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Kultur
Ausgabe
30/2017

Eckart von Hirschhausen

"Betrunkene wählen konservativ"

Welche Abgeordneten gehören zum Arzt, und was hat Politik mit Testosteron zu tun? Eckart von Hirschhausen, Kabarettist und Arzt, gibt Antworten.

Norman Konrad/ DER SPIEGEL

Mediziner und Kabarettist Eckart von Hirschhausen, 49

Ein Interview von und Britta Stuff
Montag, 24.07.2017   06:28 Uhr

SPIEGEL: Herr von Hirschhausen, ist Politik ungesund?

Titelbild

Aus dem SPIEGEL

Heft 30/2017
Das Kartell
Audi, BMW, Mercedes, Porsche, VW - Enthüllt: Die heimlichen Absprachen der Autokonzerne

Hirschhausen: Aus medizinischer Sicht kann ich eigentlich niemandem raten, Politiker zu werden. Noch nicht einmal Gesundheitspolitiker. In der Spitzenpolitik kommen eine Menge Risikofaktoren zusammen: negativer Stress, Schlafmangel, Dauerbeobachtung und Bewertung durch die Öffentlichkeit. Politiker sollen nie was Falsches sagen, nie auf einem Schnappschuss blöd gucken. Sie sind oft rastlos unterwegs, haben zu wenig Erholung. Sie essen ständig pappige Brötchen und Kekse und stoßen an mit Getränken und Leuten, die sie eigentlich nicht mögen.

SPIEGEL: Sind Spitzenpolitiker also kränker als Normalbürger?

Hirschhausen: Nein, wer das nicht aushält, kommt gar nicht erst nach oben. Es gibt eine Selektion von zähen Persönlichkeiten, aber der Druck wird nach oben größer.

SPIEGEL: Wir sind also gar nicht so weit entfernt von der Steinzeit, wo wohl eher die Starken die Anführer waren.

Hirschhausen: Es ist eine körperliche und eine psychische Auslese. Deshalb habe ich Hochachtung vor jedem, der sich das antut - und vor jedem, der irgendwann sagt: Ich kann nicht mehr, so wie Kurt Beck oder Matthias Platzeck. Und Volkskrankheiten treffen auch Volksvertreter, Häufiges ist häufig, vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen und seelische Störungen.

SPIEGEL: Helmut Schmidt wurde Kanzler, obwohl er massive gesundheitliche Probleme hatte. Er hatte fünf Herzschrittmacher und wurde als Kanzler Dutzende Male ohnmächtig, manchmal auch mitten im Gespräch.

Hirschhausen: Ich wüsste ja gern, wie alt er ohne Zigaretten geworden wäre - 120? Jemand wie Schmidt hätte es heute schwerer, Kanzler zu sein. Die Beobachtung ist viel dichter, die Geschwindigkeit, in der Reaktionen erwartet werden, viel höher. Früher waren die Krankheiten von Politikern weitgehend tabu. Man hat einfach nicht groß darüber geschrieben.

SPIEGEL: Auch heute gibt es nur selten Politiker, die offen sagen, dass sie krank sind. Wolfgang Bosbach ist einer der wenigen, die über ihre Krebserkrankung sprechen. Sind Macht und Krankheit unvereinbar?

Hirschhausen: Als Peter Struck mitten im deutschen Einsatz in Afghanistan einen Schlaganfall hatte, war sein erster Impuls, das nicht öffentlich zu machen. Und als er es dann tat, hat er das gleich mit der Ansage verbunden: Ich bin voll einsatzfähig. Damit hat er sich womöglich um die Chance einer guten Reha gebracht. Welche subtilen psychologischen Folgen ein Schlaganfall hat ist, sieht man niemandem an.

SPIEGEL: Gibt es Erkenntnisse darüber, ob öffentliche Anteilnahme zur Genesung beiträgt?

