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Salihamidzic steht vor der Beförderung

Er hat schon viel Kritik und Spott über sich ergehen lassen müssen, aber der Bayern-Aufsichtsrat bewertet die Arbeit von Sportdirektor Hasan Salihamidzic positiv - und will dies mit einem Vorstandsposten belohnen.

Sven Hoppe DPA

Er fällt die Treppe hinauf: Hasan Salihamidzic

Montag, 11.11.2019   20:53 Uhr

Sportdirektor Hasan Salihamidzic wird bei Bayern München wie erwartet befördert. Der 42-Jährige steigt beim deutschen Fußball-Rekordmeister auf Wunsch des scheidenden Präsidenten Uli Hoeneß ab 1. Juli 2020 zum Sportvorstand auf. Dies beschloss am Montagabend der Aufsichtsrat des FC Bayern auf der letzten Sitzung seines Vorsitzenden Hoeneß, der am Freitag bei der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wahl antreten wird.

"Hasan Salihamidzic ist seit Sommer 2017 Sportdirektor des FC Bayern und hat in dieser Zeit hervorragende Arbeit geleistet", teilte der Verein mit. "Dies gilt nicht nur für den Profibereich, in dem er wesentlich für den sportlichen Erfolg der letzten Jahre mitverantwortlich ist, sondern auch für den Bereich der Jugend- und Nachwuchsförderung im Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern."

Hoeneß gilt als Befürworter des umstrittenen Salihamidzic. Erst am Sonntag hatte er über Telefon beim Fernsehsender Sport 1 gegen angeblich unsachliche Kritik und die "despektierlichen" Äußerungen gewettert. "Hasan hat einen guten Job dieses Jahr gemacht. Dass er nicht ständig genannt wird, zwischen Karl-Heinz (Rummenigge, d. Red.) und mir, ist klar. Aber es ist unverschämt, wie mit ihm umgegangen wird." So seien etwa die aus Hoeneß' Sicht gelungenen Transfers der Weltmeister Lucas Hernández und Benjamin Pavard sowie von Talent Alphonso Davies "auf seinem Mist gewachsen".

Oliver Kahn ab 2021 fest eingeplant

Salihamidzic ist seit 31. Juli 2017 Sportdirektor des FC Bayern. Sein Vertrag in dieser Funktion läuft noch bis Saisonende. "Ich tue alles nach bestem Wissen und Gewissen. Ich habe immer versucht, für den Klub das Beste zu tun. Solche Spiele sind gute Bestätigungen", sagte Salihamidzic am Samstag nach dem 4:0 gegen Dortmund.

Es habe in den letzten zweieinhalb Jahren "einige turbulente Zeiten" gegeben, "die wir doch ganz gut gemeistert haben. Auch mit der Transfermarktphase dieses Jahr. Das war viel Arbeit, aber das gehört dazu. Das macht Spaß."

Vorstandschef der Münchner ist Rummenigge, dessen Vertrag bis 31. Dezember 2021 läuft und der dann von Oliver Kahn abgelöst wird. Dem Vorstand des Rekordmeisters gehören zudem Jan-Christian Dreesen (Finanzen und Controlling), Andreas Jung (Marketing, Sponsoring und Events) und Jörg Wacker (Internationalisierung und Strategie) an. Kahn soll ab 1. Januar als einfaches Vorstandsmitglied eingearbeitet werden.

