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Pressestimmen zur Formel 1

"Vettel sollte sich den Schnurrbart rasieren"

Zweites Rennen der Saison, wieder steht ein Silberpfeil oben auf dem Podest: Der Gewinner von Bahrain heißt Lewis Hamilton. Einen kuriosen Ratschlag erteilt die italienische Presse Sebastian Vettel.

Lars Baron / Getty Images

Sebastian Vettel wurde in Bahrain Fünfter

Montag, 01.04.2019   12:57 Uhr

Das sind die internationalen Pressestimmen zum Formel-1-Sieg von Lewis Hamilton beim Großen Preis von Bahrain:

ITALIEN:

"Corriere dello Sport": "Leclerc war der Protagonist eines perfekten Rennens für 48 Runden, welcher am Ende von seinem Auto verraten wurde. Für die Rossa bleibt er jedoch der Hauptdarsteller eines denkwürdigen Wochenendes: Der zweitjüngste Fahrer der Geschichte, der auf der Pole Position startete, der jüngste in einem Ferrari. Sogar Lewis Hamilton hat Leclerc umarmt und gefeiert, kaum war er am Ende des Rennens aus dem Auto gestiegen."

"La Repubblica": "Chapeau, auch für Charles."

"Gazzetta dello Sport": "Leclerc wird von seinem Auto verraten. Ferrari vernichtet seinen Traum, Leclerc hätte den Triumph verdient. Vettel muss im Wettkampf mit Hamilton all die Psychodramen der vergangenen beiden Jahre aufs Neue erleben. Und nun kommt auch noch Leclerc als Konkurrent dazu."

"La Stampa": "Die große Enttäuschung: Nur einen Schritt vor dem Triumph wird Leclerc von Ferraris Motor verraten. Auch wenn die Situation aussichtslos ist, hat der junge Monegasse noch die Kaltblütigkeit, das Auto bis zum Ziel zu führen. Leclercs Druck nimmt Vettel die Ruhe. Ein Rat: Der Deutsche sollte einen Mentalcoach anheuern. Und sich den Schnurrbart rasieren."

GROSSBRITANNIEN:

"The Guardian": "Oft hart, oft unversöhnlich: Dass das Rennenfahren eine grausame Dame sein kann, musste Ferraris Charles Leclerc per Knüppelschlag beim Großen Preis von Bahrain lernen. Lewis Hamilton mag das Rennen für Mercedes gewonnen haben, aber Leclerc war es, der mit einer mitreißenden Darstellung verfing. Mit nur 21 Jahren war sein erster Sieg zum Greifen nah - und wurde ihm am Schluss doch verwehrt."

"The Telegraph": "Lewis Hamilton feierte gestern Abend einen dramatischen Sieg, nachdem der aufstrebende Star der Formel 1, Charles Leclerc, nach einem grausamen Motorschaden seines Sieges in Bahrain beraubt wurde. Leclerc in seinem erst zweiten Rennen für Ferrari war - so, wie seine junge Karriere Fahrt aufgenommen hat - auf dem besten Weg, drittjüngster Sieger des Sports zu werden."

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Formel 1: Das zweite Ferrari-Fiasko

"The Independent": "Was für Vettel enttäuschend endete, brachte Leclerc zur Verzweiflung."

"Daily Mail": "Vettel versuchte, sich gegen Leclerc zu verteidigen, doch er hatte keine Chance. Ein symbolischer Moment in der Dynamik bei Ferrari zwischen dem alten Anführer und dem Newcomer?"

SPANIEN:

"Mundo Deportivo": "Dramatisches Ende. Grausames Ergebnis. Charles Leclerc war am Sonntag der Beste beim Großen Preis von Bahrain, aber das Schicksal, das Glück, die mangelnde Zuverlässigkeit von Ferrari - oder was auch immer - verwehrten es ihm, seinen Traum von einem ersten Sieg in der Formel 1 zu verwirklichen."

