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MikroplastikHendricks droht Kosmetikindustrie

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) droht den Kosmetikherstellern mit Konsequenzen, falls diese nicht auf Mikroplastik in ihren Produkten verzichten. Zudem solle die Branche ihre Ausstiegsschritte transparent machen. Sie werde ansonsten "alle Maßnahmen zur Vorbereitung einer möglichen europäischen Regulierung" einleiten, schreibt Hendricks in einem Brief an den Industrieverband Körperpflege und Waschmittel. 2015 hatten Branchenvertreter nach Verhandlungen mit Umweltministerium und Umweltbundesamt ("Kosmetikdialog") zugesagt, bis 2020 vollständig auf Mikroplastik in ihren Produkten zu verzichten. Stattdessen verwenden die Hersteller nach Ansicht des Ministeriums vielfach ersatzweise flüssige Kunststoffe. Plastikmüll hat sich zum Problem für Fische, Vögel und Meeressäuger entwickelt.
Von Red

DER SPIEGEL 32/2017
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