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ArchäologieBuddelbann in der Türkei

Archäologen von der Universität Graz dürfen nicht weiterforschen in Side, einer Küstenstadt in Kleinasien, die im Altertum als Hochburg der Seeräuberei zu Reichtum gelangt war. Ein 16-köpfiges Grabungsteam wollte in diesen Tagen abreisen und das antike Osttor sowie die Befestigungsanlage der Piratensiedlung untersuchen. Seit 2011 arbeiten die Österreicher dort gemeinsam mit türkischen Kollegen. Die Erlaubnis sei ihnen jetzt "ohne Angabe von Gründen" nicht erteilt worden, erklärt die Grabungsleiterin Ute Lohner-Urban. Bereits im vergangenen Herbst hatte die Türkei dem Alpenland die Grabungslizenz für die prächtige Metropole Ephesos entzogen. Lohner-Urban vermutet, dass die Aussperrung den Spannungen zwischen Wien und Ankara geschuldet ist. Staatschef Recep Tayyip Erdoğan war zuletzt mehrmals harsch von österreichischen Politikern kritisiert worden.
Von Slz

DER SPIEGEL 30/2017
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