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VfB Stuttgart

Nach Spuckattacke - DFB sperrt Ascacíbar für sechs Wochen

Selbstverschuldetes Saisonaus für Santiago Ascacíbar: Weil der Mittelfeldspieler im Spiel gegen Bayer Leverkusen wegen eines Ausrasters die Rote Karte sah, wird er dem VfB Stuttgart im Abstiegskampf fehlen.

Marijan Murat/ DPA

Stuttgarts Santiago Ascacíbar (l.), Leverkusens Kai Havertz (r.)

Dienstag, 16.04.2019   16:19 Uhr

Mittelfeldspieler Santiago Ascacíbar vom VfB Stuttgart ist nach seiner Spuck-Attacke vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für sechs Wochen gesperrt worden. Das teilte der DFB mit. Damit kann der 22-jährige Argentinier in dieser Bundesligasaison nicht mehr auflaufen. Spieler und Verein haben dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Der Vorfall, der Ascacíbar die Sperre einhandelte, ereignete sich am vergangenen Samstag. Beim 0:1 gegen Bayer Leverkusen spuckte Ascacíbar in der Nachspielzeit in Richtung von Bayers Torschütze Kai Havertz. Schiedsrichter Tobias Stieler hatte die Aktion wahrgenommen und dem Mittelfeldspieler die Rote Karte gezeigt. Anschließend ging er weiter auf Havertz los, Schiedsrichter Stieler ging dazwischen.

"Das geht natürlich gar nicht", hatte VfB-Coach Markus Weinzierl gesagt: "Er hat der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. Er muss seine Emotionen im Griff haben." Bayer-Coach Peter Bosz sagte: "Das ist meiner Meinung nach das Schlimmste, was man im Fußball machen kann", und Bayers Kevin Volland sagte bei Sky: "Solche Leute braucht man in der Bundesliga nicht."

Durch die Sperre kann Ascacíbar dem VfB im Abstiegskampf nicht mehr helfen. Stuttgart belegt nach fünf sieglosen Spielen einen Relegationsplatz. Ascacíbar stand bislang in sämtlichen Bundesligapartien der Saison in der Startelf - mit zwei Ausnahmen, als er gelbgesperrt war.

mon/dpa

insgesamt 22 Beiträge
uli_san 16.04.2019
1. Aus meiner Sicht...
...zu glimpflich davongekommen.
...zu glimpflich davongekommen.
tairen 16.04.2019
2. interessantes Strafmaß
Durch den festgelegten Zeitraum wird sicher gestellt, dass er diese Saison kein Spiel mehr macht, ob Stuttgart in die Relegation muss oder nicht. Er kann aber Nächste Saison wieder spielen und muss nicht noch 1-2 Spieltage auf [...]
Durch den festgelegten Zeitraum wird sicher gestellt, dass er diese Saison kein Spiel mehr macht, ob Stuttgart in die Relegation muss oder nicht. Er kann aber Nächste Saison wieder spielen und muss nicht noch 1-2 Spieltage auf die Tribüne. Kommt einen fast so vor als ob sich die DFL mal was vernünftiges überlegt hätte... verrückt.
PeterC 16.04.2019
3. Schlechtes Signal
Da der Spieler sich auch noch dem Schiedsrichter unangemessen genähert hat, um es milde auszudrücken, ist das wieder einmal ein falsches Zeichen für den Amateur- und Jugendfußball. Eine Sperre bis zum Ende des Kalenderjahres [...]
Da der Spieler sich auch noch dem Schiedsrichter unangemessen genähert hat, um es milde auszudrücken, ist das wieder einmal ein falsches Zeichen für den Amateur- und Jugendfußball. Eine Sperre bis zum Ende des Kalenderjahres wäre angebracht gewesen. Es muß doch möglich sein, auch die Fußballer dazu zu bringen, Schiedsrichterentscheidungen (auch falsche!!) hinzunehmen. Das funktioniert selbst in deutlich körperbetonteren Sportarten wie Handball, Eishockey oder American Football. Mit entsprechenden Strafen wäre das Problem sicher auch beim Fußball in den Griff zu bekommen. Ein entsprechendes Verhalten von Trainer und Funktionären ließe dadurch ebenfals erreichen.
kub.os 16.04.2019
4. Angemessen
Durch diese aggressive Aktion, die sich der Spieler geleistet hat, müsste er eigentlich vom Verein suspendiert werden. Für irgendeine Art von Bezahlung hat er sich schließlich selbst ausgeschlossen. Kann jetzt Urlaub in [...]
Durch diese aggressive Aktion, die sich der Spieler geleistet hat, müsste er eigentlich vom Verein suspendiert werden. Für irgendeine Art von Bezahlung hat er sich schließlich selbst ausgeschlossen. Kann jetzt Urlaub in Argentinien machen und sich einen neuen Club suchen...
didohaun 16.04.2019
5. Lernfähig?
Bleibt nur zu hoffen, dass Ascacibar hieraus lernt und sich zukünftig besser im Griff hat. Ansonsten sollte man ihn besser ziehen lassen, wie seinerzeit Ibisevic, der durch seine wiederholten Disziplinlosigkeiten der Mannschaft [...]
Bleibt nur zu hoffen, dass Ascacibar hieraus lernt und sich zukünftig besser im Griff hat. Ansonsten sollte man ihn besser ziehen lassen, wie seinerzeit Ibisevic, der durch seine wiederholten Disziplinlosigkeiten der Mannschaft in der Krise mehr geschadet als ihr geholfen hat. Es gibt halt Spieler die Abstiegskampf nicht drauf haben.

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