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DER SPIEGEL

WEST LBGrünes Licht aus Brüssel

Die EU-Kommission hat keine Einwände gegen die geplante Übernahme von Teilen der WestLB durch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Damit dürfte einer engen Anbindung der nordrhein-westfälischen Sparkassen an die Helaba auch aus Brüsseler Sicht nichts im Wege stehen. Die Kommission hat der Bundesregierung bereits informell ihre Zustimmung signalisiert. Das Bundesfinanzministerium hatte die Brüsseler Kommission schon frühzeitig über die Verhandlungen unterrichtet und über deren aktuellen Stand stets auf dem Laufenden gehalten. Nach dem Beschluss zur Aufspaltung der maroden WestLB war zunächst die Gründung einer eigenständigen "Verbundbank" angepeilt worden. Stattdessen sollen die nordrhein-westfälischen Sparkassen mit ihrem Dienstleistungsgeschäft nun bei der Helaba andocken. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wertet die Übernahme als entscheidenden Schritt bei der Konsolidierung des deutschen Bankwesens. Geld muss die Helaba für die Verbundbank nicht bezahlen. Von den NRW-Sparkassen bekommt sie sogar eine Kapitalverstärkung von einigen hundert Millionen Euro. Im Gegenzug erhalten die Sparkassen Anteile an der Helaba.

DER SPIEGEL 36/2011
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