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Sport

Frauenfußball in England

Rekorddeal in Millionenhöhe für Women's Super League

Zwölf Millionen Euro für die nächsten drei Spielzeiten: Die britische Großbank Barclays steigt als erster Titelsponsor in die höchste Liga im englischen Frauenfußball ein.

imago/ ZUMA Press

17. März 2019 - Adelina Engman vom FC Chelsea und Kathryn Hill vom FC Durham

Mittwoch, 20.03.2019   18:01 Uhr

Historischer Deal für Frauenfußball in England: Die britische Investmentbank Barclays investiert eine Rekordsumme in die Women's Super League (WSL), die höchste Spielklasse im englischen Frauenfußball. Das teilte der englische Fußballverband FA mit. Nach Angaben der BBC sollen zehn Millionen Pfund (11,6 Millionen Euro) in den kommenden drei Spielzeiten fließen. Es ist die höchste Investition eines Unternehmens im englischen Frauensport.

Barclays war von 2004 bis 2016 Titelsponsor der Premier League der Männer. Ab der kommenden Saison wird nun Englands höchste Spielklasse im Frauenfußball Barclays FA Women's Super League heißen.

"Großartige, wegweisende Neuigkeiten", schreibt Faye White auf Twitter. "Unser Sport überwindet immer wieder neue Hindernisse", so die ehemalige Arsenal-Spielführerin und Kapitänin der Nationalmannschaft weiter.

Kelly Simmons, FA-Direktorin für Profi-Frauenfußball, sagt, der Rekordvertrag werde "unseren Ehrgeiz unterstützen, die Barclays FA Women's Super League auf und neben dem Platz zur erfolgreichsten Liga der Welt zu machen".

Erstmals Preisgeld für die Teams

Infolge dieser Investitionen werden in der WSL, Europas einziger vollprofessioneller Frauenfußball-Liga, erstmals Preisgelder ausgezahlt. Insgesamt 500.000 Pfund werden ab der Saison 2019/2020 entsprechend der Tabellenplätze an die Klubs vergeben. Die WSL war 2011 mit acht Teams gestartet und spielt aktuell mit elf Klubs.

Darüber hinaus wollen FA und die Großbank im Rahmen ihrer Zusammenarbeit den Frauenfußball an der Basis weiterentwickeln. Barclays werde Hauptpartner eines Schulprogramms, das für Mädchen den Zugang zum Fußball verbessern soll. "Die Partnerschaft mit der FA-Mädchenfußballschule wird Tausenden von Mädchen in England dabei helfen, Sport zu treiben", sagt Barclays-Chef Jes Staley.

sak/rtr

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