"Marca": "Für Ferrari war es aus unterschiedlichen Gründen ein ziemliches Debakel. Charles Leclerc war der Sieg aus reinem Pech nicht vergönnt, er hat aber den besten Fahrer seines Teams und eine ernst zu nehmende Wette auf den Weltmeistertitel abgegeben."

"As": "Eine Tragödie für Ferrari, gegen jede Wahrscheinlichkeit holt Hamilton den Sieg in Bahrain."

FRANKREICH:

"L'Équipe": "Die Formel 1 ist manchmal ein sehr grausamer Sport. Man kann alles richtig machen und doch nicht gewinnen. Charles Leclerc (Ferrari), der am Sonntag in Bahrain von der Pole Position startete, zeigte ein bemerkenswertes Rennen nach einem fehlerhaften Start und konnte sich nur auf den dritten Platz retten, nachdem ihn ein Problem bei seinem italienischen Motor in den letzten elf Runden behindert hatte."

Zusammengestellt von dpa

insgesamt 5 Beiträge
FK-1234 01.04.2019
1. Zuverlässige Technik
...ist vonnöten. Das sollte sich vor allem Ferrari auf die Fahnen schreiben. Da ändern auch populistische Schnurrbart-Statements der italienischen Presse nichts dran.
...ist vonnöten. Das sollte sich vor allem Ferrari auf die Fahnen schreiben. Da ändern auch populistische Schnurrbart-Statements der italienischen Presse nichts dran.
wannbrach 01.04.2019
2.
Vettel ist einfach zu unkonzentriert und macht zu viele Fehler.
Vettel ist einfach zu unkonzentriert und macht zu viele Fehler.
amertexos 01.04.2019
3. Vettel auf dem Niveau des Vorjahrs
Wer glaubte, dass Vettel aus seinen Fehlern der vergangenen Jahre gelernt hat, wurde gestern wieder eines Besseren belehrt. Stümperhaft hat Vettel gestern allen wieder gezeigt, weshalb es im letzten Jahr nicht zum [...]
Wer glaubte, dass Vettel aus seinen Fehlern der vergangenen Jahre gelernt hat, wurde gestern wieder eines Besseren belehrt. Stümperhaft hat Vettel gestern allen wieder gezeigt, weshalb es im letzten Jahr nicht zum Weltmeistertitel reichte. Hamilton hatte in der Tat viel Spaß mit Vettel. Leider schon jetzt das Fazit: so wird Vettel niemals Weltmeister, wobei man sagen muss dass er bei seinen vier Weltmeistertiteln einfach das bessere Auto hatte. Jetzt, wo ist drauf ankommt, fahrerische Bestleistung zu zeigen, versagt er komplett wie im letzten Jahr
skeptikerjörg 01.04.2019
4. Zeitenwende
Wie Vettel, obwohl er den Start gewonnen hatte, von seinem jungen Teampartner (Teamkonkurrenten?) rasiert wurde, war schon eindrucksvoll. Sein Fahrfehler im Zweikampf mit Hamilton schon fast Normalität; wieviele Punkte hätte er [...]
Wie Vettel, obwohl er den Start gewonnen hatte, von seinem jungen Teampartner (Teamkonkurrenten?) rasiert wurde, war schon eindrucksvoll. Sein Fahrfehler im Zweikampf mit Hamilton schon fast Normalität; wieviele Punkte hätte er in der letzten Saison durch eigene Fehler weggeworfen. Für Leclerc war es bitter, dass der Ferrari wieder mal nicht standfest war, ansonsten hätte die "sitting duck" ebenfalls in die Röhre geguckt. Und vielleicht ist der Grund wieder mal ein 20 Euro Teil. Egal, Vettels Zeit neigt sich dem Ende zu und wenn Ferrari von Titeln träumt, sollte es auf Leclerc setzen, konsequent und mit Stallregie.
wallaceby 02.04.2019
5. Sie können sich ihren Anit-Vettel-Komplex...
gerne auch sparen! Wenn sie wirklich glauben, dass Sebastian Vettels vier WM-Titel mit Red Bull nur zustande kamen, weil er damals das "mit Abstand schnellste Auto" vier Jahre nacheinander hatte, dann liegen sie [...]
