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Sport

Rassismusaffäre

DFB-Ethikkommission vertagt Entscheidung im Fall Tönnies

Der DFB braucht noch mehr Zeit: Die Ethikkommission hat die Entscheidung in der Rassismusaffäre um Schalke-Boss Clemens Tönnies vertagt - und will noch weitere Informationen einholen.

Tim Rehbein/DPA

Schalke-Boss Clemens Tönnies

Donnerstag, 15.08.2019   16:30 Uhr

Die Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat eine Entscheidung im Fall Clemens Tönnies verschoben. Das vierköpfige Gremium unter Vorsitz von Nikolaus Schneider hatte in einer mehrstündigen Telefonkonferenz mit dem Klubchef von Schalke 04 die rassistischen Aussagen des 63-Jährigen zu Monatsbeginn erörtert.

"Das war ein offenes und ehrliches Gespräch. Aber wir benötigen noch einige weitere Informationen, um eine Entscheidung zu treffen, die zeitnah fallen soll", sagte Schneider. Die Ethikkommission kann zwar keine Sanktionen aussprechen, sie kann allerdings Untersuchungen einleiten und bei hinreichendem Tatverdacht Anklage bei der Ethikkammer des Sportgerichts erheben.

Tönnies hatte vor zwei Wochen als Festredner beim "Tag des Handwerks" in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren, so Tönnies. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."

Für diese Aussagen war Tönnies massiv in die Kritik geraten. Der fünfköpfige Schalker Ehrenrat befasste sich mit dem Thema und kam zu dem Schluss, dass der gegen Tönnies erhobene Vorwurf des Rassismus "unbegründet" sei. Tönnies hatte seine Worte "töricht" genannt, aber bei den Betroffenen selbst nicht um Entschuldigung gebeten. Als Konsequenz lässt er bis Mitte November sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender ruhen.

bka/sid/dpa

insgesamt 8 Beiträge
wo_st 15.08.2019
1.
Die Kommission sollte Mal den Artikel lesen: Rassismus-Vorwürfe Tönnies, Wurst und Wahn Sommermärchen 2019: Clemens Tönnies hat das Edelste in den Deutschen geweckt. Den Rassismus, über den sich so viele empören, [...]
Die Kommission sollte Mal den Artikel lesen: Rassismus-Vorwürfe Tönnies, Wurst und Wahn Sommermärchen 2019: Clemens Tönnies hat das Edelste in den Deutschen geweckt. Den Rassismus, über den sich so viele empören, schöpfen manche aus sich selbst. So viel Moral war selten.
Bitnik 15.08.2019
2. Weitere Informationen???
Was soll das sein? Wikipedia-Eintag zu Rassismus? Traurige Veranstaltung. Keine Haltung, die Herren.
Was soll das sein? Wikipedia-Eintag zu Rassismus? Traurige Veranstaltung. Keine Haltung, die Herren.
6a18fb2be1063bfd460818c4f 15.08.2019
3. Was soll das?
Für Personen welche in der Öffentlichkeit stehen sind solche Äußerung unangemessen. Welche Informationen werden da jetzt noch benötigt?
Für Personen welche in der Öffentlichkeit stehen sind solche Äußerung unangemessen. Welche Informationen werden da jetzt noch benötigt?
Nonvaio01 15.08.2019
4. rechtliche denke ich mal
denn der DFB kann da eigentlich nichts machen, der Herr arbeitet nicht beim DFB. Die Rede wurde auch nicht im zusammen hang mit Fussball oder der BL gehalten. Wenn dann ist das sache von Schalke alleine da konsequenzen zu [...]
Zitat von 6a18fb2be1063bfd460818c4fFür Personen welche in der Öffentlichkeit stehen sind solche Äußerung unangemessen. Welche Informationen werden da jetzt noch benötigt?
denn der DFB kann da eigentlich nichts machen, der Herr arbeitet nicht beim DFB. Die Rede wurde auch nicht im zusammen hang mit Fussball oder der BL gehalten. Wenn dann ist das sache von Schalke alleine da konsequenzen zu ziehen, nicht aber vom DFB. Hier werden wieder einmal Moralische vorstellungen mit den rechtlichen vermischt.
PeterAlef 15.08.2019
5. ...wenn eine permanent in der Öffentlichkeit stehende...
Person, ob Bundeskanzlerin oder Schalke Aufsichtsrat eine Meinung äußert, ist das NIE privat oder vom Amt zu trennen. Und ist eine Meinung publik, wird sie auch verbreitet. Da mag der Herr Fischer sich, oder uns, oder seine [...]
Person, ob Bundeskanzlerin oder Schalke Aufsichtsrat eine Meinung äußert, ist das NIE privat oder vom Amt zu trennen. Und ist eine Meinung publik, wird sie auch verbreitet. Da mag der Herr Fischer sich, oder uns, oder seine Kollegen noch so verdrehen. Es ist wie es ist. Wer seine Meinung nicht in der Öffentlichkeit diskutiert haben will, soll halt die Klappe halten. Wer nach einem schweren Foul die Rote Karte kriegt, soll ebenfalls die Klappe halten. Sonst sperren sie ihn eben. so für 3 Monate. So sieht das wohl der famose Herr Tönnies...

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