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DER SPIEGEL

PersonalienCamerons Schäferstündchen

Der frühere britische Premierminister David Cameron, 50, geht unter die Schäfer – auf seinem Landsitz nordwestlich von Oxford. Der einstige Vorsitzende der Conservative Party, der nach dem Brexit-Votum seiner Landsleute zurücktrat und von seiner Parteikollegin Theresa May abgelöst wurde, hat sich für rund 30 000 Euro eine sogenannte shepherd's hut bauen lassen, eine mobile Schäferhütte, die auch für den Einsatz im schottischen Hochland geeignet scheint und – natürlich – mit Schafswolle gegen Kälte isoliert ist. So eine Hütte im Garten zu haben ist praktisch, wenn man Streit mit der Ehefrau hat oder die Kinder nerven. Cameron will sie jedoch vor allem zum Schreiben nutzen und hat sie mit einem Stromanschluss versehen lassen. Möglicherweise wird er dort seine Memoiren verfassen und darüber sinnieren, warum ihm die Briten beim EU-Referendum nicht wie die Schafe gefolgt sind und seinen Warnungen zum Trotz mehrheitlich für den Austritt gestimmt haben. Dabei hatte er die Abstimmung selbst initiiert, um die EU unter Druck zu setzen und bessere Bedingungen für sein Land auszuhandeln.
Von Lob

DER SPIEGEL 20/2017
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