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DER SPIEGEL

„On the Road“

ist die Verfilmung von Jack Kerouacs gleichnamigem Roman, einem Schlüsselwerk der Beat-Generation. Seit seinem Erscheinen im Jahr 1957 sind zahllose Versuche gescheitert, dieses Reise- und Rauschtagebuch zweier Tramper, die sich auf dem Weg von New York nach Mexiko den Drogen, den Frauen und dem Jazz hingeben, zu adaptieren. Der Regisseur Walter Salles ("Die Reise des jungen Che") hat es nun geschafft, mit Hilfe des Produzenten Francis Ford Coppola. Sie haben aus einem aufwühlenden Buch einen artigen Film gemacht. Zwar wird gekifft und gevögelt, aber alles in allem recht gesittet. Sam Riley und Garrett Hedlund spielen die beiden Helden mit wohltemperierter Emphase, Kristen Stewart gibt der Frau, die zwischen ihnen steht, mehr Schwermut als Wildheit. Für das von Kerouac sprachgewaltig beschriebene Abenteuer, ein sehr großes Land und gleichzeitig sich selbst zu erkunden, findet der Film zu selten Bilder.

DER SPIEGEL 40/2012
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