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Sport

Eklat mit Journalisten

Arda tritt aus türkischer Nationalelf zurück

Wutausbruch über den Wolken: Arda Turan hat im Flugzeug des türkischen Nationalteams einen kritischen Reporter wüst beschimpft und gewürgt. Nun wird der Mannschaftskapitän nicht mehr für sein Land spielen.

AP

Arda Turan (M.)

Dienstag, 06.06.2017   17:58 Uhr

Nach der Attacke gegen einen Journalisten hat der türkische Fußball-Profi Arda Turan seinen Rückzug aus der Nationalmannschaft verkündet. "Ich tue das Nötige und beende meine Karriere im Nationalteam", sagte er vor Journalisten: "Ich habe im Trikot der Nationalmannschaft einen Fehler gemacht."

Hintergrund des Rücktritts ist ein Wutausbruch Ardas gegenüber dem Journalisten der Zeitung "Milliyet", Bilal Mese, im Teamflugzeug auf dem Weg nach Slowenien. Der Kapitän der Nationalelf soll den 62-Jährigen laut Medienberichten wüst beleidigt und am Hals gepackt haben, bevor zwei Mitspieler dazwischengegangen seien. "Du bist ein Hurensohn! Eher höre ich mit dem Fußball auf, als dass ich meinen Stolz und den meiner Familie beschmutzen lasse", soll Arda in Richtung des Reporters geschimpft haben.

Mese hatte während der EM 2016 berichtet, der Barcelona-Star sei als Wortführer der Mannschaft maßgeblich für das schlechte Abschneiden bei dem Turnier verantwortlich gewesen. Ein Streit mit dem Verband über Bonuszahlungen, der nicht gelöst werden konnte, soll nach Meses Aussagen die Moral des Kaders während des Turniers in Frankreich untergraben haben.

Im Anschluss an den Eklat hatte Arda zunächst nur wenig Reue gezeigt. "Habe ich mich richtig verhalten? Ich weiß es nicht", schrieb er auf Instagram: "Vielleicht nicht richtig, aber wenigstens ehrlich und stolz." Wenige Stunden später beschloss er, seine Karriere in der Nationalelf der Türkei im Alter von 30 Jahren zu beenden.

Turan sagte, er habe nach dem Vorfall zunächst mit Nationaltrainer Fatih Terim und dem Präsidenten der türkischen Fußballföderation, Yildirim Demirören, die Entscheidung getroffen, nicht im anstehenden WM-Qualifikationsspiel am 11. Juni gegen den Kosovo zu spielen. Das Aus im Nationalteam sei jedoch seine persönliche Entscheidung, so Turan.

lst/dpa/sid

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