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Fußball-Bundesliga

Bayern siegt 4:0 im Spitzenspiel gegen BVB - Lewandowski bricht Torrekord

Beeindruckender Auftritt des FC Bayern: Die Münchner hatten Gegner Dortmund im Topspiel des elften Spieltags voll im Griff. Robert Lewandowski sorgte für einen Rekord, Mats Hummels traf ins eigene Tor.

Sven Hoppe/DPA

Robert Lewandowski traf doppelt

Samstag, 09.11.2019   20:23 Uhr

Der FC Bayern hat das Topspiel gegen Borussia Dortmund gewonnen. 4:0 (1:0) siegten die Münchner dank der Tore von Robert Lewandowski und Serge Gnabry gegen den BVB, Mats Hummels steuerte noch ein Eigentor zum Endergebnis bei. Die Dortmunder hatten ihre erste Torchance erst in der zweiten Hälfte und waren den Bayern deutlich unterlegen.

Hansi Flick, der nach der Trennung von Niko Kovac das FCB-Team betreut, vertraute der Startformation, die unter der Woche beim 2:0-Sieg gegen Olympiakos in der Champions League begonnen hatte. Der BVB musste zu Beginn erneut auf Kapitän Marco Reus verzichten, der erst nach einer Stunde eingewechselt wurde.

Die erste Torchance des Spiels führte gleich zur Führung für die Münchner: Ein Angriff der Bayern schien bereits entschärft, doch Verteidiger Benjamin Pavard brachte den Ball noch einmal in die Mitte, wo Robert Lewandowski unbedrängt aus drei Metern Entfernung ins Tor köpfte - 1:0.

Gnabry-Treffer zählt erst nach dem Videobeweis

Mit seinem Treffer hat der polnische Nationalspieler einen 51 Jahre alten Rekord von Gerd Müller aus der Saison 1968/1969 eingestellt. 15 Tore nach elf Spieltagen waren bislang nur dem früheren Bayern-Angreifer gelungen. Lewandowskis Kollegen schien der Treffer Mut zu machen.

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FC Bayern gegen BVB: Alles beim Alten

BVB-Keeper Roman Bürki bewahrte die Dortmunder bei einem Schuss von Serge Gnabry vor dem nächsten Gegentreffer (27.), bei einem zweiten Versuch des Nationalspielers landete der Ball zwar im Tor, doch Gnabry hatte zuvor im Abseits gestanden.

Die zweite Hälfte lief noch keine zwei Minuten, da stand Gnabry erneut im Mittelpunkt: Er hatte nach einem Konter der Bayern erneut ins Tor getroffen - und wieder sollte der Treffer nicht zählen. Doch eine angebliche Abseitsentscheidung stellte sich nach Überprüfung des Videoschiedsrichters als falsch heraus. Der Treffer wurde von Schiedsrichter Felix Zwayer anerkannt.

Reus und Alcácer kommen in die Partie

Gnabry hätte bereits in der 51. Minute für die Vorentscheidung sorgen können, doch nach einer Flanke von Kingsley Coman grätschte er den Ball knapp am Tor vorbei. (51.). Auch Lewandowski hatte einige Minuten später eine Großchance (59.), schoss jedoch aus elf Metern ebenfalls vorbei.

Favre reagierte und brachte nach einer Stunde Reus und Paco Alcácer in die Partie. Neun Minuten später hatte der spanische Angreifer die erste Dortmunder Torchance des Spiels. Nach einer Flanke von Achraf Hakimi erwischte der Spanier den Ball jedoch nicht richtig.

Sollte es noch einmal spannend werden? Nein. Denn nachdem Coman und Thomas Müller noch danebenschossen, machte es Lewandowski besser. Mit seinem zweiten Treffer des Abends sorgte er für die Entscheidung - und brach den Müller-Rekord. BVB-Verteidiger Hummels traf dann nach einer Flanke von Ivan Perisic zum Endstand ins eigene Tor.

