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Sport

Fußball-WM 2019

Drei Tore in der ersten Hälfte - Deutschland ist Gruppensieger

Im letzten Vorrundenspiel gegen Südafrika erzielte die DFB-Elf mehr Tore als in den ersten beiden Partien zusammen - und das in den ersten 45 Minuten.

Boris Horvat / AFP
Montag, 17.06.2019   19:50 Uhr

Mit einem souveränen 4:0 (3:0) gegen Südafrika hat sich die deutsche Nationalmannschaft den Sieg in Gruppe B bei der Fußball-WM in Frankreich gesichert. Zur Halbzeit führte die klar überlegene DFB-Auswahl bereits mit drei Toren, die Melanie Leupolz (14. Minute), Sara Däbritz (29.) und Alexandra Popp (40.) erzielt hatten. Im anderen Spiel der Gruppe B trennten sich China und Spanien 0:0.

Im Achtelfinale trifft Deutschland nun auf den Dritten der Gruppen A, C oder D. Bei dem Turnier mit 24 Teams kommen neben den Gruppenersten- und zweiten auch die vier besten Dritten weiter.

Bereits in der dritten Minute hätte die deutsche Kapitänin Popp ihr Team in Führung bringen können, als Lina Magull einen Freistoß zum kurzen Pfosten flankte, wo Popp den Ball aber nicht richtig traf. Das erste Tor erzielte Leupolz wenig später, als sie bei einer Ecke ungedeckt blieb und zum Kopfball kam (14.). Kurz darauf landete ein Abpraller vor Popps Füßen, die aus kurzer Distanz aber über das Tor schoss (17.).

Torwartfehler vor dem zweiten Treffer

Das 2:0 war ein Geschenk der südafrikanischen Torhüterin Andile Dlamini: Zunächst hatte Marina Hegering einen langen Ball zu Verena Schweers auf dem linken Flügel geschlagen. Deren Steilpass erreichte Dlamini zwar zuerst, sie wehrte den Ball aber nach vorn in die Füße von Däbritz ab, die nur noch das leere Tor vor sich hatte (29.).

Im Anschluss gab es Chancen im Minutentakt: Erneut eröffnete Hegering mit einem sehenswerten Pass auf die Außenbahn, wo Klara Bühl eine scharfe Hereingabe zu Svenja Huth im Zentrum spielte, die den Ball knapp verpasste (35.). In der nächsten Aktion spielte Popp zu Däbritz, die für Magull durchließ, sodass diese allein auf Dlaminis Tor zulief - ihren Schuss setzte sie aber zu hoch an (36.). Popp war es schließlich, die mit einem Kopfball nach Flanke von Giulia Gwinn das 3:0 erzielte (40.).

Claude Paris / AP

Südafrikas Innenverteidigung hatte große Probleme bei hohen Flanken in den Strafraum

Für das 4:0 sorgte Magull bei einer Standardsituation. Die eingewechselte Carolin Simon schlug eine Flanke in den Strafraum, wo Hegering sich mit dem Kopf durchsetzte. Dlamini lenkte den Ball noch mit den Fingerspitzen an den Innenpfosten, bevor Magull den Ball über die Linie drückte (58.).

Gefährlich wurde es nach einem Ballverlust von Lea Schüller, nach dem die einzige WM-Torschützin in Südafrikas Geschichte, Thembi Kgatlana, freie Bahn hatte. Doch DFB-Torhüterin Almuth Schult kam rechtzeitig herausgestürmt und gewann das Eins-gegen-Eins mit Kgatlana (77.). Im Gegenzug traf Popp zum vermeintlichen 5:0 - wegen vorangegangener Abseitsstellung von Linda Dallmann wurde der Treffer aber annulliert (77.). Auch Gwinns Treffer in der 84. Minute zählte nicht, weil erneut Dallmann im Abseits gestanden hatte.

Südafrika - Deutschland 0:4 (0:3)
0:1 Leupolz (14.)
0:2 Däbritz (29.)
0:3 Popp (40.)
0:4 Magull (58.)
Südafrika: Dlamini - Ramalepe, van Wyk, Matlou, Vilakazi - Biyana (89. Smeda), Jane, Makhabane - Mthandi (46. Mulaudzi), Fulutudilu (46. Kgatlana), Ndimeni
Deutschland: Schult - Gwinn, Doorsoun, Hegering, Schweers (46. Simon) - Leupolz, Magull - Huth (59. Dallmann), Däbritz - Popp, Bühl (66. Schüller)
Gelbe Karten: Ramalepe, Vilakazi, Mulaudzi / Magull
Schiedsrichterin: Sandra Braz (Portugal)

