Schrift:
Ansicht Home:
DER SPIEGEL

GRÜNERückzieher beim Ehegattensplitting?

Die Grünen rücken von ihrer zentralen frauenpolitischen Forderung ab - dem Ende des Ehegattensplittings. Politikerinnen beider Parteiflügel fordern Korrekturen am bisherigen Plan, der eine weitgehende Abschmelzung des steuerlichen Vorteils für verheiratete Paare vorsah. "Im Wahlkampf haben wir den Eindruck erweckt, als ob uns die materielle Lage der Familien egal wäre", sagt die Finanzexpertin Lisa Paus vom linken Parteiflügel. "Wir müssen unser Konzept gründlich überarbeiten." Auch einflussreiche Realas fordern Korrekturen. Die Grünen müssten Konsequenzen daraus ziehen, dass "unsere Vorschläge zum Ehegattensplitting bei vielen Bürgern umstritten sind", findet Wirtschaftspolitikerin Kerstin Andreae. Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt verlangt einen "echten und fairen Ausgleich für Ehen mit Kindern, aber auch eine gerechte Förderung für Alleinerziehende": "Unser bisheriges Modell hat das nicht ausreichend geleistet."

DER SPIEGEL 47/2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung