Schrift:
Ansicht Home:
Sport

Nach SPIEGEL-Bericht

FA ermittelt wegen Sancho-Transfer gegen Manchester City

Der SPIEGEL hatte offenbar regelwidrige Zahlungen enthüllt, mit denen sich Manchester City einst die Dienste von Jadon Sancho sicherte. Nun hat der englische Fußballverband Ermittlungen aufgenommen.

DPA

Jadon Sancho

Mittwoch, 27.02.2019   19:07 Uhr
Alle Artikel

Der englische Fußballverband FA ermittelt wegen möglicher illegaler Zahlungen an den Berater von BVB-Profi Jadon Sancho gegen den Premier-League-Verein Manchester City.

Der SPIEGEL hatte enthüllt, dass City, wo der heutige Profi von Borussia Dortmund von 2015 bis 2017 unter Vertrag stand, offenbar regelwidrige Zahlungen vornahm. Das geht aus dem Datensatz hervor, den die Plattform Football Leaks dem SPIEGEL und dem Recherchenetzwerk European Investigative Collaborations (EIC) zur Verfügung stellte.

Anzeige

Produktbesprechungen erfolgen rein redaktionell und unabhängig. Über die sogenannten Affiliate-Links oben erhalten wir beim Kauf in der Regel eine Provision vom Händler. Mehr Informationen dazu hier.

Für Sanchos Agent setzte der Klub einen angeblichen Scoutingvertrag auf. Für die Talentsuche sollte der Berater eine Provision von 200.000 Pfund (umgerechnet rund 230.000 Euro) kassieren. Genau diese Summe tauchte allerdings in einer City-internen Tabelle unter dem Punkt "Beraterprovision" für den Sancho-Deal auf. Damit hätte der Klub gegen geltende Regeln zum Schutz Minderjähriger verstoßen. Spieler dürfen erst ab einem Alter von 16 Jahren offiziell von Beratern betreut werden.

City wiederholte ein Statement, das der Klub schon in der Vergangenheit herausgegeben hatte. "Wir werden das nicht kommentieren", hieß es darin. "Der Versuch, den Ruf des Vereins zu ruinieren, ist organisiert und eindeutig."

Die FA nannte keine Details. Man werde die Angelegenheit nicht weiter kommentieren, sagte ein Sprecher des Verbands gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Football Leaks bei SPIEGEL+

mon/dpa/sid

insgesamt 2 Beiträge
spadoni 27.02.2019
1. ManCity
Dieser neureiche Scheichclub betrügt im grossen Stil, und das schon jahrelang. Betraft werden sie aber nicht, weil Infantino und Ceferin sich von den Ölprzinzen kaufen liessen, egal ob von Abu Dhabi bei City, oder Qatar beim [...]
Dieser neureiche Scheichclub betrügt im grossen Stil, und das schon jahrelang. Betraft werden sie aber nicht, weil Infantino und Ceferin sich von den Ölprzinzen kaufen liessen, egal ob von Abu Dhabi bei City, oder Qatar beim PSG. Ich glaube auch nicht dass die von der FA eine Stafe zu erwarten haben, und wenn, dann eine moderate Geldrafe, die die Ölprinzen dann lachenden Auges aus de Portokasse bezahlen.
aurichter 27.02.2019
2. Es liegt doch
in den Händen der Vereine, die eben nicht über dubiose Scheichmillionen den Spielbetrieb in der PL (aber auch in FR/ESP) aufrecht halten. Druck kann nur aus der Richtung auch auf den nationalen Verband aufgebaut werden. Wer [...]
in den Händen der Vereine, die eben nicht über dubiose Scheichmillionen den Spielbetrieb in der PL (aber auch in FR/ESP) aufrecht halten. Druck kann nur aus der Richtung auch auf den nationalen Verband aufgebaut werden. Wer jedoch u.a. auch die Ausrichtung der ECA und die Gebärden der "Großen" in Richtung UEFA sieht, der braucht nicht darauf hoffen, dass sich dahingehend noch einmal etwas ändert. Die UEFA mit Ceferin ist auch nur ein Hund ohne Zähne, der nur medienwirksam etwas bellt, jedoch auch nichts ändern kann und auch nicht will. Wenn ein Platini seine "Strafe" abgesessen hat, dann ist ein Ceferin sowieso Geschichte, zumal die Sheiks jetzt über FIFA/UEFA auch weiter Einfluß gewinnen wollen. Vereine mit gewachsenen Strukturen werden permanent weiter ins Hintertreffen geraten. Geld regiert die (Fußball)Welt.

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP