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Sport

Eintracht-Fanliebling

Fahrudin Jusufi ist tot

Fahrudin Jusufi spielte für Eintracht Frankfurt und trainierte den FC Schalke 04. Bei der SGE war der Jugoslawe beliebt - auch wegen seiner offensiven Vorstöße als Innenverteidiger.

imago images

"Sie waren doch immer am anderen Strafraum, wenn bei uns die Gegentore fielen": Fahrudin Jusufi

Montag, 12.08.2019   17:50 Uhr

Er war ein Liebling der Fans von Eintracht Frankfurt und arbeitete später als Schalke-Trainer in der Bundesliga: Fahrudin Jusufi ist am vergangenen Freitag im Alter von 79 Jahren in Belgrad gestorben, wie die SGE mitteilte.

Vom Belgrader Klub Partizan wechselte Jusufi 1966 zur Eintracht, für die er in vier Jahren 111 Bundesligaspiele absolvierte und zwei Tore schoss. In Deutschland war der gebürtige Jugoslawe beliebt, besonders für seine offensiven Vorstöße als Innenverteidiger. Die Frankfurter Fans widmeten ihm sogar ein Lied. "Wir brauchen keinen Beckenbauer, wir haben einen Ju-Ju-Jusufi", sangen sie.

Als er Jahre später bei Eintracht-Präsident Dieter Lindner fragte, ob der Klub nicht einen Trainer suche, antwortete der laut "Frankfurter Rundschau": "Wer sind Sie? Jusufi? Hab ich mal gehört. Ach, Sie haben bei uns gespielt? Sie waren doch immer am anderen Strafraum, wenn bei uns die Gegentore fielen."

Olympiasieger von Rom

Zu Jusufis größten Erfolgen als Spieler gehört die Goldmedaille mit Jugoslawien bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom sowie der zweite Platz bei der Europameisterschaft im selben Jahr.

Nach seiner aktiven Karriere arbeitete Jusufi als Trainer, unter anderem beim FC Schalke 04. Mit den Gelsenkirchenern steuerte er jedoch 1981 dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte entgegen. Der neue Manager Rudi Assauer setzte sich in den letzten Spielen selbst auf die Bank, Schalke ging trotzdem in die zweite Liga. Jusufi arbeitete danach noch für die SG Wattenscheid, den TSV 1860 München und in Belgrad für Partizan als Trainer.

Jusufis Sohn Sascha wurde in Deutschland ebenfalls Profifußballer. Er erzählte vor Jahren, sein Vater pendele zwischen Deutschland, Belgrad und Wien, dem Zuhause seines anderen Sohnes. Gestorben ist Fahrudin Jusufi am Freitag in seiner Heimatstadt Belgrad.

ptz/sid

insgesamt 2 Beiträge
ischmeinjanur 12.08.2019
1. Was fürn fi?
Wenn ich mich recht entsinne, skandierten wir, wir brauchen keinen Beckenbauer, wir haben einen Jusufi, was fürn fi, nen Ju-Ju-Jusufi. War wirklich ein Genuss, ihn spielen zu sehen.
Wenn ich mich recht entsinne, skandierten wir, wir brauchen keinen Beckenbauer, wir haben einen Jusufi, was fürn fi, nen Ju-Ju-Jusufi. War wirklich ein Genuss, ihn spielen zu sehen.
FrankDunkel 12.08.2019
2.
Lindners Aussage dürfte als Scherz gemeint gewesen sein. Er und Jusufi spielten einige Jahre gemeinsam für die Eintracht.
Lindners Aussage dürfte als Scherz gemeint gewesen sein. Er und Jusufi spielten einige Jahre gemeinsam für die Eintracht.

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