wohnmobilisten so verschieden ticken.Ich bin Camper gewesen als Kind,hab also angefangen auf die alte klassische Art.Der typische Grund damals,ein Arbeiter der die kinderreiche Familie fütterte aber trotzdem mal Urlaub wollte.Da mein Vater immer an denselben Ort fuhr hat mich das total abgetörnt.Später dann doch wieder Camping gemacht,da war ich selbst nur Arbeiter und derselbe Grund-wenig Geld- brachte mich dann auf so einige Campingplätze im schönen Frankreich.Dann kamen viele Jahre mit Fernreisen.Seit ich nicht mehr fliege reise ich wieder per KFZ,erst ein paar Jahre mit einem Mobil,nun mit Caravan.Daher kenne ich alle Versionen Reisender,es ist schlicht falsch daß Camper sich so von Wohnmobilisten unterscheiden.Man kommt oft mit anderen ins Gespräch und nicht wenige haben wie ich beide Arten dieser Urlaubsart genutzt.In alten Zeiten wars schon nicht anders,es lag meist nur am Geld wie man campte.Wer sich mehr leisten konnte kaufte sich einen Caravan,Mobile waren damals noch viel teurer,aber Hauptausschlußgrund war daß kaum wer sich so ein Ding zusätzlich vor die Tür stellen konnte/wollte.Heute liegts am Reiseprofil,ist man eher mit einem Ort zufrieden im Urlaub ziehen die Camper einen Hänger dahin.Wer eher zum vagabundieren neigt nutzt ein Mobil.Damit kann man auch noch in Städte fahren,vielleicht nicht mitten hinein.Mit Anhänger ist das kaum noch machbar bzw. nervig selbst mit kleinerem hinten dran.
Newsletter
Bücher: Bestseller und Lesetipps

Verwandte Artikel

Mehr im Internet

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP