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Pressestimmen zum Juventus-Aus

"David hat einen Goliath getötet, Ajax in sechs Wochen zwei"

"Selbstvertrauen, Freiheit und Überzeugung": Die internationale Presse schwärmt vom jungen Ajax-Team. In Italien ist die Ernüchterung dagegen groß, der Tenor: Ronaldo allein genügt nicht.

Isabella Bonotto/ AFP

Er mag sein Gesicht nicht zeigen, wir wissen trotzdem, wer er ist: Cristiano Ronaldo

Mittwoch, 17.04.2019   10:40 Uhr

Ajax Amsterdam hat das Halbfinale der Champions League erreicht. Das sind die Pressestimmen zum Weiterkommen der Niederländer gegen Juventus.

ITALIEN

"Gazzetta dello Sport": "Endstation! Champions League Adieu. Verheerende Enttäuschung für Juve. Die jungen Ajax-Spieler erteilen den Turiner Meistern eine schmerzhafte Lehrstunde. Die Niederländer sind auch für Cristiano Ronaldo zu stark. Ajax mit den Enkelsöhnen Cruyffs überrollt Juve mit einem vollauf verdienten Sieg."

"Corriere dello Sport": "Apokalypse! Für Juventus bleibt die Champions League eine unendliche Obsession. Ajax versenkt das Phänomen Ronaldo, das Juve über 300 Millionen Euro gekostet hat. Und auch diesmal muss Juve seine Champions League-Träume auf das nächste Jahr verschieben. Die Wunde bleibt offen. Nicht einmal eine enorme Investition wie der Ronaldo-Transfer genügen, um den Titel zu erobern, der Juve seit 1996 fehlt."

"Tuttosport": "Endlose Enttäuschung. CR7 genügt nicht. Die Champions League bleibt für Juve verwunschen. Lob für Ajax, das den Sieg voll verdient hat. Ein Tor Ronaldos genügt nicht, um die Bianconeri über Wasser zu halten, die die Niederlage vollauf verdient haben. Klubchef Andrea Agnelli hält Coach Allegri die Treue. Doch jetzt braucht Juve weitere Investitionen für die nächste Saison."

"Corriere della Sera": "Juve erlebt eine Niederlage ohne Entschuldigungen. Ronaldo trägt die ganze Mannschaft auf seinen Rücken, doch er allein genügt nicht. Emre Can ist eine Lokomotive, doch diesmal hat er einige Waggons verloren."

So kommentiert Ajax-Trainer Erik ten Hag das Weiterkommen:

"La Repubblica": "Nach Real Madrid vernichtet Ajax jetzt die Bianconeri. Ein Tor von Ronaldo genügt nicht, um Juve über Wasser zu halten. Der Portugiese schafft es gegen das kollektive Spiel der Niederländer nicht."

"La Stampa": "Eine junge, schnelle und technisch wendige Mannschaft aus Kinder-Champions voller Persönlichkeit versenken Ronaldos Juve. CR7 ist mit Szczesny der einzige unter den Juve-Spielern, der sich vor Kritik rettet. Juve ohne Entschuldigungen wandelt zwischen den Splittern zerstörter Träume und steckt in einem Albtraum, der seit dem letzten CL-Titel vor 23 Jahren anhält."

NIEDERLANDE

"De Telegraaf": "Ajax hat wieder für eine super Überraschung in Turin gesorgt. Die Elf von Trainer Erik ten Hag hat in der Champions League nach Real Madrid nun auch Juventus rausgeschmissen."

"Algemeen Dagblad": "Phänomenales Ajax unter den letzten Vier der Champions League. Die magische Tour von Ajax durch Europa hört einfach nicht auf. Nach dem glorreichen 2:1-Sieg bei Juventus ist tatsächlich alles möglich. Eine niederländische Mannschaft im Halbfinale der Champions League - ein Überraschungsteam für die Ewigkeit."

