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Nach Anklage in Madrid

Ronaldo streitet Steuerhinterziehung ab

"Es gibt keine systematische Steuerhinterziehung": Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat sich zu der Anklage in Spanien geäußert. Über seine Agentur will er Dokumente vorlegen, die das beweisen.

AFP

Cristiano Ronaldo

Dienstag, 13.06.2017   23:48 Uhr

Cristiano Ronaldo hat über sein Management den Vorwurf der Steuerhinterziehung zurückgewiesen. "Es gibt keine systematische Steuerhinterziehung", teilte seine Agentur Gestifute mit. Es habe niemals die Absicht gegeben, etwas zu verbergen, noch existiere ein Versteck, heißt es in der Mitteilung.

Dem Weltfußballer wird vorgeworfen, in den Jahren 2011 bis 2014 Steuern in Höhe von fast 15 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft in Madrid erhob am Dienstag Anklage gegen Ronaldo.

Die Vorwürfe gegen den Portugiesen wiegen schwer. Er soll seine steuerlichen Pflichten "freiwillig" und "bewusst" verletzt haben, heißt es in der Anklage. Das Firmengeflecht, das Ronaldos Gelder in Irland und dem Steuerparadies British Virgin Islands verwaltet, habe laut Staatsanwaltschaft nur dem Zweck gedient, seine Werbeeinkünfte vor dem Finanzamt zu verstecken.

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Gestifute kündigte an, Dokumente zu veröffentlichen, die belegen, dass der portugiesische Spieler keine Struktur zur Steuerhinterziehung aufgebaut habe. Das monierte Firmengeflecht besäße Ronaldo schon seit seiner Zeit als Spieler bei Manchester United. Die Geschäfte seien sowohl den britischen als auch den spanischen Steuerbehörden bekannt gewesen.

Die Vorwürfe gegen Ronaldo könnten auch aus Unterschieden im spanischen und britischen Steuersystem resultieren, so die Agentur weiter.

Ein Sprecher Ronaldos hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe betont, der Spieler habe zwar nicht alle Steuern bezahlt, aber er habe niemals die Absicht gehabt zu betrügen. "Ich bin kein Heiliger, aber ich bin auch nicht der Teufel", hatte Ronaldo zu den Vorwürfen gesagt.

sun/Reuters

insgesamt 23 Beiträge
Bastian__ 14.06.2017
1. zwar nicht alle Steuern bezahlt
... der Spieler habe zwar nicht alle Steuern bezahlt, aber er habe niemals die Absicht gehabt, zu betrügen ... - in Deutschland wird dieses einem "Normalbürger" als Steuerverkürzung ausgelegt und ist strafbar, auch [...]
... der Spieler habe zwar nicht alle Steuern bezahlt, aber er habe niemals die Absicht gehabt, zu betrügen ... - in Deutschland wird dieses einem "Normalbürger" als Steuerverkürzung ausgelegt und ist strafbar, auch wenn keine Absicht zum Betrügen nachweisbar ist. -
OhMyGosh 14.06.2017
2. Der arme CR
"Ich bin kein Heiliger, aber ich bin auch nicht der Teufel". Sagt CR. Also ehrlich, es k a n n ja wohl nur ein dummer Zufall sein, dass er seine mit viel Arbeit erworbenen paar Kröten in zwei ausgemachten [...]
"Ich bin kein Heiliger, aber ich bin auch nicht der Teufel". Sagt CR. Also ehrlich, es k a n n ja wohl nur ein dummer Zufall sein, dass er seine mit viel Arbeit erworbenen paar Kröten in zwei ausgemachten Steuerparadiesen geparkt hat. Das kann jedem von uns passieren, ist dem Uli H. aus München ja auch passiert. Man hat ja so viel um die Ohren und muss dann auch noch zusehen, dass man gerade so über die Runden kommt. Da wird er jetzt aber wieder bitterlich weinen, der Cristiano. Hat mal jemand ein Taschentuch für den armen Kerl?
bernhard.geisser 14.06.2017
3.
Ist ja klar, er zielt auf eine Buss-Zahlung ab, oder schlimmstenfalls Haft auf Bewährung. Er zeigt sich kooperativ um ein Haftstrafe zu vermeiden. Jeder gute Anwalt würde dazu raten, und er hat das Geld für einen guten Antwalt.
Ist ja klar, er zielt auf eine Buss-Zahlung ab, oder schlimmstenfalls Haft auf Bewährung. Er zeigt sich kooperativ um ein Haftstrafe zu vermeiden. Jeder gute Anwalt würde dazu raten, und er hat das Geld für einen guten Antwalt.
butch82 14.06.2017
4. Ich nehme
ihm oder auch Messi ab, dass er gar nicht weiß was dort genau abgeht. Als ob sich diese Herren mit ihrer Steuererklärung beschäftigen würden. Würde ich auch nicht tun, schließlich haben sie dafür Leute angestellt, die [...]
ihm oder auch Messi ab, dass er gar nicht weiß was dort genau abgeht. Als ob sich diese Herren mit ihrer Steuererklärung beschäftigen würden. Würde ich auch nicht tun, schließlich haben sie dafür Leute angestellt, die wahrscheinlich einen ordentlichen Batzen Kohle dafür bekommen. Da wird denen was vorgelegt das sie unterschreiben und fertig. Vielleicht wird noch erwähnt, Herr Ronaldo wir haben ihnen so und soviel Steuer gespart aber alles legal. Das alles soll und darf auch nicht vor Strafe schützen, wenn es wirklich strafrechtliche Verstöße gab. Aber es wird doch wohl kaum jemanden geben, der auch nur einen Euro darauf wettet, dass Ronaldo auch nur einen Tag ins Gefängnis geht. Hinterzogene Steuern zahlen plus Strafe und aus die Maus, mehr wird nicht passieren.
truthfirst 14.06.2017
5. Immer schön bei der Wahrheit bleiben, lieber Spiegel.
Wie in der spanischen, portugiesische und auch andere deutsche Pressedienste, zu lesen, ist gegen Cristiano Ronaldo, Anzeige erstatte worden und nicht Klage erhoben. Den juristischen Unterschied sollte dem Spiegel und auch seine [...]
Wie in der spanischen, portugiesische und auch andere deutsche Pressedienste, zu lesen, ist gegen Cristiano Ronaldo, Anzeige erstatte worden und nicht Klage erhoben. Den juristischen Unterschied sollte dem Spiegel und auch seine Redakteure bekannt sein. Aber Klage ist natürlich reißerischer, na denn: Willkommen in der BILD Nachrichtenkultur.

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