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Sport

Fußball-Bundesliga

Köln verliert durch Elfmeter in der achten Minute der Nachspielzeit

Dem 1. FC Köln gelingt es nicht, sich aus der Krise zu befreien. Gegen die TSG Hoffenheim sah es nach einem Remis aus - dann griff in der Nachspielzeit der Videoassistent ein.

Jörg Schöler/Getty Images

Kölns Jonas Hector

Freitag, 08.11.2019   22:33 Uhr

Im Freitagabendspiel der Bundesliga hat der 1. FC Köln 1:2 (1:0) gegen die TSG Hoffenheim verloren. In der Nachspielzeit stand es nach Toren von Kölns Jhon Córdoba (34. Minute) und Hoffenheims Sargis Adamyan (48.) noch unentschieden, als der Videoassistent eingriff. Die Hoffenheimer bekamen einen Elfmeter zu gesprochen, Jürgen Locadia verwandelte sicher (90.+8).

Durch den fünften Sieg in Folge ist Hoffenheim mit 20 Punkten vorläufig Tabellenzweiter hinter Borussia Mönchengladbach. Für Köln hingegen gab es in den vergangenen neun Pflichtspielen nur einen Sieg, beim 3:0 in Paderborn, dem Tabellenletzten. Mit sieben Punkten steht der Klub auf Platz 17.

Nach einer ersten Hälfte mit wenigen Höhepunkten gingen die Kölner mit einer knappen Führung in die Pause. Córdoba hatte nach Zuspiel von Louis Schaub mit einem leicht abgefälschten Flachschuss in die linke Ecke getroffen.

Hoffenheim-Trainer Alfred Schreuder reagierte und brachte Adamyan für Lukas Rupp in die Partie. Der Wechsel zeigte schnell Wirkung: Sebastian Rudy flankte von der rechten Seite zum zweiten Pfosten und Adamyan erzielte mit seinem zweiten Ballkontakt den Ausgleich. Kurz darauf wurde der Armenier erneut gefährlich, scheiterte aber am Kölner Torwart (49.).

Videobeweis in der Nachspielzeit

Die Gäste beherrschten das Spiel im zweiten Durchgang, Köln kam nur noch selten über die Mittellinie. Die beste Torchance hatte Jürgen Locadia in der 61. Minute freistehend aus 17 Metern, sein Schuss verfehlte den rechten Pfosten nur knapp.

Als bereits die Nachspielzeit lief, traf Dominick Drexler im Strafraum Adamyan von hinten am Fuß, sodass dieser zu Fall kam. Auf den Hinweis des Videoassistenten hin sah sich Schiedsrichter Robert Kampka die Szene am Monitor an und entschied auf Strafstoß. Locadia schoss den Ball flach in die linke Ecke.

1. FC Köln - TSG Hoffenheim 1:2 (1:0)
1:0 Córdoba (34.)
1:1 Adamyan (48.)
1:2 Locadia (90.+8, Elfmeter)
Köln: Horn - Bornauw (83. Schindler), Meré, Czichos - Ehizibue, Skhiri (70. Verstraete), Hector, Jakobs - Schaub (79. Drexler) - Terodde, Córdoba
Hoffenheim: Baumann - Posch, Vogt, Hübner - Grillitsch - Kaderabek, Rudy, Rupp (46. Adamyan), Skov - Bebou (74. Stafylidis), Locadia
Gelbe Karten: Bornauw, Czichos, Hector / Rudy, Skov, Locadia
Schiedsrichter: Kampka
Zuschauer: 49.000

