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Sport

2. Fußball-Bundesliga

Trotz Platzverweis für Jatta - HSV rettet in der Nachspielzeit einen Punkt in Kiel

Der Hamburger SV spielte nach einer Roten Karte 60 Minuten in Unterzahl und holte in der Nachspielzeit noch ein Remis in Kiel. Der VfB Stuttgart hat im Fernduell gegen Osnabrück verloren.

Getty Images

Emmanuel Iyoha (l.) und Jeremy Dudziak

Samstag, 09.11.2019   15:36 Uhr

Holstein Kiel - Hamburger SV 1:1 (1:0)
Der Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga hat in der Nachspielzeit im Nordderby gegen Holstein Kiel einen Punkt gerettet. Entscheidend war der Platzverweis von Flügelstürmer Bakery Jatta nach einer Grätsche an Salih Özcan auf Höhe der Mittellinie (26.).

In der Folge wurden die Kieler immer besser und nutzten einen Fehlpass von Rick van Drongelen zum 1:0-Führungstreffer. Janni Serra schob den Ball sicher an Keeper Daniel Heuer Fernandes vorbei (43. Minute). Der eingewechselte Abwehrspieler Timo Letschert sicherte dem HSV dann aber in der Nachspielzeit den verdienten Punkt (90.+1).

Damit steht der Hamburger SV zumindest bis Sonntag weiterhin auf dem ersten Platz (26 Punkte). Arminia Bielefeld (25 Punkte) kann bei einem Sieg gegen den FC Nürnberg an den Hanseaten vorbeiziehen.

DPA

Hamburgs Bakery Jatta (r.) foult Kiels Salih Özcan und sieht anschließend die Rote Karte

VfL Osnabrück - VfB Stuttgart 1:0 (1:0)
Der Aufsteiger der dritten Liga hat gegen den Absteiger der ersten Liga sein erstes Spiel seit dem 1. September gewonnen. Den Grundstein dazu legte Marcos Álvarez, der bereits in der 4. Minute zum 1:0 traf. Fortan hatte Stuttgart zwar mehr Spielanteile, spielte allerdings größtenteils sehr ideenlos und vor allem mit einer riesigen Fehlpassquote. Durch Nicolás González (42.) und Santiago Ascacíbar (29.) hätten die Stuttgarter dennoch den Ausgleich erzielen können.

Weitere Ergebnisse:
SV Sandhausen - Greuther Fürth 3:2 (1:1)

mjm

insgesamt 7 Beiträge
jabbi 09.11.2019
1.
VfL Stuttgart, die kleine Schwester von Schalke 05? - - - - - - - Herzlichen Dank für den Hinweis! Wir haben es korrigiert. MfG Redaktion Forum
VfL Stuttgart, die kleine Schwester von Schalke 05? - - - - - - - Herzlichen Dank für den Hinweis! Wir haben es korrigiert. MfG Redaktion Forum
didohaun 09.11.2019
2. Katastrophale VfB Vorstellung beim Aufsteiger
Die Leistungskurve des BL1 Absteigers zeigt weiter nach unten und man fragt sich, wie lange tolerieren die Verantwortlichen noch die mehr als offensichtliche Unfähigkeit von Trainer Walter, dem namhaften Kader das Fussballspielen [...]
Die Leistungskurve des BL1 Absteigers zeigt weiter nach unten und man fragt sich, wie lange tolerieren die Verantwortlichen noch die mehr als offensichtliche Unfähigkeit von Trainer Walter, dem namhaften Kader das Fussballspielen beizubringen. Das lustlose Gekicke in Halbzeit eins, der Sky Kommentator verwendete zurecht den Begriff »Standfussball«, und die unterirdische Pass-Quote, hätte bereits in den ersten 45 Minuten einen korrektiven Eingriff vom Trainer zwingend notwendig gemacht. Aus nicht nachvollziehbarem Grund wurde dann zur zweiten Halbzeit Klement herausgenommenen, der bis dato an allen gefährlichen Aktionen des VfB beteiligt war. Der stattdessen eingewechselte Silas konnte heute leider keine positiven Elemente in das weiterhin verkorkste Spiel der Stuttgarter Mannschaft bringen, obwohl diese zunehmend Druck aufbauen konnte (ja was den sonst). Wiedermal waren es anfängerhafte Fehler in der Abwehr, vor allem im Stellungsspiel (heute mal Kempf), die einen frühzeitig ins Hintertreffen gebracht haben. In HZ 2 machte man Osnabrück nochmals dasselbe Geschenk, was aber zum Glück nicht angenommen wurde. In der Hinsicht zeigte sich der VfB aber noch großzügiger, indem man sogar drei krasse Abwehrfehler des Gegners nicht ausnützte, um wenigstens den Ausgleich zu erzielen. Durch weitere Einwechslungen von Algadui und Gomez zeigte Walter Reaktion, leider erst spät. Für mich ein Zeichen seine Ratlosig- oder besser Hilflosigkeit. Als Fazit muss man konstatieren, dass die bisherigen Leistungsträger (Kempf, Mangala, Förster, Klement und auch Gonzales) allesamt eine stark abfallende Formkuve aufweisen, was der Trainer wohl machtlos hinnehmen muss. Die Summe an Fehlpässen und auch der einfachen Fehler bei der Ballannahme, zerstört jeglichen zügigen Spielaufbau, wodurch es jeder Zweitligamannschaft ein Leichtes ist, sich in der Abwehr rechtzeitig zu formieren. Was dem VfB bleibt, und womit der Trainer wohl zufrieden ist, sind hohe Ballbesitzwerte durch einfallsloses »quer-quer Ballgeschiebe«. Überraschende Pässe in die Tiefe oder Flankenwechsel, wie dies auch heute bei Osnabrück zu beobachten war und was ihnen dann auch sofort Chacen einbrachte, bringen die VfB Koriphäen einfach nicht zustande. Vermutlich hat man das ja auch bereits aufgegeben, da ja bereits die Kurzpässe nicht gut ankommen und man möglicherweise einen vergeblichen Sprint anziehen müsste. Es drängt sich einem der Eindruck auf, die meisten VfB Akteure halten sich für zu gut, um ihr fussballerisches Dasein in der zweiten Bundesliga zu fristen, weswegen es ja nur an Pech, unfairen Gegener oder vielleicht schlechten Schiris liegt, wenn man die moderaten Ansprüche seiner Anhänger nicht erfüllen kann. Was es braucht ist Trainer oder Verantwortliche, die sie aus ihrer Wohlfühlecke raus holen und klar machen, dass sie im »Leistungssport» tätig sind. Schließlich wird beim VfB auf BL1 Niveau verdient, doch was man dafür bereit ist zu leisten erreicht derzeit kaum Zweitliganiveau.
Levator 09.11.2019
3. Prima
Das das Großmaul Walter - seines Zeichen "Trainer" - erneut nach Wiesbaden, Kiel auch gegen Osnabrück einen Mitbekommt. Voll auf die Zwölf. Walter raus.....
Das das Großmaul Walter - seines Zeichen "Trainer" - erneut nach Wiesbaden, Kiel auch gegen Osnabrück einen Mitbekommt. Voll auf die Zwölf. Walter raus.....
brandmauerwest77 09.11.2019
4. Vfb
Wird Zeit, dass die Verantwortlichen eingreifen, bevor der Zug abgefahren ist. Scheint ja wohl handfeste Ursachen zu haben, dass die bei nominell schlechteren Mannschaften nur noch verlieren. Anscheinend hat der Trainer nicht [...]
Wird Zeit, dass die Verantwortlichen eingreifen, bevor der Zug abgefahren ist. Scheint ja wohl handfeste Ursachen zu haben, dass die bei nominell schlechteren Mannschaften nur noch verlieren. Anscheinend hat der Trainer nicht nur ein Taktikproblem, die Mann- schaft hat Er scheinbar auch nicht im Griff. Für das, was die vermutlich verdienen, sind solche Leistungen bzw. Nichtleistungen eine Frechheit.
didohaun 09.11.2019
5. Zeit zur Einkehr für die VfB Verantwortlichen
Nicht nur wegen der heutigen Niederlage, jedoch spätestens danach, sollte es bei den VfB Entscheidungsträgern dämmern, dass Trainer und Mannschaft nicht gut zusammen passen. Die immer wieder angesprochene Spielphilosophie von [...]
Nicht nur wegen der heutigen Niederlage, jedoch spätestens danach, sollte es bei den VfB Entscheidungsträgern dämmern, dass Trainer und Mannschaft nicht gut zusammen passen. Die immer wieder angesprochene Spielphilosophie von Trainer Walter, kann sich doch wohl nicht darin erschöpfen, zweckfreien Ballbesitzfussball zu spielen. Dabei gehen den Spielern, ohne Außnahme, die einfachsten fussballerischen Tugenden vollkommen abhanden. Fast wie bei einer Jugendmannschaft müsste man erstmal damit anfangen ihnen beizubringen Zuspiele sicher anzunehmen und saubere Pässe zum Mitspieler zu bringen. Sie sollten auch in der Lage sein gelegentlich Flanken in Kopfhöhe und in den gegnerischen Strafraum zu schlagen, damit sich zumindest potentiell Torchancen ergeben. Es sollte auch betont werden, dass Fußball, besonders auf diesem Niveau, ein sehr laufintensiver Sport ist, wobei es immer wieder notwendig sein kann, dass man zum Sprinten gezwungen ist, um den Ball oder einen freien Raum vor dem Gegenspieler zu erreichen. Die Raumdeckung, insbesondere die Zuordnung wer welchen Raum zu decken hat, funktioniert ja auch nur sehr mangelhaft. Dies gehört jedoch schon zu den etwas fortgeschritteneren Lektionen, die erteilt werden können wenn mal das Prinzipielle vermittelt und umgesetzt wurde. Bei dem Talent und der Erfahrung in Walters Truppe, müsste es doch möglich sein, diese einstmal vorhandenen Fähigkeiten wieder auferstehen zu lassen. Es sei den, sie - oder zumindest einige - wollen nicht, warum auch immer. Dieser Eindruck drängt sich einem zusehens auf.

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