Hirschhausen: Wolfgang Bosbach widerspricht jeder Statistik. Ich glaube schon, dass ihn der öffentliche Zuspruch und das Gefühl, gebraucht zu werden, am Leben halten und kämpfen lassen.

SPIEGEL: In der Zeitung darüber zu reden ist also Teil der Behandlung?

Hirschhausen: Einzelfälle sind keine Studien. Aber dieses Gefühl, wenn ich nicht mehr da bin, dann fehlt was, tut auf jeden Fall körperlich und seelisch gut.

SPIEGEL: In den USA gehen Politiker ganz anders mit dem Thema Gesundheit um. Die Ärzte von Obama und Trump haben alle möglichen Gesundheitsdaten offengelegt. Hillary Clintons Zusammenbruch spielte im Wahlkampf eine große Rolle. Sollten auch die Deutschen erfahren, wie es gesundheitlich aussieht bei denen, die sich um das höchste Amt im Staat bewerben?

Hirschhausen: Wir sollten den Schutz der Privatsphäre und die ärztliche Schweigepflicht selbstverständlich auch für Politiker hochhalten. Sonst finden wir bald gar keine halbwegs vernünftigen und reflektierten Menschen mehr, die den Job machen wollen. Auf der anderen Seite muss jeder Pilot regelmäßig nachweisen, dass er die Sicherheit von Hunderten Personen gewährleisten kann. Politiker müssen nie nachweisen, dass sie für die Führung von 82 Millionen Menschen geeignet sind. Das ist doch seltsam, oder?

SPIEGEL: Also sollten Merkel und Steinmeier alle halbe Jahre zum Gesundheitscheck?

Hirschhausen: Nein, aber ich könnte mir so etwas wie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorstellen. Keine Ahnung, ob so ein Verfahren jemanden wie Trump verhindert hätte.

SPIEGEL: Und wenn dann herauskommt, dass die Kanzlerin zu hohen Blutdruck hat, darf die Union sie nicht mehr aufstellen?

Hirschhausen: Blutdruck ist ja gut behandelbar. Bei ihr würde ich mir da keine Sorgen machen. Merkels körperliche Verfassung, ihr Durchhaltevermögen wird ja selbst vom politischen Gegner bewundert.

SPIEGEL: Merkel sagt, sie könne Schlaf speichern wie ein Kamel Wasser. Ist das überhaupt möglich?

Hirschhausen: Ja, das geht. Das nennt sich "sleep-banking". Man kann in gewissem Maße vorausschlafen. Wenn man gut erholt ist, hält man ein paar Tage mit sehr wenig Schlaf aus. Eine große Kraftquelle, das sieht man auf den Bildern aus dem Bundestag, ist ja die Siesta, dass man einfach mal zehn Minuten die Augen zumacht. Wir amüsieren uns darüber, wenn die Kamera Politiker beim Power-Nap erwischt, aber aus medizinischer Sicht ist es das Beste, was sie tun können. Die Arbeitspsychologie weiß längst, dass die Technik, Pausen zu machen, darüber entscheidet, wie lange man durchhält.

SPIEGEL: Spitzenpolitiker verhandeln manchmal die ganze Nacht. Wie wirkt sich Schlafmangel auf den Körper und die geistige Leistungsfähigkeit aus?

Hirschhausen: Schlafentzug schränkt die Denkfähigkeit etwa so ein wie Alkohol. Nach einer durchgemachten Nacht sind die Entscheidungen nicht unbedingt besser als mit einem Promille.

SPIEGEL: Man sollte also kein Auto mehr fahren, aber man kann ...

Hirschhausen: ... übernächtigt den Staat lenken. Was uns bei Lkw-Fahrern Sorgen macht und staatlich geregelt wurde, ist bei Politikern komplett unüberwacht. Es gibt Untersuchungen über Richter, deren Urteile von der Tageszeit abhängen. Kurz vor der Mittagspause, wenn sie unterzuckert sind, fällen sie härtere Urteile als nach dem Mittagessen. Unsere geistige Performance hängt sehr davon ab, wie wir unseren Körper und unsere Seele pflegen oder überstrapazieren.

