Schrift:
Ansicht Home:
Sport

Hoeneß über Kovac-Aus

"Strömungen, die den Trainer weghaben wollten"

Weil Niko Kovac den Rückhalt im Team verloren hatte, sei die Trennung alternativlos gewesen. Das sagte Uli Hoeneß nach dem Sieg gegen den BVB. Hansi Flick ist für den Bayern-Präsidenten "keine schlechte Lösung".

Matthias Balk/DPA

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß beim Heimspiel gegen den BVB

Sonntag, 10.11.2019   09:17 Uhr

Für Bayern-Präsident Uli Hoeneß ist ein vorläufiges Festhalten an Hansi Flick nach dem erfolgreichen Start mit dem Interimstrainer alternativlos. "Eines ist doch klar: Nach so einer überragenden Woche mit zwei überzeugenden Siegen kann man doch nicht sagen, den Hansi Flick schicken wir jetzt erst mal wieder weg und holen irgendeinen, der vielleicht nur ein paar Monate arbeiten kann", sagte der 67-jährige am Samstagabend im ZDF-"Sportstudio" nach dem 4:0 gegen Borussia Dortmund.

Der in der kommenden Woche aus dem Amt scheidende Präsident verriet auch, dass der Verein bei Chefcoach Niko Kovac nach dem 1:5 bei Eintracht Frankfurt vor einer Woche zum Handeln gezwungen war. Kovac hatte den Rückhalt im Team verloren. "Es hat sicherlich Strömungen innerhalb der Mannschaft gegeben, die den Trainer weghaben wollten. Deswegen hat die Führung entsprechend reagiert", sagte Hoeneß.

Bei der Nachfolgeregelung für Kovac gebe es "überhaupt keine Entscheidung", erklärte Hoeneß. "Bei den Gesprächen, die anstehen in den nächsten Wochen, wird sicherlich auch zunächst mal über Hansi Flick gesprochen."

Mit den zwei Siegen in der Champions League gegen Olympiakos Piräus (2:0) und gegen den BVB in der Bundesliga habe der Verein Zeit gewonnen, "die er braucht, um sich klar zu werden, was man will". Das Ziel müsse eine "langfristige Lösung" sein, urteilte Hoeneß: "Bis es zu so einer kommt, bin ich der Meinung, ist Hansi Flick keine schlechte Lösung."

sak/dpa

insgesamt 40 Beiträge
Der wilde Hase 10.11.2019
1. So geht es in den Abgrund
wenn Müller, Boateng, usw.. bestimmen, wenn sie als Trainer unter sich dulden, dann kann der FC Bayern München seinen Laden dicht machen. Es gibt genügend Vereine als Beispiele, die sich auf dieses Spiel eingelassen haben. [...]
wenn Müller, Boateng, usw.. bestimmen, wenn sie als Trainer unter sich dulden, dann kann der FC Bayern München seinen Laden dicht machen. Es gibt genügend Vereine als Beispiele, die sich auf dieses Spiel eingelassen haben. Richtig wäre gewesen, diese Spieler rauszuwerfen. Ich gehe davon aus, dass Herr Löw auch aus diesem Grunde die fraglichen Herren aussortiert hat, die wohl bei der EM keine Lust zum Fußballspielen unter ihm als Trainer hatten. Bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis die Hummels, Götze, usw. den Herrn Favre in Dortmund abgeschossen haben.
midzuchi 10.11.2019
2.
In diesem Fall wurden haben die überbezahlten Spieler wieder einmal durch Arbeitsverweigerung geglänzt. Meines Erachtens hätte man die gesamte Mannschaft bis zum Ende der Saison aus dem Kader streichen müssen und dem Trainer [...]
In diesem Fall wurden haben die überbezahlten Spieler wieder einmal durch Arbeitsverweigerung geglänzt. Meines Erachtens hätte man die gesamte Mannschaft bis zum Ende der Saison aus dem Kader streichen müssen und dem Trainer den Rücken stärken. Es ist ein Unding, das Angestellte mit einem solchen Verhalten entscheiden, wer ihr Chef ist.
verruca 10.11.2019
3. Der Ton macht die Musik
Ich habe das Interview gestern im ASS gehört und nur den Kopf geschüttelt. Es ist immer wieder auf's Neue verstörend wie sich dieser Mann in der Öffentlichkeit äußert. "... bis dahin ist Hansi Flick keine schlechte [...]
Ich habe das Interview gestern im ASS gehört und nur den Kopf geschüttelt. Es ist immer wieder auf's Neue verstörend wie sich dieser Mann in der Öffentlichkeit äußert. "... bis dahin ist Hansi Flick keine schlechte Lösung." Nachdem ihm von eben diesem Hansi Flick und seiner Mannschaft gerade ein Fußballfest zelebriert wurde. Hätte er denn nicht wenigstens sagen können: "... bis dahin ist Hansi Flick eine gute Lösung."? Das wäre zumindest für mich ein echter Unterschied gewesen, auch wenn die Grundaussage unverändert geblieben wäre. So viel der Mann auch für den FC Bayern getan hat, den Zeitpunkt seines Abtritts von der großen Bühne hat er leider um mehrere Jahre verpasst.
dynamoraul 10.11.2019
4.
Nicht dass erste mal beim FCB dass der Trainer von den Spielern entlassen wird. Und mal im Ernst wer sollte denn eigentlich im Moment als Trainer dort hin gehen? Die Namen die Fussballexperten ins Spiel gebracht haben einfach [...]
Nicht dass erste mal beim FCB dass der Trainer von den Spielern entlassen wird. Und mal im Ernst wer sollte denn eigentlich im Moment als Trainer dort hin gehen? Die Namen die Fussballexperten ins Spiel gebracht haben einfach lächerlich. dass tut sich keiner an.
besserwisser1804 10.11.2019
5. Ganz normale Sache
Das Spieler über einen Trainer entscheiden war schon immer so. Die Spieler beim FC Bayern sind ja nicht gerade unerfahren, und wissen ganz genau ob ein Trainer seine Sache hauptsächlich im taktischen Bereich beherrscht oder [...]
Das Spieler über einen Trainer entscheiden war schon immer so. Die Spieler beim FC Bayern sind ja nicht gerade unerfahren, und wissen ganz genau ob ein Trainer seine Sache hauptsächlich im taktischen Bereich beherrscht oder eben nicht. Die Spieler waren hier eben der Meinung, das Niko Kovac es nich schafft bei diesem Niveau die Mannschaft ordentlich einzustellen. Die vielen Gegentore, auch gegen schwächere Mannschaften machten das ganz deutlich. Den Spielern hier Arbeitsverweigerung vorzuwerfen ist absoluter Blödsinn. Die Spieler haben hier vollkommen richtig gehandelt. Wenn man dann noch einen Thomas Müller, mehr oder weniger als Notnagel bezeichnet, hat man natürlich keine guten Karten mehr. Die Trennung war vollkommen richtig.

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP