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"Außerordentlich gekündigt" - Pannewitz muss Jena verlassen

Stuttgart leiht Hoffenheims Steven Zuber aus. Und für Kevin Pannewitz ist die Rückkehr in den Profifußball vorerst vorbei. Aktuelle Transfers und Gerüchte im Überblick.

imago/ Christoph Worsch

Kevin Pannewitz Anfang Januar

Mittwoch, 09.01.2019   15:38 Uhr

IN TROCKENEN TÜCHERN

Stuttgart leiht Hoffenheims Zuber aus

Der VfB Stuttgart steht auf dem Relegationsplatz. Klar, dass der Klub im Kampf gegen den Abstieg nach Verstärkungen sucht. In Steven Zuber glaubt er, eine gefunden zu haben, der VfB leiht den Linksaußen bis zum Saisonende aus Hoffenheim aus. Eine Kaufoption wurde laut der TSG nicht vereinbart. In Hoffenheim steht Zuber, 27, noch bis zum Sommer 2020 unter Vertrag.

"Mit seiner Wucht und seinem Durchsetzungsvermögen wird er unsere Offensive in der Rückrunde bereichern", sagte VfB-Sportvorstand Michael Reschke über Zuber, der in der laufenden Saison auf zwei Torbeteiligungen in 13 Pflichtspiel-Einsätzen kam. In der Vorsaison waren es drei in 27 Partien. (mon/dpa)

Carl Zeiss Jena trennt sich von Pannewitz

Einst galt Kevin Pannewitz als großes Talent, dann folgte der sportliche Absturz samt anschließender langsamer Rückkehr in den Profifußball. Zuletzt stand der 27-Jährige bei Drittligist Carl Zeiss Jena unter Vertrag. Das Kapitel ist nun beendet, der Klub hat den Vertrag mit dem früheren Zweitliga-Profi "außerordentlich gekündigt", hieß es in einer Mitteilung. Zu den Gründen wollte sich der Tabellen-18. nicht äußern.

In den vergangenen Tagen hatte Trainer Lukas Kwasniok seinen Profi wegen dessen Übergewicht kritisiert. Bereits in der Hinrunde war der Mittelfeldspieler wegen seiner körperlichen Verfassung angeeckt. Ob diese tatsächlich der Grund für die Trennung ist, blieb unklar. Pannewitz selbst hat sich bislang nicht geäußert.

Mit 17 Jahren hatte Pannewitz sein Zweitligadebüt bei Hansa Rostock gegeben, wechselte dann 2012 in die Bundesliga zum VfL Wolfsburg. Es folgte Phasen der Arbeitslosigkeit und Saisons im Amateurfußball. "Ich bin an mir selbst gescheitert, ich habe den Kampf gegen mich verloren", zitierte die "Bild"-Zeitung Pannewitz 2015. Zwischenzeitlich arbeitete er für eine Handelskette und schleppte Kühlschränke und Waschmaschinen in Wohnungen. 2017 kehrte Pannewitz mit dem Wechsel nach Jena nach sechs Jahren in den Profibereich zurück, wo er 26 Partien absolvierte. (mon/sid)

insgesamt 2 Beiträge
mariomeyer 09.01.2019
1. Yo!
Ich erinnere mich dunkel daran, eine Dokumentation gesehen zu haben, in der es auch um Kevin Pannewitz ging. Nun weiß ich, wie es danach für ihn weitergegangen ist. Schade. Ich hatte gehofft, dass er sich doch noch irgendwie [...]
Ich erinnere mich dunkel daran, eine Dokumentation gesehen zu haben, in der es auch um Kevin Pannewitz ging. Nun weiß ich, wie es danach für ihn weitergegangen ist. Schade. Ich hatte gehofft, dass er sich doch noch irgendwie durchbeißt.
golfstrom1 10.01.2019
2. Pannewitz
Grundsätzlich gilt bei Kevin Pannewitz mal erstmal, dass er nicht an seinem Gewicht oder seiner körperlichen Verfassung gescheitert ist, sondern in allererster Linie an seiner mangelhaften Disziplin. Das Gewicht oder die [...]
Grundsätzlich gilt bei Kevin Pannewitz mal erstmal, dass er nicht an seinem Gewicht oder seiner körperlichen Verfassung gescheitert ist, sondern in allererster Linie an seiner mangelhaften Disziplin. Das Gewicht oder die schlechte körperliche Verfassung ist nur das Resultat eines für einen Profifußballer schlechten Lebenstils. Er hatte auch meines Wissens nach immer wieder Schwierigkeiten durch zu hohem Alkoholkonsum. Als Profifußballer kannst du dir solche Sachen einfach nicht mehr leisten, es sei denn du bist dermaßen talentiert, dass du trotz allem noch ein Leistungsträger deiner Mannschaft bist. Aber die körperliche Fitness ist ein Grundbaustein in einer Profikarriere. Man merkt das ja schon im Amateurfußball. Schon in der Landesliga bekommst du echte Probleme, wenn du 10kg zu viel mit dir herumschleppst als mittelprächtig talentierter Fußballer. Ich denke Pannewitz wird wieder in das reguläre Leben einsteigen als ganz normaler Arbeitnehmer und wird sich ein paar hundert Euro monatlich durch Spielen im Oberliga- oder Landesligabereich hinzuverdienen.

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