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Wegen Steuerermittlungen

Messi wollte Barcelona den Rücken kehren

Er fühlte sich schlecht behandelt, wollte Spanien verlassen, sagt Lionel Messi. Im spanischen Rundfunk äußert sich der Weltfußballer auch zum angeblichen Streit mit Antoine Griezmann.

Josep LAGO / AFP

Mittwoch, 09.10.2019   15:42 Uhr

Lionel Messi hat in der Saison 2013/2014 wegen Steuerermittlungen gegen seine Person über einen Abschied vom spanischen Meister FC Barcelona nachgedacht. "Ich dachte daran, zu gehen", sagte der Weltfußballer dem spanischen Radiosender RAC3: "Nicht, weil ich Barça verlassen wollte, sondern weil ich Spanien verlassen wollte. Ich fühlte mich schlecht behandelt und wollte nicht mehr hier sein."

Er habe zwar kein offizielles Angebot, weil jeder gewusst habe, dass er für Barcelona spielen wollte. "Aber das war eine Situation, die darüber hinaus ging, was ich für den Klub empfand", sagte der 32-Jährige.

Im Juni 2013 hatte die spanische Justiz wegen Steuerhinterziehung Ermittlungen gegen Messi und seinen Vater Jorge Horacio eingeleitet. Die beiden hatten zwischen 2007 und 2009 Einnahmen von über zehn Millionen Euro für Bildrechte ins Ausland gelenkt und in Spanien nicht rechtmäßig versteuert. Im Juli 2016 wurden sie zu einer Bewährungsstrafe von 21 Monaten und einer Nachzahlung von zwölf Millionen Euro verurteilt, für die der FC Barcelona über Umwege aufgekommen sein soll.

Kein Problem mit Griezmann

"Es war sehr schwer für mich und meine Familie", sagte Messi. Es habe sich angefühlt, als hätte die spanische Steuerbehörde ein Exempel am ihm statuieren wollen. "Ich war der erste Topspieler. Sie haben mit mir angefangen und sind dann allen anderen nachgegangen." Mehrere Spieler wurden anschließend von den spanischen Steuerbehörden wegen Fehlverhaltens angeklagt, darunter der ehemalige Real-Madrid-Stürmer Cristiano Ronaldo.

Messi bekräftigte gegenüber dem Radiosender nochmals sein Vorhaben, seine Karriere bei den Katalanen zu beenden, die Verlängerung seines bis 2021 gültigen Vertrages sollte "kein Problem" darstellen.

Die zuletzt aufgekommenen Gerüchte um einen möglichen Streit mit Neuzugang Antoine Griezmann dementierte der Superstar. "Im ersten Jahr, als wir Griezmann unter Vertrag nehmen wollten, sagte ich, er sei einer der Besten, und die Besten seien immer willkommen", sagte Messi: "Ich hatte noch nie ein Problem damit, dass er kommt. Es ist also eine Lüge."

Der Superstar fehlt am Abend beim Testspiel gegen Deutschland (20.45 Uhr; Liveticker SPIEGEL, TV: RTL), weil er für die Partie noch gesperrt ist.

sak/sid/AP

insgesamt 8 Beiträge
jujo 09.10.2019
1. ...
Er kommt seinen Steuerpflichten nicht nach und fühlt sich schlecht behandelt. So what, der arme Mann tut mir richtig leid!
Er kommt seinen Steuerpflichten nicht nach und fühlt sich schlecht behandelt. So what, der arme Mann tut mir richtig leid!
dirtygary 09.10.2019
2. Pay your taxes and please
... shut up!
... shut up!
Nonvaio01 09.10.2019
3. dachte ich auch
er ist wohl wirklich der meinung das er sonderrechte hat weil er eben Messi ist. Und dann zahlt Barca auch noch die strafe fuer Ihn....man o man....voellig losgeloest von der realitaet.
Zitat von jujoEr kommt seinen Steuerpflichten nicht nach und fühlt sich schlecht behandelt. So what, der arme Mann tut mir richtig leid!
er ist wohl wirklich der meinung das er sonderrechte hat weil er eben Messi ist. Und dann zahlt Barca auch noch die strafe fuer Ihn....man o man....voellig losgeloest von der realitaet.
spon_2545532 09.10.2019
4. Hm,
wenn Barca für ihn die Strafe zahlt, ist das doch so gut wie Einkommen bei Messi und, müsste dann doch auch von Messi versteuert werden?
wenn Barca für ihn die Strafe zahlt, ist das doch so gut wie Einkommen bei Messi und, müsste dann doch auch von Messi versteuert werden?
thorgur 09.10.2019
5. Messi verwechselt wohl Opfer und Täter
Er ist nicht das Opfer, er ist derjenige der Steuern hinterzogen hat, also der Täter. Und mit einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe die Barca bezahlt hat ist er sehr schonend behandelt worden. Schon ein erbärmliches Bild, [...]
Er ist nicht das Opfer, er ist derjenige der Steuern hinterzogen hat, also der Täter. Und mit einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe die Barca bezahlt hat ist er sehr schonend behandelt worden. Schon ein erbärmliches Bild, das er hier abgibt.

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