SPIEGEL: Wie sehr sind denn Politiker seelisch gefährdet?

Hirschhausen: Es gibt verschiedene sogenannte Resilienzfaktoren, die Menschen seelisch schützen: Einer ist, dass sie Sinnhaftigkeit im Leben empfinden. Wenn man das Gefühl hat, etwas Gutes zu tun, auf der richtigen Seite zu sein und über sich hinauszuwachsen, kann man eine ganze Menge Stress aushalten. Politiker sind dann im Nachteil, wenn sie Dinge mittragen müssen, die eigentlich gegen ihre Überzeugungen sind. Ohnmacht erleben Politiker mindestens so häufig wie Macht, denn sie sind abhängig von Faktoren, auf die sie keinen Einfluss haben. Du wirst abgewählt für irgendeine blöde Bemerkung in einer Boulevardzeitung, wo jemandem etwas rausgerutscht ist.

SPIEGEL: ... über die Exfrau.

Hirschhausen: Oder deine Exfrau stellt dich noch zehn Jahre später an den Pranger, und du denkst: Was hat das mit dem zu tun, worum es mir gerade geht? Also: Politiker erleben ständig Kontrollverlust, während die Bevölkerung denkt, dass sie so wahnsinnig viel Macht haben.

SPIEGEL: Würden Sie sagen, aus ärztlicher Sicht wird zu viel von Politikern verlangt?

Hirschhausen: Politiker wären gut beraten, mehr Zeit für Erholung in ihren Terminplan einzubauen. Gegen Stress hilft ein stabiler Lebensrhythmus mit Pausen. Wo erhole ich mich? Wo tanke ich auf? Wer mag mich so, wie ich bin? Politiker sind gefährdet, denn ihr Schlafrhythmus wird von irgendwelchen Verhandlungen bestimmt, sie wachen in Hotels oder seelenlosen Zweitwohnungen auf und kommen aus ihrer überschaubaren Region in das Berliner Haifischbecken. Dazu braucht es ein Gegengewicht: eine intakte Familie, echte Freunde, Bewegung, Abschalten. Ich glaube, ein Geheimnis von Merkel ist, dass sie keinen aufwendigen Wellnessurlaub braucht. Sie fährt einfach in die Uckermark, kommt zu sich und regeneriert.

Norman Konrad/ DER SPIEGEL

Hirschhausen mit den SPIEGEL-Redakteurinnen Britta Stuff und Christiane Hoffmann im Hauptstadtbüro des SPIEGEL: "Erfolg ist gut für die Gesundheit"

SPIEGEL: Das klingt, als würden sie empfehlen, dass wir unsere Politiker regelmäßig zur Kur schicken.

Hirschhausen: Ja, sie sollten sich Auszeiten nehmen, einen Stellvertreter ernennen und sich in ihrem Perfektionswahn nicht noch kränker machen, als sie sind.

SPIEGEL: Kann Stress auch süchtig machen?

Hirschhausen: Die Regionen, die bei Stress im Gehirn aufleuchten, sind sehr verwandt mit denen, die auch bei vielen anderen Kicks von Koks bis Sex aktiv sind. Max Weber hat schon vor fast hundert Jahren Politik als Sucht beschrieben. Die Sucht nach Anerkennung und Bedeutung ist sicher für viele ein Motiv.

SPIEGEL: Bei Donald Trump ist in der Ferndiagnose ein krankhafter Narzissmus festgestellt worden. Aber muss man nicht eigentlich zumindest ansatzweise Narzisst sein, um in die Politik zu gehen?

Hirschhausen: Was ist Ursache, was Wirkung? Der Psychiater Borwin Bandelow hat an vielen Lebensläufen berühmter Menschen, vornehmlich Musikern, nachgewiesen: Michael Jackson wurde nicht erst so seltsam durch den Erfolg und die Öffentlichkeit. Die Kausalität ist umgekehrt, sie beginnt mit der Persönlichkeitsstörung. Um es so weit zu schaffen, muss man besessen sein von einem Ziel, einer Idee: Auf mich hat die Welt gewartet - ich werde es allen zeigen! Ohne ein gewisses Maß an Selbstüberschätzung kommt man nicht weit.

SPIEGEL: Früher sah der ideale Politiker auch anders aus. Achten Politiker heute mehr auf ihr Äußeres?

Hirschhausen: Heute ist der Körper viel stärker Wahlkampfobjekt. Franz Josef Strauß oder Ludwig Erhard pflegten diese korpulente Verkörperung von Standfestigkeit. Sie mussten zeigen, dass sie volksnah sind, trinken können, dass sie nichts umhaut. Solche Typen gibt es nur noch vereinzelt. Wie sich FDP-Chef Christian Linder im Unterhemd als Vorbild andient, das ist ein völlig neuer Typus, der vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen wäre. Lindner oder CDU-Generalsekretär Peter Tauber posten Fotos von sich an der Rudermaschine oder beim Joggen. Da gibt es einen Wettbewerb um den knackigsten Oberkörper.

SPIEGEL: Von Donald Trump ist bekannt, dass er regelmäßig drei Medikamente einnimmt, zwei davon nur für das Aussehen: nämlich Antibiotika gegen Rosazea im Gesicht und Finasterid gegen Haarausfall.

Hirschhausen: Das sagt natürlich eine Menge über ihn. Finasterid greift in den Testosteronstoffwechsel ein. In höheren Dosierungen führt es häufig zu Erektionsschwierigkeiten.

SPIEGEL: Aber bei Trump wäre etwas weniger Testosteron vielleicht ganz gut?

Hirschhausen: Nein, ich möchte nicht, dass Männer mit Ego- und Potenzproblemen über Atomraketen und den Weltfrieden entscheiden.

SPIEGEL: Lohnt sich die Behandlung denn? Ist das Aussehen tatsächlich so wichtig bei Wahlentscheidungen?

Hirschhausen: Leider ja. Wir schließen vom Körper auf die Persönlichkeit. Und wir verbinden in Deutschland Gesundheit oft mit Moral. Jemand ist nicht etwa alkoholabhängig und suchtkrank, sondern charakterschwach. Und ein Depressiver könnte sich ja mal zusammenreißen. Wer dick ist, ist selber schuld. Was hat der Politiker also für eine Chance? Er muss zeigen, dass er Marathon läuft, weil das sein Durchhaltevermögen beweist. Wir verwechseln Politik mit Unterhaltungsformaten.

SPIEGEL: Werden gut aussehende Politiker eher gewählt?

Hirschhausen: Wir finden Leute umso sympathischer, je ähnlicher sie uns sehen. Entsprechend kann man aufgrund der Optik ganz gut voraussagen, wer wen wählt. Es gibt auch eine Studie, die zeigt, dass schönere Menschen, die den Klischees von Symmetrie, Jugendlichkeit, Unversehrtheit entsprechen, eher für konservative Politiker gehalten werden.

SPIEGEL: Wieso das?

Hirschhausen: Sie haben sogar recht. Konservative gehören eher zu den Privilegierten. Und Männer mit Geld und Status kriegen eher die schöneren Frauen, so die Hypothese der Forscher. Übrigens ist der Einfluss der Optik umso größer, je weniger informiert Wähler sind. Eine geringe politische Bildung und hoher Fernsehkonsum führen nachweislich dazu, dass man nach Äußerlichkeiten wählt - wenn überhaupt.

SPIEGEL: Politiker leben länger als der Bevölkerungsdurchschnitt. Widerspricht das nicht allem, was Sie über die Gesundheitsrisiken der Politik gesagt haben?

Hirschhausen: Nein, sie leben länger, weil sie gebildeter sind als der Durchschnitt. Die härteste Währung der Medizin, die Lebenserwartung, hängt brutal von Bildung und sozialem Status ab. Es gibt eine Untersuchung über britische Abgeordnete, die zeigt, dass Konservative länger leben als Labour-Politiker, weil Konservative traditionell schon privilegierter ins Leben einsteigen und sich nicht erst hochgearbeitet haben. Jedenfalls ist es nicht so, dass Politik per se die Leute umbringt. Vor allem erfolgreiche Politiker haben eine höhere Lebenserwartung.

SPIEGEL: Aber die haben doch den meisten Stress.

Hirschhausen: Ja, aber die Parteien, die die Wahlen verlieren, hatten den gleichen Stress - ohne die Belohnung. Wahlen brauchen Auswahl und damit auch Verlierer. Erfolg ist gut für die Gesundheit.

SPIEGEL: Mitglied der Linken zu sein ist also ein Gesundheitsrisiko? Aus medizinischer Sicht muss man also raten, zur CDU zu gehen, weil deren Abgeordnete sowohl schöner als auch langlebiger sind?

Hirschhausen: Das soll jeder selber entscheiden. Es gibt noch eine weitere kuriose Erkenntnis der politischen Psychologie: Je betrunkener man ist, desto konservativer wird man.

SPIEGEL: Oh.

Hirschhausen: Es gibt ja dieses Klischee: Wer mit 20 nicht links ist, hat kein Herz. Wer mit 50 immer noch links ist, hat keinen Verstand. Da ist was dran. Wenn du links bist, bist du tendenziell Idealist. Du musst dir vorstellen, dass es eine bessere Welt geben kann. Du bildest also nicht nur die Welt ab, sondern baust in einem zweiten Areal deines Gehirns eine Gegenwelt auf. Wenn sich durch Alter oder Alkohol die Rechenkapazität im Gehirn reduziert, dann kommt dir die Fähigkeit abhanden, dir vorzustellen, dass es anders sein könnte. Also findest du das, was du vorfindest, automatisch immer besser. Das ist das gleiche Muster, nach dem man sich jemanden in der Kneipe schönsäuft. Man kann sich auch die gesellschaftlichen Verhältnisse schönsaufen.

SPIEGEL: Ein älterer linker Politiker wie Oskar Lafontaine hat also ein besonderes Gehirn, das sich dem natürlichen Altern verwehrt?

Hirschhausen: Er hält sich vielleicht jung durch junge Liebe.

SPIEGEL: Wer betrunken noch links ist, ist wirklich links?

Hirschhausen: Ja! Man könnte auch sagen: Grüne werden durch Rotwein nicht blau, sondern schwarz.

SPIEGEL: Herr von Hirschhausen, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

