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Sport

Ohne Trainer Favre

Dortmund verspielt Drei-Tore-Führung gegen Hoffenheim

Ohne den erkrankten Trainer Lucien Favre führte Borussia Dortmund 3:0 gegen Hoffenheim und zeigte begeisternden Fußball. Dann gab der BVB den großen Vorsprung doch noch her. Es war nicht das einzige 3:3 des Tages.

AFP

Jadon Sancho

Samstag, 09.02.2019   17:25 Uhr

Borussia Dortmund - TSG Hoffenheim 3:3 (1:0)

Borussia Dortmund hat ohne Trainer Lucien Favre auf der Bank und Kapitän Marco Reus auf dem Feld eine 3:0-Führung gegen die TSG Hoffenheim aus der Hand gegeben.

In der 32. Minute bezwang Jadon Sancho nach Doppelpass mit Lukasz Piszczek Hoffenheim-Keeper Oliver Baumann. Kurz vor der Pause nutzte Mario Götze einen BVB-Konter zum 2:0 (43. Minute). Auch in der zweiten Hälfte zauberte die BVB-Offensive weiter. Sancho spielte den Ball in der 67. Minute zu Götze, der quer zu Guerreiro legte. Der Portugiese schloss die sehenswerte Kombination zum 3:0 ab.

Hoffenheim wirkte geschlagen - und kam doch noch zurück: Nach dem ersten Treffer von Ishak Belfodil (75.) kam Hoffenheim zum Anschluss durch einen Kopfballtreffer durch Pavel Kaderabek (83.). Kurz vor dem Ende erzielte Belfodil seinen zweiten Treffer und damit den Ausgleich für Hoffenheim (87.).

Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC 0:3 (0:1)

Nach 30 gespielten Minuten musste Borussia Mönchengladbach im Heimspiel gegen Hertha BSC sein erstes Gegentor der Rückrunde hinnehmen. Nach einem Pass von Marko Grujic marschierte Salomon Kalou durch die Gladbacher Defensive und erzielte das 1:0 für die Gäste. Es sollte noch schlimmer kommen für das Team von Dieter Hecking.

Denn nach der Pause legten die Gäste nach: Davie Selke marschierte aus der eigenen Hälfte bis zur Außenlinie und von dort in den Gladbacher Strafraum, dort angekommen ließ er seinen Begleiter Matthias Ginter stehen und bediente den mitgelaufenen Ondrej Duda (55). Der Slowake revanchierte sich mit einer Freistoß-Flanke auf Selke, der sich in der Mitte Platz verschaffte und das 3:0 köpfte (76.).

Getty Images

Berliner Jubel

Für Mönchengladbach war es nicht nur das erste Gegentor der Hinrunde, sondern auch die erste Heimniederlage der Saison.

Hannover 96 - 1. FC Nürnberg 2:0 (1:0)

Das Duell der beiden größten Abstiegskandidaten der Liga begann für den Tabellensiebzehnten Nürnberg beim Tabellenletzten Hannover ungut: Simon Rhein sah nach einem Tritt gegen Julian Korb schon nach elf Minuten die Rote Karte von Schiedsrichter Tobias Welz. Aber auch in Überzahl brauchte Hannover noch mehr als eine halbe Stunde, bis die Torflaute vor eigenem Publikum endlich beendet wurde. Hendrik Weydandt gewann ein Kopfballduell im Nürnberger Strafraum und legte so für Nicolai Müller auf. Der traf aus kurzer Distanz zum 1:0 - das erste Heimtor für die Roten seit 528 Minuten und der erste Treffer unter Trainer Thomas Doll.

Müller war es auch, der nach Anspiel von Jonathas mit dem 2:0 in der 77. Minute alles klar machte. Mit einem technisch anspruchsvollen Rechtsschuss im Laufduell mit Ewerton erzielte Müller das zweite Tor. Es waren die beiden ersten Treffer Müllers für Hannover nach seiner Leihe aus Frankfurt im Winter. Mit dem dritten Saisonsieg verlässt Hannover den letzten Tabellenplatz und gibt diesen an Nürnberg ab.

SC Freiburg - VfL Wolfsburg 3:3 (1:1)

John Brooks machte sich beim Spiel seines VfL Wolfsburg in Freiburg um die Belange beider Mannschaften verdient. Zunächst eröffnete der Verteidiger den Angriff, der zum Führungstreffer der Gäste führte, mit einem Pass auf Josip Brekalo. Der passte auf Jérôme Rousillon, der sich gegen zwei Freiburger durchsetzte und abschloss (11. Minute). Auf der Gegenseite ließ sich Brooks später den Ball im Pressing von Florian Niederlechner abnehmen. Der passte zu Vincenzo Grifo. Dieser erzielte sein erstes Tor nach seiner Rückkehr aus Mönchengladbach im Winter.

DPA

Nils Petersen (M.)

Es dauerte nach Wiederanpfiff knapp 20 Minuten, bis der VfL erneut in Führung ging. Robin Koch hielt den Wolfsburger Stürmer Wout Weghorst im Strafraum fest. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Weghorst selbst zum 1:2 (63. Minute). Aber auch diese Führung hatte nicht lange Bestand. Nach einer Ecke von Grifo köpfte Sport-Club-Kapitän Nils Petersen zum 2:2 in den linken Winkel (70.). Renato Steffen brachte den VfL in der 74. Minute zum dritten Mal in Führung. Weghorst hatte ihm den Ball mit der Hacke in den Lauf gelegt. Auch das aber reichte nicht zum Sieg: Luca Waldschmidt erzielte in der 87. Minute mit einem Volleyschuss aus der Drehung das 3:3. In der Nachspielzeit köpfte Philipp Lienhart per Kopf sogar den vermeintlichen Siegtreffer. Aber nach Rücksprache mit dem Videoassistenten erkannte Schiedsrichter Felix Brych das Tor nicht an.

RB Leipzig - Eintracht Frankfurt 0:0

Ein offenes Spiel mit vielen Torchancen sahen die Zuschauer in Leipzig, wo RB mit einem Heimsieg eine Vorentscheidung im Kampf um die Champions-League-Plätze gegen den direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt erzwingen wollte. Die beste Chance hatte Marcel Halstenberg für die Gastgeber, als er einen Kopfball aus kurzer Distanz über die Latte setzte. So blieb es bei fünf Punkten Vorsprung für Leipzig auf Platz fünf.

rae/tip

insgesamt 62 Beiträge
frenchhornplayer85 09.02.2019
1.
Tja das hat mein bvb schön verdaddelt. Das darf so nicht passieren!
Tja das hat mein bvb schön verdaddelt. Das darf so nicht passieren!
Oihme 09.02.2019
2. Prima ...
... Aufholjagd der nie aufsteckenden Hoffenheimer. Respekt! Immer gelingt das gegen den BVB auch nicht. Vielleicht war man beim BVB nach dem 3:0 schon gedanklich beim Spiel gegen die Engländer, jedenfalls schräg gelaufen!
... Aufholjagd der nie aufsteckenden Hoffenheimer. Respekt! Immer gelingt das gegen den BVB auch nicht. Vielleicht war man beim BVB nach dem 3:0 schon gedanklich beim Spiel gegen die Engländer, jedenfalls schräg gelaufen!
marcuhlig 09.02.2019
3.
wenn die Bayern eine 3:0 Führung hergeben würden, wäre hier bestimmt nicht von begeisterndem Fußball die Rede. Hier bei Spon ist die Sportredaktion definitiv nicht objektiv.
wenn die Bayern eine 3:0 Führung hergeben würden, wäre hier bestimmt nicht von begeisterndem Fußball die Rede. Hier bei Spon ist die Sportredaktion definitiv nicht objektiv.
licht_und_schatten 09.02.2019
4. Arrogante Lässigkeit
Aus meiner Sicht ist dieses Ergebnis auf die arrogante Lässigkeit eines Teils der BVB-Spieler zurückzuführen. Eigentlich ist es Bürki zu verdanken, dass sie das Speil nicht verloren haben.
Aus meiner Sicht ist dieses Ergebnis auf die arrogante Lässigkeit eines Teils der BVB-Spieler zurückzuführen. Eigentlich ist es Bürki zu verdanken, dass sie das Speil nicht verloren haben.
Nonvaio01 09.02.2019
5. haben alle fuer den FCB gespielt
so kann man den nachmittag auch zusammen fassen..;-) nach 3-0 noch 3-3 das darf einem Team mit solch erfahrenen spielern nicht passieren, nicht wenn man Meister werden will. War wohl ein anfang von arroganz nach dem 3-0. [...]
so kann man den nachmittag auch zusammen fassen..;-) nach 3-0 noch 3-3 das darf einem Team mit solch erfahrenen spielern nicht passieren, nicht wenn man Meister werden will. War wohl ein anfang von arroganz nach dem 3-0. Gladbach schockierend, gegen Herta eine 3-0 klatsche....man o man, haette ich nicht gedacht, vor allem nachdem Herta in die VL musste am Mittwoch. Auch da dachte man wohl die erledigt man im vorbeigehen, anders kann man sich das kaum erklaeren.

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