mrk

insgesamt 4 Beiträge
Deep_Thought_42 17.06.2019
1. WM-Gruppensieg für deutsche Nationalfrauschaft !
Geht also doch, zumindestens bei den Damen !
Geht also doch, zumindestens bei den Damen !
smsderfflinger 17.06.2019
2.
Da kann einem Angst und Bange werden, wenn das der durchschnittliche Leistungsstand der Frauen war. Sie haben gegen eine reine Amateurtruppe aus Südafrika 4 Tore geschossen, wovon 2 auch noch Geschenke der in der 2. Halbzeit [...]
Da kann einem Angst und Bange werden, wenn das der durchschnittliche Leistungsstand der Frauen war. Sie haben gegen eine reine Amateurtruppe aus Südafrika 4 Tore geschossen, wovon 2 auch noch Geschenke der in der 2. Halbzeit guten SA Torfrau waren. Sie sind selbst etwa nach der 60. Minute gegen Amateure (!) konditionell und spielerisch eingebrochen und haben ihrer Torfrau zu verdanken, dass sie kein Gegentor kassiert haben. Weltranglistenposition 2 ? Das ich nicht lache. Ein wenig Hoffnung gibt allein, dass deutsche Fussballteams sich oft im Turnierverlauf steigern konnten. Nb.1: Der Reporterin könnte ruhig mal jemand sagen, dass sie nicht im Hörfunk kommentiert. Nb.2: Hallo SpOn, wo bleibt die bei den Männern gewohnte Einzelkritik? Traut Ihr Euch nicht? D
besorgte 18.06.2019
3. @smsderflieger
Nut weil die Frauen besser spielen als die Männer, die ja nicht mal die Vorrunde geschafft haben, ist der kleine, männliche Stolz verletzt und deswegen muss man die Leistung der Frauen niedermachen. Schändlich, sowas
Nut weil die Frauen besser spielen als die Männer, die ja nicht mal die Vorrunde geschafft haben, ist der kleine, männliche Stolz verletzt und deswegen muss man die Leistung der Frauen niedermachen. Schändlich, sowas
smsderfflinger 18.06.2019
4.
Da lacht ja die Koralle. Christiane hat mit dem Verweis auf ihre Torausbeute - 16 Treffer, wie Klose - selbst die Tür zu den Vergleichen zwischen Frauen und Männerfussball aufgemacht, was vor kurzer Zeit noch als hochgradig [...]
Zitat von besorgteNut weil die Frauen besser spielen als die Männer, die ja nicht mal die Vorrunde geschafft haben, ist der kleine, männliche Stolz verletzt und deswegen muss man die Leistung der Frauen niedermachen. Schändlich, sowas
Da lacht ja die Koralle. Christiane hat mit dem Verweis auf ihre Torausbeute - 16 Treffer, wie Klose - selbst die Tür zu den Vergleichen zwischen Frauen und Männerfussball aufgemacht, was vor kurzer Zeit noch als hochgradig sportpolitisch inkorrekt galt. Sie stossen nun in dasselbe Horn. Erwarten Sie also nicht, dass Männer, die sich nicht in offizieller Funktion mit dem Zwang zur Rücksichtnahme befinden, sich trotzdem vornehm, besser gnädig, zurückhalten. Natürlich haben Sie recht, die Vorstellung der Männer bei der letzten WM war schlicht unterirdisch, da gibt es nichts zu beschönigen. Nur männlichen Stolz, sei er klein oder ein wenig grösser, hat das nicht verletzt. Man ist halt gegen deutlich bessere Mannschaften eingegangen wie Primeln. Den männlichen Stolz hätte allenfalls eine Niederlage gegen eine andere Frauschaft verletzen können... Aber wie sollte das passieren? Gegen eine Frauschaft, die im Spiel gegen SA eine grausige Leistung geboten hat, technisch, taktisch und konditionell allenfalls unterstes Mittelmass war? Die Leistung der Frauen muss man nicht "niedermachen", das haben sie schon selbst erledigt, auch wenn die Reporterin ihr bestes gegeben hat das wenige gute - ja das gab es auch - in den Himmel zu loben. Es reicht, die Fakten zu notieren. Haben Sie gestern die Koreanerinnen gesehen? Die haben Ballstafetten gezeigt, von denen kann die dt. Frauschaft nur (alb)träumen. Was glauben Sie wohl, weshalb man hier im Liveticker keine Spielstatistik findet, wie sonst bei jedem BuLi Spiel? Darüber machen Sie sich mal Gedanken. D

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