insgesamt 7 Beiträge
uksubs 24.07.2017
1. Nicht jetzt auch noch hier
ist jetzt auch spon de m hirschhausen wahn verfallen? dem super - jauch der ard? ich habe den artikel gar nicht gekauft, nicht gänzlich gelesen. es stimmt sicher auch einiges, gar viels von dem, was da steht. was jedoch im [...]
ist jetzt auch spon de m hirschhausen wahn verfallen? dem super - jauch der ard? ich habe den artikel gar nicht gekauft, nicht gänzlich gelesen. es stimmt sicher auch einiges, gar viels von dem, was da steht. was jedoch im übrigen auch gemeinplätze so an sich haben. sie stimmen. es könnten auch noch einige interssante details zu lesen sein, bestimmt. allein - die art und weise! also bei uns wäre der früher schon auf dem schulhof als der superstreber aufgefallen, als dreikäsehoch, neunmalklug und was weiß ich noch. als super lieblings schwiegersohn und dauernerver kommt er jedenfalls heute rüber und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er auf dem hier nun aufgetischten thema ein paar binsenweisheiten zum betsen geben kann, mit aus flügen in die psychologie und psychatrie. da wären sicherlich andere die experten und ich jedenfalls brauche den nicht auch noch hier.
eunegin 24.07.2017
2. Im Großen wie im Kleinen
Fatal erscheint es mir schon im Kleinen: in der Lokalpolitik ist man bereits im kleinsten Dorf Online-Hetze und Shitstorms ausgesetzt, die Angriffe gehen gegen nicht selten die Person und die Familie. Und das schon wegen einer [...]
Fatal erscheint es mir schon im Kleinen: in der Lokalpolitik ist man bereits im kleinsten Dorf Online-Hetze und Shitstorms ausgesetzt, die Angriffe gehen gegen nicht selten die Person und die Familie. Und das schon wegen einer Verkehrsinsel, des Kindergartens, des Schulbusses oder einer Umgehungsstraße. Bald haben wir keine normale, nette Menschen, die sich das antun. Schon jetzt suchen viele Gemeinde händeringend nach Nachwuchsführungskräften, einschließlich Bürgermeister.
thdenell 24.07.2017
3. Money makes the world ...
... go round ... Ja, wo gibt's denn sowas? Da will man den Artikel lesen ... und soll erstmal bezahlen? Ich habe noch nie gehört, dass man ein Leseabo irgendwo gewinnen kann. Oder mussvich den Spiegel jetzt (wieder) in Papierform [...]
... go round ... Ja, wo gibt's denn sowas? Da will man den Artikel lesen ... und soll erstmal bezahlen? Ich habe noch nie gehört, dass man ein Leseabo irgendwo gewinnen kann. Oder mussvich den Spiegel jetzt (wieder) in Papierform abonnieren? Ganze Umzugskartons auf'm Speicher meiner Eltern in den Achziger und Neunziger Jahren waren voll mit Spiegel-Ausgaben. Und ausserdem: Durch meine Onlinenetz-Kosten leiste ich schon meinen Beitrag zu den Onlineredaktionen ... dachte ich zumindest. Oh, was für'n Stress ... Hirschhausen, hilf ...!
christian simons 24.07.2017
4. Der Mario Barth des Juste Milieu
Hirschhausen ist ein Mediziner, wie er im Buche steht. Er kann stundenlang über die Heilwirkung des Humors referieren, aber nennenswerte Pointen bekommt man bei ihm wohl nur als Privatpatient.
Zitat von uksubsist jetzt auch spon de m hirschhausen wahn verfallen? dem super - jauch der ard? ich habe den artikel gar nicht gekauft, nicht gänzlich gelesen. es stimmt sicher auch einiges, gar viels von dem, was da steht. was jedoch im übrigen auch gemeinplätze so an sich haben. sie stimmen. es könnten auch noch einige interssante details zu lesen sein, bestimmt. allein - die art und weise! also bei uns wäre der früher schon auf dem schulhof als der superstreber aufgefallen, als dreikäsehoch, neunmalklug und was weiß ich noch. als super lieblings schwiegersohn und dauernerver kommt er jedenfalls heute rüber und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er auf dem hier nun aufgetischten thema ein paar binsenweisheiten zum betsen geben kann, mit aus flügen in die psychologie und psychatrie. da wären sicherlich andere die experten und ich jedenfalls brauche den nicht auch noch hier.
Hirschhausen ist ein Mediziner, wie er im Buche steht. Er kann stundenlang über die Heilwirkung des Humors referieren, aber nennenswerte Pointen bekommt man bei ihm wohl nur als Privatpatient.
ruhepuls 24.07.2017
5. Doktor Allwissend?
Es ist ja schon auffällig, dass Ärzte inzwischen zu jedem Thema Experten sind. Egal ob Medizin, Psychologie, Physik oder jetzt Politik - immer findet sich ein Dr. med, der genau weiß, wie die Dinge so sind. Toll, was die so [...]
Es ist ja schon auffällig, dass Ärzte inzwischen zu jedem Thema Experten sind. Egal ob Medizin, Psychologie, Physik oder jetzt Politik - immer findet sich ein Dr. med, der genau weiß, wie die Dinge so sind. Toll, was die so alles im Medizinstudium lernen, heutzutage...

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