mrk

insgesamt 16 Beiträge
sibbi78 08.11.2019
1. Langsam wird es unheimlich...
Da wird man das Gefühl nicht los, dass seit Jahren die Schiedsrichter den FC regelrecht zum Abschuss freigeben. Der Verein wurde in etlichen Spielen - in anerkannter Weise - von Schiedsrichtern benachteiligt. Jetzt lässt der [...]
Da wird man das Gefühl nicht los, dass seit Jahren die Schiedsrichter den FC regelrecht zum Abschuss freigeben. Der Verein wurde in etlichen Spielen - in anerkannter Weise - von Schiedsrichtern benachteiligt. Jetzt lässt der Schiedsrichter statt der geforderten vier, ganze acht Minuten nachspielen, bis er endlich einen Elfmeter für den Gast pfeifen kann, der dann auch prompt zum Siegtreffer der Gäste reicht. Darüberhinaus gibt es auch noch reichlich gelb für den Gastgeber. Ist das noch normal?
n.strohm 09.11.2019
2.
Als FC Mitglied muss ich sagen: Die Spieler stellen sich erstens ziemlich dumm an und zweitens der Schiedsrichter mit VAR nutzt das gnadenlos aus. Lieber DFB, ihr sorgt dafür, dass die zweite Liga im nächsten Jahr zumindest [...]
Als FC Mitglied muss ich sagen: Die Spieler stellen sich erstens ziemlich dumm an und zweitens der Schiedsrichter mit VAR nutzt das gnadenlos aus. Lieber DFB, ihr sorgt dafür, dass die zweite Liga im nächsten Jahr zumindest wieder eine attraktive Mannschaft mit immer vollem Stadion hat, nicht wahr. Die Art und Weise wie Entscheidungen des SR und des VAR immer wieder gegen den FC interpretiert werden, lässt für mich keinen anderen Schluss mehr zu. Manchmal schreitet der VAR ein, weil es eine krasse Fehlentscheidung des SR gab und manchmal schreitet der VAR nicht ein, weil der SR es ja angeblich gesehen hat und die Situation auch noch interpretationsbedürftig ist. Und manchmal schaut sich der SR das Video an, man sieht: der Ball trifft die ausgestreckte Hand, die Hand vergrößert die Körperfläche und trotzdem kein Pfiff, trotz SloMo am Videobildschirm. So macht der DFB in enger Zusammenarbeit mit den Schiedsrichtern den Fußball kaputt.
BIB 09.11.2019
3. @sibbi78:
Ich glaube eher, der Komplott richtet sich gegen die Fortuna aus Düsseldorf.... Es soll ein leichter Gegner und Punktelieferant im Derby absteigen, damit es die Fortuna in der nächsten Saison schwerer hat! Ich bin ob [...]
Ich glaube eher, der Komplott richtet sich gegen die Fortuna aus Düsseldorf.... Es soll ein leichter Gegner und Punktelieferant im Derby absteigen, damit es die Fortuna in der nächsten Saison schwerer hat! Ich bin ob dieses Skandals genauso empört, wie Sie!!!!!
gammoncrack 09.11.2019
4. Ich habe das Spiel nicht gesehen,
schaue ich mir aber den bei SPON ersichtlichen Spielablauf an, wurde doch während der Verlängerung Ehizibue behandelt. Das verlängert laut Regell die Nachspielzeit. Und das Foul passierte dann in der 5. Minute der [...]
Zitat von sibbi78Da wird man das Gefühl nicht los, dass seit Jahren die Schiedsrichter den FC regelrecht zum Abschuss freigeben. Der Verein wurde in etlichen Spielen - in anerkannter Weise - von Schiedsrichtern benachteiligt. Jetzt lässt der Schiedsrichter statt der geforderten vier, ganze acht Minuten nachspielen, bis er endlich einen Elfmeter für den Gast pfeifen kann, der dann auch prompt zum Siegtreffer der Gäste reicht. Darüberhinaus gibt es auch noch reichlich gelb für den Gastgeber. Ist das noch normal?
schaue ich mir aber den bei SPON ersichtlichen Spielablauf an, wurde doch während der Verlängerung Ehizibue behandelt. Das verlängert laut Regell die Nachspielzeit. Und das Foul passierte dann in der 5. Minute der Nachspielzeit. Der Schiedsrichter kann doch jetzt nicht abpfeifen, weil die Nachspielzeit abgelaufen ist. Er muss den Elfmeter doch noch ausführen lassen. Und das war eben dann in der 8. Minute. Und lesen aus diesem Ablauf, dass der SR so lange hat nachspielen lassen, bis er einen Elfmeter geben konnte? Ich glaube, das war der VAR, und wie könnte der denn die Nachspielzeit beeinflusst haben?
hd1965 09.11.2019
5. @sibbi78
Freistoß für Köln wurde während der vierminütigen Nachspielzeit gepfiffen, danach griff der VAR ein. Bis zur Ausführung des Strafstoßes vergingen dann weitere 3 bis vier Minuten.
Freistoß für Köln wurde während der vierminütigen Nachspielzeit gepfiffen, danach griff der VAR ein. Bis zur Ausführung des Strafstoßes vergingen dann weitere 3 bis vier Minuten.

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