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Formel-1-Testfahrten

Bottas kämpft mit seinem Mercedes

Von "Bestie" bis "brachial" - die Formel-1-Fahrer sind voll des Lobes für die neuen Autos. Am zweiten Testtag in Barcelona fuhr Valtteri Bottas schon die erste Renndistanz - landete aber auch neben der Strecke.

Getty Images

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas

Dienstag, 28.02.2017   17:27 Uhr

Das Weltmeisterteam Mercedes hat auch am zweiten Formel-1-Testtag in Barcelona eine gute Frühform unter Beweis gestellt. Die Bestzeit fuhr zwar Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen, doch Lewis Hamilton landete knapp dahinter auf Platz zwei. Am Nachmittag simulierte Valtteri Bottas für die Silberpfeile dann die erste Renndistanz, davon waren die meisten anderen Teams noch weit entfernt. Der Finne muss sich allerdings noch an seinen neuen Dienstwagen gewöhnen, immer wieder kämpfte er mit starkem Untersteuern und landete einige Mal neben der Strecke.

Mit technischen Problemen kämpfte wie schon am Montag McLaren, Neuling Stoffel Vandoorne stand lange in der Box und kam erst am späten Nachmittag auf die Strecke zurück. Williams musste den zweiten Tag sogar frühzeitig beenden. Nach einem Dreher des 18 Jahre alten Piloten Lance Stroll wurden Teile des Autos so stark beschädigt, dass eine schnelle Reparatur vor Ort nicht möglich war. Einige Teile mussten sogar ins Werk geschickt werden. Ob Williams am Mittwoch, dann wieder mit Felipe Massa, starten kann, ist noch unsicher.

Unabhängig von den individuellen Leistungen bewerten die Fahrer die neue Optik - breitere Reifen, bulligere Chassis, aggressives Design - durchweg positiv. "Das sieht einfach brachial aus, sehr maskulin, groß und massiv", sagte der neue Renault-Pilot Nico Hülkenberg. "Es ist eine Bestie", sagte Hamilton über seinen Wagen, und Alonso ging noch einen Schritt weiter: "Wir müssen uns vielleicht bei den Fans entschuldigen, dass sie in den letzten fünf, sechs Jahren so furchtbare Autos ertragen mussten."

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Ob die neue Technik aber tatsächlich auch mehr Spannung garantiert, ist nach den ersten Testfahrten nicht zu beantworten. Die Kurvengeschwindigkeit hat deutlich zugenommen, so ist auch zu erklären, warum Räikkönen und Hamilton schon zu diesem frühen Zeitraum über eine Sekunde über der Qualifying-Zeit der vergangenen Saison in Barcelona liegen. "Ich glaube, wir werden sogar noch deutlich schneller werden, als wir es jetzt sind", sagte Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo, dessen Team auch am zweiten Tag deutlich hinter Ferrari und Mercedes landete.

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Im Umkehrschluss hat dafür die Top-Geschwindigkeit auf den Geraden abgenommen. Kritiker gehen ohnehin davon aus, dass Überholmanöver mit den neuen Regeln noch schwieriger werden. Positiv bewerten die Piloten die geringere Reifenabnutzung und die höhere körperliche Beanspruchung. "Es wird insgesamt viel physischer, mehr Kräfte wirken auf den Körper, und es wird schwerer, den Kopf oben zu halten", sagte Hamilton.

krä/sid/dpa

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