Zitat von amertexosWer glaubte, dass Vettel aus seinen Fehlern der vergangenen Jahre gelernt hat, wurde gestern wieder eines Besseren belehrt. Stümperhaft hat Vettel gestern allen wieder gezeigt, weshalb es im letzten Jahr nicht zum Weltmeistertitel reichte. Hamilton hatte in der Tat viel Spaß mit Vettel. Leider schon jetzt das Fazit: so wird Vettel niemals Weltmeister, wobei man sagen muss dass er bei seinen vier Weltmeistertiteln einfach das bessere Auto hatte. Jetzt, wo ist drauf ankommt, fahrerische Bestleistung zu zeigen, versagt er komplett wie im letzten Jahr
gerne auch sparen! Wenn sie wirklich glauben, dass Sebastian Vettels vier WM-Titel mit Red Bull nur zustande kamen, weil er damals das "mit Abstand schnellste Auto" vier Jahre nacheinander hatte, dann liegen sie leider komplett falsch! Ferrari war damals schon mit Fernando Alonso in der wesentlich aussichtsreicheren Position, aber Vettel konnte ihm vier mal nacheinander einen Strich durch die Rechnung machen. Auch Vettels Teamkollege von damals, ein gewisser Mark Webber, war sicherlich auch nicht der "klassische Nasenbohrer" in einem Rennauto...! Sebastian Vettel hat sich damals völlig verdient viermal durchgesetzt, weil er ein unfassbar schneller Rennfahrer ist. Wenn sie Vettels Zweikampfniederlagen gegen Hamilton in der letzten Saison jetzt ausschließlich als Grundlage ihrer Kritik nehmen, dann verstehen sie von der modernen F1 nicht besonders viel. Das Team Mercedes-AMG F1 hat jetzt schon seit fünf Jahren das mit Abstand schnellste Auto im gesamten F1-Feld. Ein Rennauto mit dem sogar der nur halbbegabte Halbdeutsche Nico Rosberg Weltmeister werden konnte. Sebastian Vettel ist zweifellos um Längen talentierter und auch schneller als ein Nico Rosberg, der sich jetzt aber auch noch als großer Vettel-Kritiker hervortraut... Was für eine Farce! Dazu auch noch F1-Kommentator Christian Danner, zu seiner F1-Zeit auch nur für ein paar völlig erfolglose Jahre der perfekte "F1-Hinterbänkler" war, und der nie auch nur ansatzweise mit der damaligen Spitze in den Rennen zu tun hatte, der sich jetzt also ebenfalls ziemlich peinlich aus dem Fenster gelehnt hat und Sebastian Vettel "schwere Fehler" vorwirft... Es darf gelacht werden! Da kann man wirklich nur noch staunen was gerade vor sich geht! Kaum zeigt Sebastina Vettel zweifellos Schwächen, sofort wird von allen Seiten versucht ihn abzusägen! Was für "Ehrenmänner" da doch gerade am Werk sind! Sebastian Vettel hatte letztes Jahr ein paar Mal bei den Manövern gegen Hamilton erwiesenermaßen Pech, neben zugegeben auch ein paar selbstverschuldeten Fehlern. Aber so etwas kommt mit einem alles anderen als perfekten und unterlegenen Ferrari schon mal vor, wenn man in den Zweikampf gegen das schnellste Auto und dessen Toppiloten geht und er dabei versucht das Rennen zu gewinnen! Gestern im Rennen waren es einfach wieder mal technische Unterschiede beider Rennautos, die dem Ferrari in dieser einen schnellen Rechtskurve gegen den Mercedes von Hamilton in der schlechtere Position gebracht haben, was S. Vettel mit übermotiviertem Dagegenhalten verhindern wollte. Aber wenn der Mercedes dort schlicht schneller fahren kann, was soll Vettel dagegen dann unternehmen?

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