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Reise

Mecklenburg-Vorpommern

Zehn Seen, zehn Geschichten

See ist nicht gleich See. Schon gar nicht in Mecklenburg-Vorpommern, wo mehr als 2000 die Landschaft prägen. Zehn Uferbewohner erzählen die Geschichte ihres Gewässers.

Von Sarah Paulus
Dienstag, 06.09.2016   04:42 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern ist nah am Wasser gebaut. Im Norden lockt die Ostsee, weiter südlich finden sich mehr als 2000 Seen. Kleine, mittlere und große. Viele mit, einige ohne Namen. Um sie herum ist das Land weit, der Himmel hoch.

Ein Paradies für Paddler und für Wanderer. Und für Radler, die entrückt vom Alltag über enge Alleen cruisen können - von einem zum nächsten blauen Flecken auf der Landkarte. Sie fahren vorbei an knorrigen Obstbäumen, die im Spätsommer reich an Äpfeln, Birnen und Pflaumen sind.

See ist nicht gleich See. Jeder Einzelne hat seine Geschichte. Erzählt wird sie von Menschen, die an den Ufern leben oder arbeiten. Wir haben zehn Seen und ihre Anrainer besucht - eine Reise quer durch Mecklenburg-Vorpommern, die 124 Kilometer nördlich von Berlin in Carwitz beginnt und in Groß Zecher 70 Kilometer entfernt von Hamburg endet.

Eine Seen-Tour in Mecklenburg-Vorpommern

insgesamt 16 Beiträge
c.PAF 08.09.2016
1.
Sehr schöne Gegend, aber mit ausländischem Nachnamen (obwohl seit 7 Generationen in Deutschland) fallen mir dann doch spontan andere Gegenden ein, die ich lieber besuche.
Sehr schöne Gegend, aber mit ausländischem Nachnamen (obwohl seit 7 Generationen in Deutschland) fallen mir dann doch spontan andere Gegenden ein, die ich lieber besuche.
Premiumbernd 08.09.2016
2. Ja, der Tollensesee,
dort im Heidehof hatte ich meinen ersten Urlaub in Ostdeutschland gemacht. Ich war sehr skeptisch, für mich war es irgendwie "Dunkeldeutschland" und als Wessi dahin? Na ja, meine Frau wollte aber. Und das war gut so. Es [...]
dort im Heidehof hatte ich meinen ersten Urlaub in Ostdeutschland gemacht. Ich war sehr skeptisch, für mich war es irgendwie "Dunkeldeutschland" und als Wessi dahin? Na ja, meine Frau wollte aber. Und das war gut so. Es war ein wunderbarer Urlaub. Klasse Hotel, extrem freundliche Menschen. Phantastische Landschaft. Den ganzen Tag habe ich mit meiner Frau Ausflüge per Auto gemacht. Und selbst in dem kleinsten Dorf wurden wir herzlich behandelt. Und abends habe ich mir im Hotel meine Biere gegönnt. Leute, wenn ihr Gastfreundlichkeit wollt, ist Südeuropa nicht unbedingt die erste Wahl. Meck-Pom ist näher. Gruß aus Duisburg.
KarK 08.09.2016
3. @c.PAF
Mecklenburg lebt vom Tourismus. Ich bin immer wieder verblüfft, wie Westdeutsche sich das hier vorstellen … und wie gut es sich mit diesen schön kultivierten Vorurteilen leben lässt. Muss ja so sein, wenn man nicht von ihnen [...]
Mecklenburg lebt vom Tourismus. Ich bin immer wieder verblüfft, wie Westdeutsche sich das hier vorstellen … und wie gut es sich mit diesen schön kultivierten Vorurteilen leben lässt. Muss ja so sein, wenn man nicht von ihnen lassen will. Man könnte sich ja vom Gegenteil überzeugen, steht dann aber dumm da, weil man den ganzen Quatsch geglaubt hat. Meine Freundin ist halb Afrikanerin und niemand hat Probleme damit. Wieso auch? Lesen Sie mal das Telefonbuch, es wird Sie verblüffen, wieviele ausländische Namen Sie darin finden können.
nicht-schweiger 08.09.2016
4. zu c.PAF
Jedem seine Vorurteile und diese bloß nicht ausräumen. Rund 80% haben nicht rechts gewählt. Aber wenn ich in der 7. Generation Mussolini hieße, traute ich mich auch nicht überall hin...
Jedem seine Vorurteile und diese bloß nicht ausräumen. Rund 80% haben nicht rechts gewählt. Aber wenn ich in der 7. Generation Mussolini hieße, traute ich mich auch nicht überall hin...
c.PAF 08.09.2016
5.
Nun, meine "Vorurteile" bedeuten ja nicht, daß ich dieses Bundesland garnicht besuchen werden. Es steht aber in der Besuchsliste der deutschen Bundesländer viel weiter unten, als es stehen müßte. Klar ist auch, daß [...]
Nun, meine "Vorurteile" bedeuten ja nicht, daß ich dieses Bundesland garnicht besuchen werden. Es steht aber in der Besuchsliste der deutschen Bundesländer viel weiter unten, als es stehen müßte. Klar ist auch, daß natürlich nicht alle Menschen dort dieses schräge Weltbild Fremden gegenüber haben. Im Gegenteil, natürlich ist das (zum Glück) die Minderheit. Mit meinem Namen (übrigens nicht Mussolini), hatte ich noch nirgends Problem. In MV rechne ich auch nicht wirklich mit Problemen, auch wenn mir die Gefahr dafür doch höher erscheint als in allen anderen Bundesländern. Vielmehr ist mein "Nicht-Hinfahren" eher ein politisches Statement. So wie der AfD-Wähler als "Protestewähler" dargestellt werden, bin ich halt ein "Protest-nicht-Hinfahrer". Protestbewegungen enden, so sicher auch meine. ;) Daß MV vom Tourismus lebt, ist ja ok. Und sicher ist es ein sehr schönes Bundesland. Dann sollte es aber auch schauen, daß es nicht nur landschaftlich schön bleibt.

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