Bayern München - Borussia Dortmund 4:0 (1:0)
1:0 Lewandowski (17.)
2:0 Gnabry (47., nach Videobeweis)
3:0 Lewandowski (76.)
4:0 Hummels (80., Eigentor)
München: Neuer - Pavard, Martínez, Alaba, Davies - Kimmich, Goretzka (72. Thiago) - Gnabry (70. Coutinho), Müller, Coman (75. Perisic) - Lewandowski
Dortmund: Bürki - Hakimi, Hummels, Akanji, Schulz - Witsel, Weigl (61. Alcácer) - Sancho (36. Guerreiro), Brandt, Hazard - Götze (61. Reus)
Schiedsrichter: Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Coman, Kimmich (4) - Reus

bka

insgesamt 133 Beiträge
frank_w_abagnale 09.11.2019
1.
Eine Machtdemonstration. Im deutschen Profifußball gibt es eben nur eine wirklich überdurchschnittliche Mannschaft und das ist der große FCB!
Eine Machtdemonstration. Im deutschen Profifußball gibt es eben nur eine wirklich überdurchschnittliche Mannschaft und das ist der große FCB!
brotherandrew 09.11.2019
2. Na also ...
... geht doch. Und danke Mats Hummels!
... geht doch. Und danke Mats Hummels!
egonv 09.11.2019
3.
Schön! Offenbar kann es die Mannschaft und der Hansi kann es auch. Vielleicht hatte das Team doch gegen Kovac gespielt... Noch kann der FC Bayern alles holen...man darf gespannt sein.
Schön! Offenbar kann es die Mannschaft und der Hansi kann es auch. Vielleicht hatte das Team doch gegen Kovac gespielt... Noch kann der FC Bayern alles holen...man darf gespannt sein.
retterdernation 09.11.2019
4. Tot gesagte leben länger ...
Bayern München zeigt - dass man mit dem Rekordtitelträger auch dann rechnen kann - wenn eigentlich nix mehr geht. Die Münchner zeigen dem BVB dabei auf - dass sich die Gelben steigern müssen. Wenn es mit der direkten Champions [...]
Bayern München zeigt - dass man mit dem Rekordtitelträger auch dann rechnen kann - wenn eigentlich nix mehr geht. Die Münchner zeigen dem BVB dabei auf - dass sich die Gelben steigern müssen. Wenn es mit der direkten Champions League Qualifikation reichen soll. Lewandowski scheint in der Form seines Lebens zu sein. Hansi Flick wird dadurch zum Helden. Denn wer hätte mit zwei Siegen nach dem Trainerwechsel gerechnet. Wenn Nico Kovac hoffentlich ganz bald nach Berlin kommt, dann können alle Seiten zufrieden sein. Stopp - eine Seite natürlich nicht. Die Gelbe - mehr Schein als Sein. Im Vergleich zu den anderen Titelkandidaten einfach schwächer. Wenn ich an die glanzvollen Auftritte der Leipziger denke. Dazu von den tot gesagten Bayern gedemütigt. Die dunklen Wolken in Dortmund verdichten sich damit zu einem ersten kleinen Sturm. Während man in München das Schlimmste erstmal überstanden hat. Und allen Kritikern irgendwie Kopfschmerzen bereitet. Nach dem 4:0 gegen den heimlichen Top-Meisterschaftskandidaten. Der BVB geht unter - titelte eine große deutsche Zeitung - zwischenzeitlich. Man müsste sich schon sehr, sehr in die Tasche lügen, wenn man diese Klatsche anders interpretieren würde. Schon morgen könnten die Gelben gänzlich aus den internationalen Plätzen gedrängt werden. Aus einem kleinen Sturm könnte dabei ganz schnell ein mittelschwerer Orkan werden. Was man in München mit einem verschmitzten Lächeln registrieren wird. Und in Leipzig mit stolzer Brust. Nachdem sich das Ranking in der Liga ganz offensichtlich verschoben hat.
Skakesbier 09.11.2019
5. Mit dem
0:4 sind die Doatmunder bei den Bayern aber extrem glimpflich davongekommen! Das war ja 2. gegen 1. Liga!
0:4 sind die Doatmunder bei den Bayern aber extrem glimpflich davongekommen! Das war ja 2. gegen 1. Liga!

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