aha/sid

insgesamt 82 Beiträge
rekcufrehtom 11.11.2019
1. Anmaßende Journaille
Es ist nunmal die Lieblingsbeschäftigung der deutschen Sportjournaille bestimmte Personalien permanent zu kritsieren. Das gleiche Gewäsch gab es schon gegenüber Sammer als er bei den Bayern wirkte - Als er dann wieder als [...]
Es ist nunmal die Lieblingsbeschäftigung der deutschen Sportjournaille bestimmte Personalien permanent zu kritsieren. Das gleiche Gewäsch gab es schon gegenüber Sammer als er bei den Bayern wirkte - Als er dann wieder als halb-Aussenstehender für Dortmund zu arbeiten begann, jubelte man ihm wieder zu und war sich einig, er sei ein wichtiges Rädchen im Getriebe des Aufschwungs - bis dann letzte Saison im entscheidenden Moment Sand im Getriebe war. Dann fing das Genöle einstweilen auch hier an. Die Arbeit die jemand beisteuert, welche den Horizont der Journaille übersteigt, wird immer wertlos geschrieben, ja sogar als Grund für Schwierigkeiten identifiziert.
oloh 11.11.2019
2. Besser als er rüberkommt
Salamis Arbeit trägt mehr Früchte, als man ihm gemeinhin zutraut. Weil er gute Stimmung macht, halten ihn manche gern für einen Pausenclown. Im "Doppelpass" hat Uli Hoeneß ja bereits einiges zurechtgerückt. Auf HS [...]
Salamis Arbeit trägt mehr Früchte, als man ihm gemeinhin zutraut. Weil er gute Stimmung macht, halten ihn manche gern für einen Pausenclown. Im "Doppelpass" hat Uli Hoeneß ja bereits einiges zurechtgerückt. Auf HS geht immerhin die Verpflichtung von Davies zurück: Ein Volltreffer! Sapreet Singh schlägt in der dritten Liga auch voll ein. Pavard funktioniert hervorragend. Nur "Kutschi" Coutinho erweist sich (bislang) als Fehlgriff. Aber geschickterweise hat man ein Jahr Zeit, ihn zu evaluieren.
ge1234 11.11.2019
3. Oh je...
... Uli, wenn Dir das mal nicht bei der JHV um die Ohren fliegt und Deinen Abschied versaut. Soltest eigentlich von der letzten JHV gelernt haben, dass nicht nur willfährige Jubelperser anwesend sind, wie es in der Vergangenheit [...]
... Uli, wenn Dir das mal nicht bei der JHV um die Ohren fliegt und Deinen Abschied versaut. Soltest eigentlich von der letzten JHV gelernt haben, dass nicht nur willfährige Jubelperser anwesend sind, wie es in der Vergangenheit immer der Fall war! Brazzo als Vorstandsmitglied ist ein noch größerer und peinlicherer Witz als er es als Sportdirektor war!
jbr71 11.11.2019
4. Frage der Zeit
Ja, Hasan, nimm noch einen neuen Vertrag und eine Ladung Geld mit, bevor der FCB auch Dich und Deinen guten Ruf öffentlich demontiert und zerstört. Irgendwann wirst auch Du öffentlich zur Schlachtbank geführt und vom [...]
Ja, Hasan, nimm noch einen neuen Vertrag und eine Ladung Geld mit, bevor der FCB auch Dich und Deinen guten Ruf öffentlich demontiert und zerstört. Irgendwann wirst auch Du öffentlich zur Schlachtbank geführt und vom übersteigerten Ego des FCB Vorstands vernichtet. Hoffentlich hast Du dem FCB bis dahin genug Geld abgenommen.
spon_2956127 11.11.2019
5. Hoeneß ...
... sichert sich seinen weiteren Einfluss auf die Geschäftspolitik des FCB durch die Installierung eines weiteren, ihm allein zu ewigem Dank verpflichteten Getreuen. Die Konkurrenz wird es mit Freude zur Kenntnis nehmen, dass [...]
... sichert sich seinen weiteren Einfluss auf die Geschäftspolitik des FCB durch die Installierung eines weiteren, ihm allein zu ewigem Dank verpflichteten Getreuen. Die Konkurrenz wird es mit Freude zur Kenntnis nehmen, dass sich der FC Bayern durch diesen lähmenden Hoeneß-Filz immer unregierbarer und reformunfähiger macht.
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