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Sport

Frankfurts Unentschieden gegen Inter Mailand

Sehenswert immerhin auf den Rängen

Ein gehaltener Elfmeter war eines der wenigen Highlights in Frankfurts Europa-League-Achtelfinale gegen Inter Mailand - zumindest auf dem Platz. Beeindruckend hingegen wieder einmal: die Fans.

DPA

Choreographie der Fans von Eintracht Frankfurt

Von
Freitag, 08.03.2019   10:01 Uhr

Die Paraden des Spiels: Kamen von Kevin Trapp. Zunächst wehrte der Eintracht-Torwart in der 22. Minute einen Elfmeter von Marcelo Brozovic zur Seite ab - Gelson Fernandes hatte zuvor Lautaro Martínez leicht getroffen. Nach der anschließenden Ecke schoss Inters Milan Skriniar mit der Hacke aufs Tor, doch Trapp parierte auch diesen Abschluss.

Das Ergebnis: Eintracht Frankfurt hat im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen Inter Mailand kein Tor kassiert. Das ist die gute Nachricht für die Gastgeber. Allerdings haben sie auch keines geschossen. Hier geht es zum Spielbericht. Das Rückspiel im Mailänder Giuseppe Meazza findet am 14. März statt.

Die erste Hälfte: Gehörte den Frankfurter Fans. Wie zu den vergangenen Europa-League-Auftritten haben die Anhänger der Eintracht sich und die Spieler mit einer beeindruckenden Choreografie auf die Partie eingestimmt. Die Ränge glitzerten in den Vereinsfarben, die Fankurve zierte die Zahl 120 zum Vereinsjubiläum. Doch während die Fans auch nach Anpfiff noch mit konstanten Anfeuerungen überzeugten, kam von den Eintracht-Spielern nicht viel. Inter war mit drei Stürmern das entschlossenere Team. Die Frankfurter, die ohne den verletzten Ante Rebic auskommen mussten, bekam keinen Zugriff auf das Spiel, leisteten sich viele Fehler.

Getty Images

Blick ins Stadion

Die zweite Hälfte: Gehörte dann auch den Frankfurter Spielern. Während der 18-malige italienische Meister in den zweiten 45 Minuten nicht ein Mal aufs Tor von Trapp geschossen hat, war Inter-Torwart Samir Handanovic bereits in der 51. Minute überwunden. Einzig: Sébastien Haller behinderte bei dem Kopfball von Danny da Costa in Abseitsposition den Torwart. Der Treffer zählte nicht. In der Folge erarbeitete sich die Eintracht mehrere gute Möglichkeiten, ein reguläres Tor gelang Frankfurt jedoch nicht mehr.

Der Trainer, die Flasche, die Tribüne: Nur wenige Minuten nach dem nicht gegebenen Tor wurde Haller im Strafraum von Danilo D'Ambrosio angerempelt (53.). Ein Elfmeterpfiff blieb aber aus. Einen Rempler von Adi Hütter gegen eine Wasserflasche später war Schiedsrichter Collum dann strenger: Er verbannte den Eintracht-Trainer auf die Tribüne. "Wenn man in der ersten Halbzeit den Elfmeter gibt, dann war der Elfmeter in der zweiten Halbzeit an Haller der klarere", sagte Hütter nach der Partie - und entschuldigte sich: "Da sind die Emotionen mit mir durchgegangen. Das gehört sich nicht." Die TV-Bilder seiner Aktion hätten ihm auch nicht gefallen, sagte der Trainer. Oder etwa doch? Immerhin habe man gesehen, "dass ich als Spieler einen guten rechten Fuß hatte".

39,3 Prozent: Standen stellvertretend für die Kraftverhältnisse in den beiden Hälften dieses Unentschiedens. Während die Eintracht in den ersten 45 Minuten lediglich 39,3 Prozent Ballbesitz hatte, kamen nach Wiederanpfiff die Gäste in puncto Ballbesitz auf genau diesen Wert.

Das "Okay" des Spiels: Kam von Kevin Trapp. Dank ihm hat die Eintracht zwar kein Gegentor kassiert. Aber sie hat eben auch keinen Treffer erzielt - nach einer Gruppenphase ohne Punktverlust ein ernüchterndes Heim-Ergebnis für die Gastgeber, die mit 23 Toren in den Spielen zuvor die meisten Treffer des Wettbewerbs erzielt hatten. "Wir wollten anders ins Spiel kommen. Wir wollten Inter Mailand zu Fehlern zwingen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit viel besser gemacht. Nächste Woche wird es ein ganz anderes Spiel", sagte Hütter voraus. Für Torwart Trapp wiederum ist die Ausgangsposition: "okay".

Adi Hütter im Video: "Haben in Mailand alle Chancen"

Foto: ARMANDO BABANI/EPA-EFE/REX

Die Zahl 120: Stand vor dem Spiel in riesengroßen Lettern auf der Tribüne für das Jubiläum des Vereins, der am 8. März 1899 gegründet wurde. "Glorreiche Zeiten, traurige Tage" und "Wir stehen zur Eintracht, keine Frage" stand auf zwei Bannern. 120 Jahre, in denen die Eintracht 1980 den Uefa-Cup gewinnen konnte. Nach der Partie könnte man die Zahl auch so sehen: Noch maximal 120 Minuten bis zum ersten Einzug in ein europäisches Viertelfinale seit 1994.

Eintracht Frankfurt - Inter Mailand 0:0
Frankfurt: Trapp - Hinteregger, Hasebe, Ndicka - da Costa, Fernandes, Rode (77. Willems), Kostic - Gacinovic - Haller (80. Paciencia), Jovic
Mailand: Handanovic - D'Ambrosio, de Vrij, Skriniar, Asamoah - Vecino, Brozovic - Borja Valero (80. Cedric) - Politano, Martínez, Perisic (58. Candreva)
Schiedsrichter: William Collum
Gelbe Karten: Kostic, Hasebe, Fernandes / Asamoah, Martínez, Candreva
Zuschauer: 48.000 (ausverkauft)

insgesamt 1 Beitrag
ferryh 08.03.2019
1. Schöne Choreo..
aber wetten, die selben Fans benehmen sich nächste Woche in Mailand wieder daneben?
aber wetten, die selben Fans benehmen sich nächste Woche in Mailand wieder daneben?

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Jahr Verein
2018 Atlético Madrid
2017 Manchester United
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2014 FC Sevilla
2013 FC Chelsea
2012 Atlético Madrid
2011 FC Porto
2010 Atlético Madrid
2009 Schachtar Donezk
2008 Zenit Sankt Petersburg
2007 FC Sevilla
2006 FC Sevilla
2005 ZSKA Moskau
2004 FC Valencia
2003 FC Porto
2002 Feyenoord Rotterdam
2001 FC Liverpool
2000 Galatasaray Istanbul
1999 AC Parma
1998 Inter Mailand
1997 FC Schalke 04
1996 FC Bayern München
1995 AC Parma
1994 Inter Mailand
1993 Juventus Turin
1992 Ajax Amsterdam
1991 Inter Mailand
1990 Juventus Turin
1989 SSC Neapel

bis einschl. der Saison 2008/2009 "Uefa Cup"

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