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Champions League: Ajax schockt Juventus

"Trouw": "Ajax wirft auch Favorit Juventus aus dem Turnier. Es war wieder ein historischer Abend für Ajax in der Champions League. Einer für die Spieler, die jung und strebsam sind, einer für den Trainer, der trotz der notwendigen Improvisationen, seinen Plan gelingen sah. Und vor allem für den Verein, der im Vergleich mit der vermögenden europäischen Elite im Champions-League-Viertelfinale eine Leistung von Format ablieferte."

ENGLAND

"The Independent": "Dies ist die großartigste Geschichte in der modernen Geschichte der Champions League, da sie völlig unwahrscheinlich war. Ajax ist ein stolzer Traditionsverein, aber ein finanziell machtloser. David hat nur einen Goliath getötet, Ajax hat jetzt in sechs Wochen zwei getötet."

"The Guardian": "Zuerst Real Madrid, jetzt Juventus: Was für eine Geschichte, was spielt Ajax für einen großartigen Wettbewerb in dieser Champions-League-Saison! Zum ersten Mal seit 1997 steht Amsterdam wieder im Halbfinale, und möglich gemacht hat das ein Spieler, der damals noch nicht einmal geboren war. Matthijs de Ligt, der 19 Jahre alte Kapitän von Ajax, beendet Ronaldos Hoffnungen auf den Titel. Er spielte mit Selbstvertrauen, Freiheit und Überzeugung."

Juventus - Ajax Amsterdam 1:2 (1:1)
(Hinspiel: 1:1)
1:0 Ronaldo (28.)
1:1 van de Beek (33.)
1:2 de Ligt (67.)
Juventus: Szczesny - de Sciglio (64. Joao Cancelo), Rugani, Bonucci, Alex Sandro - Can, Pjanic, Matuidi - Bernadeschi (80. Betancur), Dybala (46. Kean), C. Ronaldo
Ajax Amsterdam: Onana - Veltman, de Ligt, Blind, Mazraoui (11. Sinkgraven, 82. Magallán) - Schöne, de Jong - Ziyech (88. Huntelaar), van de Beek, David Neres - Tadic
Schiedsrichter:
Clement Turpin
Gelbe Karten: Can, Ronaldo / -
Zuschauer: 41.445

jan/sid

insgesamt 3 Beiträge
huelin 17.04.2019
1. Jetzt...
...sollte Ajax natürlich auch noch Tottenham oder Man City rauswerfen.
...sollte Ajax natürlich auch noch Tottenham oder Man City rauswerfen.
quincy1964 17.04.2019
2. Welch ein Glück
Ajax Amsterdam spielte besser und gewann nicht mit Elfmeter usw. Endlich ist der Zirkus mit Ronaldo vorbei.
Ajax Amsterdam spielte besser und gewann nicht mit Elfmeter usw. Endlich ist der Zirkus mit Ronaldo vorbei.
gnarze 18.04.2019
3. RonaldoRonaldoRonaldo
Genau darin liegt doch der Knackepunkt - bei Juve ist - so wie bei Real - alles auf ihn zugeschnitten, nur das Real noch bessere Mitspieler für ihn hatte. Außerdem war - bis auf das Tor - nichts von ihm zu sehen, außer ein [...]
Genau darin liegt doch der Knackepunkt - bei Juve ist - so wie bei Real - alles auf ihn zugeschnitten, nur das Real noch bessere Mitspieler für ihn hatte. Außerdem war - bis auf das Tor - nichts von ihm zu sehen, außer ein Frustfoul in letzter Sekunde.

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Jahr Verein
2018 Real Madrid
2017 Real Madrid
2016 Real Madrid
2015 FC Barcelona
2014 Real Madrid
2013 FC Bayern München
2012 FC Chelsea
2011 FC Barcelona
2010 Inter Mailand
2009 FC Barcelona
2008 Manchester United
2007 AC Mailand
2006 FC Barcelona
2005 FC Liverpool
2004 FC Porto
2003 AC Mailand
2002 Real Madrid
2001 FC Bayern München
2000 Real Madrid
1999 Manchester United
1998 Real Madrid
1997 Borussia Dortmund
1996 Juventus Turin
1995 Ajax Amsterdam
1994 AC Mailand
1993 Olympique Marseille

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