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Reise

"Mumien in gutem Zustand"

Ägypten öffnet Knickpyramide für Besucher

Altertumsfans und Hobby-Archäologen können sich freuen: Ägypten hat zwei antike Pyramiden südlich von Kairo wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darunter ist die viertgrößte Pyramide des Landes.

MOHAMED HOSSAM/EPA-EFE/REX
Sonntag, 14.07.2019   14:16 Uhr

Ägypten hat eine neue Attraktion, nun ja, eigentlich handelt es sich um eine sehr alte Attraktion: Die Pyramide von König Sneferu, dem ersten Pharao der vierten Dynastie, ist wieder für Besucher geöffnet. Sie wurde zwischen 2670 und 2620 vor Christus erbaut.

Nachdem es seit 1965 nicht mehr zugänglich war, können Touristen dort nun Sarkophage und die Überreste einer antiken Mauer aus dem Mittleren Reich vor rund 4000 Jahren besichtigen. Archäologen hatten die Funde während Erdarbeiten auf dem Gräberfeld von Dahschur am Westufer des Nils gemacht, wo einige von Ägyptens ältesten Pyramiden stehen.

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Ägypten: Die Schätze der Knickpyramide

"Mehrere Stein-, Ton- und Holzsärge wurden gefunden und einige enthalten Mumien in gutem Zustand", sagte Chaled al-Anani, Minister für Altertümer. Die antike Mauer ist etwa 60 Meter lang und befindet sich im Süden der Pyramide von Pharao Amenemhet II. aus der zwölften Dynastie.

Totenmasken und Werkzeuge zum Schneiden

Zu den gefundenen Artefakten gehören Totenmasken und Werkzeuge zum Schneiden von Stein aus der Spätzeit des Alten Ägypten, die bis zum Jahr 332 vor Christus andauerte. Neben der sogenannten Knickpyramide wurde außerdem eine weitere nahegelegene Pyramide geöffnet.

Ägypten hat sich in den vergangenen Jahren um die Vermarktung archäologischer Entdeckungen im ganzen Land bemüht, um den Tourismus anzukurbeln. Der für das Land so wichtige Wirtschaftszweig hat durch die politische Instabilität und die Anschläge seit der Revolution von 2011 stark gelitten. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage hatten viele Urlauber das Land gemieden - erst im Mai sind mehrere Menschen bei einem Anschlag auf einen Touristenbus in Kairo verletzt worden.

Zuletzt waren die Besucherzahlen aber wieder gestiegen. Für 2019 rechnete Ägypten mit zehn Millionen Gästen, davon 1,3 Millionen Deutsche.

Das Auswärtige Amt weist auf seiner Website darauf hin, dass "landesweit weiterhin ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge" bestehe. "Diese richten sich meist gegen ägyptische Sicherheitsbehörden, vereinzelt aber auch gegen ausländische Ziele und Staatsbürger." Derzeit richtet Ägypten den Afrika-Cup 2019 aus. Während des internationalen Fußballturniers sei "insbesondere rund um die Spielstätten in Kairo, Alexandria, Ismilia und Suez mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen zu rechnen".

jus/dpa

insgesamt 2 Beiträge
candido 14.07.2019
1. Wir waren im Februar
in Cairo, Abu Simbel, Assuan und Luxor/Theben. Atemberaubende Reise. Habe mit meinen 72 Jahren zum ersten Male verstanden, dass die Wiege unserer (europäischen Kultur) im alten Ägypten zu finden ist. Bedroht haben wir uns in [...]
in Cairo, Abu Simbel, Assuan und Luxor/Theben. Atemberaubende Reise. Habe mit meinen 72 Jahren zum ersten Male verstanden, dass die Wiege unserer (europäischen Kultur) im alten Ägypten zu finden ist. Bedroht haben wir uns in keinem Moment gefühlt, obwohl anfangs es gewöhnungsbedürftig ist , begleitenden " Sheriffs" zu ignorieren. Ansonsten tolles Land, kulturell, menschlich und landschaftlich.
Augustusrex 14.07.2019
2. Nur zur Info
Snofru hat drei Pyramiden bauen lassen, nämlich die Stufenpyramide bei Meidum sowie die Knickpyramide und die rote Pyramide bei Dahschur, In welcher er bestattet wurde ist strittig. Die drei Pyramiden zeigen die Entwicklung von [...]
Snofru hat drei Pyramiden bauen lassen, nämlich die Stufenpyramide bei Meidum sowie die Knickpyramide und die rote Pyramide bei Dahschur, In welcher er bestattet wurde ist strittig. Die drei Pyramiden zeigen die Entwicklung von der Stufenpyramide bis zur vollkommenen, der roten Pyramide.

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