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Bottas siegt in Suzuka, Ferrari-Fehler schenken Mercedes den Titel

In Suzuka konnte Sebastian Vettel seine Poleposition nicht verteidigen, wurde aber noch Zweiter. Vier Rennen vor Saisonende ist die Konstrukteurs-WM bereits entschieden.

REUTERS/Issei Kato

Valtteri Bottas holte sich den Sieg in Japan

Sonntag, 13.10.2019   08:45 Uhr

Valtteri Bottas hat den Großen Preis von Japan gewonnen. In Suzuka setzte sich der Finne vor Sebastian Vettel im Ferrari durch. Weltmeister Lewis Hamilton komplettierte das Podium auf Rang drei. Vettels Teamkollege Charles Leclerc blieb nur der siebte Platz. Damit ist Mercedes die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft nicht mehr zu nehmen, auch die Fahrerwertung machen Hamilton (338 Punkte) und Bottas (274 Punkte) unter sich aus.

Gestartet war Vettel von der Poleposition. Das hatte sich erst wenige Stunden vor dem Start entschieden: Zum fünften Mal in der Formel-1-Geschichte hatte das Qualifying am selben Tag stattfinden müssen wie das Rennen, zum dritten Mal passierte dies in Japan. Grund für den engen Terminplan war der Taifun "Hagibis", der ein Qualifikationsrennen am Samstag unmöglich gemacht hatte.

Schon in der ersten Kurve musste Ferrari die Führung an Mercedes abtreten: Vettel bremste nach einem vermeintlichen Fehlstart kurz ab und fuhr schließlich mit Verzögerung los. Bottas zog vorbei, Hamilton sortierte sich direkt hinter dem Deutschen ein. Der an zweiter Position gestartete Leclerc nahm bei einer Kollision mit Red-Bull-Pilot Max Verstappen einen Schaden am Frontflügel, weshalb er nach vier Runden zur Reparatur in die Box musste. Auch Verstappen, der kurz von der Strecke abgekommen war, verlor einige Plätze und musste sein beschädigtes Auto in der 15. Runde in der Box abstellen.

Im Nachgang des Rennens erhielt Leclerc eine Zeitstrafe über 15 Sekunden: Fünf für das Verursachen des Unfalls, zehn für das Weiterfahren mit dem beschädigten Wagen. Dadurch rutschte der Monegasse im Klassement auf den siebten Rang zurück.

Hamiltons zweiter Stopp entscheidet das Rennen

Je weiter sich die weichen Reifen abnutzten, desto schwerer fiel es Vettel, das Tempo der Silberpfeile mitzugehen: Bottas setzte sich komfortabel ab, Hamilton schloss nach anfänglichem Rückstand zum Deutschen auf. Mit einem frühen Reifenwechsel in Runde 17 und einer Zwei-Stopp-Strategie versuchte Ferrari, den Druck auf die Silberpfeile zu erhöhen. Mercedes reagierte prompt: In der 18. Runde wechselte Bottas auf die Medium-Reifen und sicherte seine Führung ab. In der 21. Runde kam auch Hamilton an die Box - für den Briten schien sein Team eine Ein-Stopp-Strategie vorgesehen zu haben.

Diese erledigte sich allerdings nach 43 von 53 Runden: Per Funk hatte Hamilton seiner Crew zu verstehen gegeben, dass seine Reifen nicht bis zum Ende durchhalten würden. Zuvor hatten bereits Vettel (32. Runde) und Bottas (36. Runde) frische Reifen aufgezogen. In Führung liegend fuhr auch Hamilton noch einmal in die Box und fiel dadurch auf den dritten Platz zurück. Mit dem frischen Reifensatz startete er eine letzte Attacke auf Vettel, konnte den Deutschen aber nicht mehr überholen.

Anmerkung: Eine frühere Version des Artikels hatte Leclerc als Sechstplatzierten geführt. Aufgrund der nachträglich ausgesprochenen Zeitstrafe haben wir die entsprechenden Passagen korrigiert und ergänzt.

cev

insgesamt 37 Beiträge
erikeckhardt69 13.10.2019
1. ?
Das war kein vermeintlicher Fehlstart sonder ein Fehlstart. Auch war das keine einfache Kollision zwischen Verstappen und Leclerc: Letzterer hat Verstappen von der Bahn gedrückt. Spätestens jetzt dürfte klar sein welcher [...]
Das war kein vermeintlicher Fehlstart sonder ein Fehlstart. Auch war das keine einfache Kollision zwischen Verstappen und Leclerc: Letzterer hat Verstappen von der Bahn gedrückt. Spätestens jetzt dürfte klar sein welcher Rennstall bevorzugt wird.
-su- 13.10.2019
2.
Verstappen hat Leclerc in Spielberg mit einer solchen Aktion angefahren. Da wurde Verstappen nicht bestraft. Das Rennen vorher, wurde Vettel für die gleiche Aktion jedoch bestraft. Seit Spielberg, sind solche Rammstöße [...]
Zitat von erikeckhardt69Das war kein vermeintlicher Fehlstart sonder ein Fehlstart. Auch war das keine einfache Kollision zwischen Verstappen und Leclerc: Letzterer hat Verstappen von der Bahn gedrückt. Spätestens jetzt dürfte klar sein welcher Rennstall bevorzugt wird.
Verstappen hat Leclerc in Spielberg mit einer solchen Aktion angefahren. Da wurde Verstappen nicht bestraft. Das Rennen vorher, wurde Vettel für die gleiche Aktion jedoch bestraft. Seit Spielberg, sind solche Rammstöße doch erlaubt. Hat Red Bull durchgesetzt. Jetzt hat halt Verstappen Pech gehabt und schon geht das geflenne los.
cindy2009 13.10.2019
3. #1
Das war KEIN Fehlstart! Das wird technisch überwacht und nicht von Laien auf dem Sofa entschieden.
Das war KEIN Fehlstart! Das wird technisch überwacht und nicht von Laien auf dem Sofa entschieden.
frankenbaer 13.10.2019
4. Interview extrem
Ein Highlight war die Frage von Frau Fleischhauer an Verstappen: Ihr Rennen ist nun vorbei, wie schade ist das für Sie? Die Qualifikation für Journalisten ist unterirdisch.
Ein Highlight war die Frage von Frau Fleischhauer an Verstappen: Ihr Rennen ist nun vorbei, wie schade ist das für Sie? Die Qualifikation für Journalisten ist unterirdisch.
Aleae iactae sunt 13.10.2019
5. Wie definierst Du Fehlstart und enfache Kollision?
Für SV war es ein Fehlstart, weil der den Start verloren hat. Wie Du sicher weißt ist von der Bahn drücken nach Wunsch MV und nach Kanada 2019 wieder erlaubt.
Zitat von erikeckhardt69Das war kein vermeintlicher Fehlstart sonder ein Fehlstart. Auch war das keine einfache Kollision zwischen Verstappen und Leclerc: Letzterer hat Verstappen von der Bahn gedrückt. Spätestens jetzt dürfte klar sein welcher Rennstall bevorzugt wird.
Für SV war es ein Fehlstart, weil der den Start verloren hat. Wie Du sicher weißt ist von der Bahn drücken nach Wunsch MV und nach Kanada 2019 wieder erlaubt.
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